Die Natur-Menhire auf dem Behlen

Die Wanderung zu den natürlichen Menhiren habe ich »hier» kurz beschrieben.

Der Behlen liegt im Süden des mächtigen Blauen (Hochblauen). Vielleicht leitet sich sein Name vom keltischen Licht- und Sonnengott Belenos ab. Weshalb wurden wir gerade am Palmsonntag auf den Behlen geführt?

Belenos wurde vor allem im Frühling mit Feuerzeremonien gefeiert (Beltane-Fest, → Osterfeuer).

Nach Emil Bock1 ist der Palmsonntag ein Lichtfesttag, allerdings noch der „alten“ physischen Sonne geweiht. Die Palmzweige, mit welchen Jesus bei seinem Einzug in Jerusalem gefeiert wurde, sind alte Sonnensymbole. Jesus zeigte sich bekanntlich unbeeindruckt von der Palmzweig-Huldigung durch die Jerusalemer Bevölkerung. Es wusste schon, dass das grössere Fest der geistigen Sonne, das Osterfest, welches die Auferstehung feiert, erst kommen würde. Und dazwischen wirken die Kräfte des Mondes und der Erde. Nach dem christlichen Kalender muss ja der Frühlingsvollmond in der Karwoche liegen.

Ein eindrückliches „Arrangement“ von Felsen hat die Natur etwas unterhalb der Behlenkuppel geschaffen: Menhir-förmige Felsen, mit etwas Fantasie gesehen in Kreisen angeordnet, bilden eine Art Labyrinth um eine Senke, in dessen Zentrum eine ganz spezielle Anordnung von Felsen steht. Es braucht keine grosse Einbildungskraft, um die Magie dieses Platzes zu spüren (Bilder oben).

(Bilder links und rechts unten)

Auch am steilen Westabhang der flachen Südwestrippe des Behlen fasziniert eine ganze Reihe suggestiver Kalkfelsen, überwachsen von Moos und Efeu, die Roland Kroell „Feenfelsen“ nennt 2. Auch einen „Feenbrunnen“ haben wir unterhalb einer der Felsgruppen gefunden (Bild links unten).

Bei den meisten dieser Feenfelsen ist eine leichte, jugendliche Energie spürbar, bei einem (mit dem turmartigen Vorfelsen, siehe Bild rechts) ist die Energie allerdings schwer.

Es besteht kein Zweifel, dass Holzen in keltischer Zeit schon eine Siedlung war, wie der Heimatforscher Rudolf Reime beschreibt. Wir dürfen spekulieren, dass der Behlen mit seinen märchenhaften Felsformationen ein Kultplatz der keltischen Bevölkerung gewesen ist.

 

 

 

1 Emil Bock (1946), „Die drei Jahre“, Neuauflage 2008 im Verlag Urachhaus.

2 Roland Kroell (2004), „Magischer Schwarzwald und Vogesen“, Verlag AT

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