Kategorie-Archiv: Film

Les Femmes du 6e étage

Les Femmes du 6e étage

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An unserem letzten Siedlungs-Open air gesehen. einfach unkritisch geniessen und nachher glücklich gut schlafen. Es war nicht ein Märchenfilm, aber ein unterhaltsamer Film, der ­– eher unbeabsichtigt – märchenhafte Züge trägt:

  • Die Heldinnen und Helden sind wenig psychologisch durchgezeichnet.
  • Immer wieder treten überraschend Helfer/innen auf den Plan, um die Geschichte in Gang zu halten.
  • Sozialkritik und qualifizierte Auseinandersetzung mit der Geschichte fehlen. Die Herrschaftsverhältnisse bleiben letztlich unangetastet (Der König bleibt König, auch wenn er sich entwickelt).
  • Die Geschichte ist zum Teil diskontinuierlich. Der zeitliche Verlauf unklar, aber auch unerheblich.
  • Die Handlungsorte sind zwar erkennbar, wären aber auch austauschbar.
  • Es wimmelt von Allgemeinplätzen und bekannten Motiven. Ganz wie im Märchen, wo uns in den unbekanntesten Geschichten vertraute Redewendungen und Handlungsmotive bei der Stange halten.
  • Das angedeutete Happy end ist sehr tröstlich, wenn auch nicht wirklich plausibel.

Die Handlung im Detail in >>>der deutschen Wikipedia. Technische Details auf >>>der französischen Seite.

Die Kritiken waren vor zwei Jahren negativ. Mir egal, für mich zählt mehr das Schöne und Positive.

Der Trailer auf >>>Youtube:

Des Hommes et des Dieux

Des Hommes et des DieuxÜber Menschen und Götter.  (Mit Götter sind natürlich unterschiedliche Darstellungen der EINEN Göttlichen Energie gemeint).

Im Zentrum des Filmes steht ein Trappisten-Kloster im Atlasgebirge Algeriens. Das Kloster ist nicht nur gut in die muslimische Umgebung eingebettet. Es besteht geradezu eine gegenseitige Abhängigkeit der Dorfbwohner und der Mönche. Für die muslimischen Dörfler ist die Präsenz der christlichen Mönche ein grosser Halt und bietet erst noch eine einfühlsame medizinische Versorgung. Die Klosterbrüder ziehen ihren Daseinssinn aus der Präsenz und Hingabe für die Umgebung.

Was wie ein Märchen anmutet, beruht auf Tatsachen. Auch was in diese Harmonie hineinplatzt.  Weiterlesen

Baba’s Song

FilmplakatDas Märchen vom musikalisch begabten Waisenkind, das mit dem grössten Popmusiker des Landes auftreten darf. Kein klassischer Märchenstoff aus den Volks- und Zaubermärchen, eher ein typisches Kunstmärchenthema.

Filmhandlung: Zusammenfassung auf der offiziellen Website von VEGA Film oder bei „Cineman“ bzw.  „Cineast“.

Der Film vermittelt allerdings glaubwürdig, dass dies‘ Märchen Realität ist.

Da ist zuerst einmal die gar nicht märchenhaften Kulisse des afrikanischen Dorfes, in dem fast nur noch Alte wohnen, und diejenige der Hauptstadt, geprägt durch physische Gewalt und der Käuflichkeit alles und aller. Ein ehemaliger Kindersoldat (wenn man seiner Geschichte glauben soll), clever, mutig und nicht auf den Mund gefallen (Joseph Pamfo) trifft auf den heimat- und orientierungslosen und vor allem sprachlosen Jungen (Sila Bakali), der aus dem Waisenhaus (Gilles Tschudi) entwichen ist, um dem Verkauf an ein europäisches Frauenpaar (Sabina Schneebeli, Franka Potente) zu entgehen. Weiterlesen

Welthund – Bachpfattli

Der Film Welthund wurde im Oberbaselbiet als No-Budget-Produktion realisiert. Dank der Unterstützung von Gemeinden und der Lokalzeitung Volksstimme und dem Einsatz vieler Feiwilliger kam die Filmproduktion zustande.

Plakat zum Film WELTHUND

Plakat zum Film WELTHUND

Der Welthund als Sagengestalt.

Literarische Vorlage:
„Ein etwas anderer Sommer“ von Barbara Saladin, die auch das Drehbuch schrieb.

Regie:
Ueli Ackermann.

Themen im Film
Über die Handlung mag ich natürlich nichts verraten. Schau ihn Dir selber an. Ich habe ihn kürzlich gesehen – und kurze Zeit später einen Blogartikel von Christa Schwemlein gelesen, der mich auch bei den folgenden Gedanken begleitete:

Im Film werden einige wichtige Themen unserer Zeit angeschnitten:  Weiterlesen

Rusalka – Die Meerjungfrau

Film von Anna Melikian (Russland)

Verleih: Trigon-Film

Unbedingt sehenswerter Film.

Die Reklame zielt auf das „Märchenhafte“ und „Magische“ des Films ab. Aber eigentlich ist es ein Film über ein Mädchen auf ihrem schwierigen Weg zur jungen Erwachsenen in einer Erwachsenenwelt, deren knallharte Realität geradezu surrealistische Züge trägt — wenn wir nicht wüssten, dass ja nichts irriger ist als die Realität.

Abgewertet und kaum unterstützt von ihrer Umgebung, reagiert sie zuerst mit konsequentem Mutismus (psychogenem Schweigen) und nimmt dabei die Einschulung in eine Behindertenschule in kauf. Auch ihre aggressiven, zerstörerischen Gedanken gegenüber ihrer trostlosen Umgebung sind für ein Kind in ihrer Situation keineswegs anormal.

Gleichzeitig entdeckt sie aber die Kraft des Wünschens und die Möglichkeit, eine bessere Zukunft im Traum zu visualisieren. Weiterlesen