Willkommen bei der Märchenquelle

Märchen und viel mehr … eine Website von Urs Volkart

Die Grimm-Akten 1

Von Michael Buckley ist im Baumhaus-Verlag eine erste Abenteuer- und Detektiv-Geschichte um die Nachkommen der Brüder Grimm erschienen. Zwei Grimm-Geschwister begegnen im Verlauf der Handlung Gestalten aus der Märchenwelt.

Ich bin gwundrig auf dieses Büchlein und werde vielleicht nach dem Lesen noch darüber schreiben. Es handelt sich um eine Übersetzung eines Bands einer ganzen Reihe in Amerika erschienener Bücher, von denen nach Angaben des Verlags über 600’000 verkauft wurden.

Buchdeckel Grimm-Akten (Michael Buckley)

Buchdeckel Grimm-Akten (Michael Buckley)

ISBN: 978-3-8339-3738-5

Englisch sprachige Originale unter dem Titel “The Sisters Grimm” erschienen.

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16. November 2008 at 00:20 Comments (0)

Komisches Gefühl – freudiges Gefühl

Heute habe ich mir auf dem Arbeitsweg im Zug überlegt, was dieses Jahr in Sachen Märchen denn so alles gelaufen ist. Dabei hatte ich eine überraschende Erfahrung gemacht: Das Gefühl “keine Termine, was jetzt”.

Und dabei waren 2008 doch:
Viele schöne Erzählveranstaltungen, selber organisierte, mit anderen gemeinsam organisierte und solche, wo ich “nur” engagiert war, also unbelastet von Organisatorischem zum Erzählen hingehen durfte. Besonders gefreut hat mich, dass die zwei Wiederbelebungen alter Traditionen, der Märchen-Abendspaziergang und die Erzählnacht in der Bibliothek auf gute Resonanz gestossen sind. Und immer wieder die Interaktion mit anderen Erzählerinnen bei gemeinsamen Auftritten.

Und jetzt ist das “Auftragsbuch” praktisch leer. Noch zwei Engagements in geschlossenen Gesellschaften im Dezember stehen an. Noch keine konkreten Pläne für Erzählveranstaltungen für nächstes Jahr.

Dafür kommt hoffentlich ein Bereich wieder vermehrt zum Zuge, der dieses Jahr eher brach lag: Das Betrachten von Märchen.

Und sicher wird die neu gegründete Arbeitsgemeinschaft “Märchen und Management” zu spannenden Aktivitäten im 2009 führen.

Ich freue mich auf eine märchenhafte Zukunft.

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11. November 2008 at 16:57 Comment (1)

Wie die Torah zu den Menschen kam

Torah

Torah

Einst wurde Moses in den Himmel zu Gott gerufen. Die Engel fragten: “Was will der vom Weib geborene unter uns ?” Gott antwortete: “Die Torah zu empfangen, ist er gekommen.” Die Engel aber protestierten dagegen, dass die Torah, die seit 974 Generationen von der Erschaffung der Welt an im Himmel aufbewahrt wurde, einem Menschen übergeben werden sollte.

Da wies Gott Moses an, zu den Engeln zu reden. Aber Moses getraute sich nicht, sich vor den Engeln zu rechtfertigen. Da rief Gott Moses zu sich, damit er sich an seinem Thron festhielte. Erst jetzt begann Moses zu den Engeln zu sprechen:  (weiterlesen …)

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10. November 2008 at 19:14 Comments (2)

Die schweizerische Erzählnacht

ist ein tolle Gemeinschaftsinitiative des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) mit Bibliotheken, der Unicef und anderen Organisationen:
Es sollen immer am zweiten Freitag im November möglichst viele Veranstaltungen um und mit Erzählungen stattfinden: freies Erzählen, Lesungen, dramatische Umsetzungen, Visualisierungen usw. haben alle Platz.

Wasserstrahl eines Springbrunnens (Aufnahme: http://velina.info/gallery/view/water/h2o_08)

Im Jahr 2008 ist es der 14. November mit dem Thema Wasser (“L’aua raquinta” – “Storie d’acqua” – “Au fil de l’eau” – “Geschichten vom Wasser”). (weiterlesen …)

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9. November 2008 at 23:25 Comments (0)

Erzählnacht 2008 (7.11.08)

Gelterkinden, 7. November
Schweizerische Erzählnacht

Es erzählten Magdalena Gisin, Regula Itin, Susanne Limacher und Urs Volkart. 

 Schönes Erlebnis auch vom Publikumsaufmarsch her. Hokusais Woge hat uns fast überrollt. Die letzten Stühle mussten her.

Ein spannendes Programm mit kurzen und langen, besinnlichen, klassischen und lustigen Märchen und Sagen:

  • Der Wasserbrief, eine nordische Sage lanciert das Thema.
  • Marenka, ein Märchen vom Wasser des Lebens aus Osteuropa.
  • Das Tränenseil, ein eher romantisches Märchen, angeblich aus Tibet.
  • Die Kristallkugel, ein gewaltiger Grimm-Klassiker, wo das Wasser vor allem die Kräfte des Unbewussten symbolisert.
  • Das besprochene Wasser, ein wirksamer Therapievorschlag für streitsüchtige Paare.
  • Die Frau, die auszog ihren Mann zu erlösen, ein klassisches Thema mit einem überraschenden, erlösenden Schluss.
  • Die Zaubermuschel, ein Liebes-Märchen aus dem fernen Osten.
  • Fischlein und Büffelkuh, damit endet der Märchenabend definitiv, und erst noch mit einem lösenden Lachen.

Danke an alle Mitwirkenden und die hilfreichen Mitglieder des Bibliotheksteams. Solche Veranstaltungen geben Mut, hie und da etwas Grösseres zu wagen.


8. November 2008 at 18:13 Comments (0)

Chuck und sein Pferd

Referenz: “Projektgeschichten”-Blog von Sigrid Hauer, 30.Oktober 2008 ”Chuck und sein Gaul”

Der junge Chuck will mit einer eigenen Ranch reich werden. Als Anfang kauft er einem Farmer ein Pferd ab. Er übergibt dem Farmer seine ganzen 100 Dollar und dieser verspricht, ihm das Pferd am nächsten Tag zu liefern.

Am nächsten Tag kommt der Farmer vorbei und teilt Chuck eine schlechte Nachricht mit: “Es tut mir leid, Kleiner, aber das Tier ist in der Nacht tot umgefallen.” Meint Chuck: “Kein Problem. Gib mir einfach mein Geld zurück. “Geht nicht”, eröffnet ihm der Farmer. “Ich habe das Geld gestern bereits für Dünger ausgegeben.”

Chuck überlegt kurz. “Na dann”, fängt er an, “nehme ich das tote Biest trotzdem.” “Wozu denn?” fragt der Farmer. “Ich will es verlosen”, erklärt ihm Chuck. “Du kannst doch kein totes Pferd verlosen!”, staunt der Farmer. Doch Chuck antwortet: “Kein Problem! Ich erzähl’ einfach keinem, dass es schon tot ist…”

Monate später laufen sich Chuck – fein in Anzug und schicken Schuhen – und der Farmer in der Stadt über den Weg. Fragt der Farmer: “Chuck! Wie lief’s denn mit der Verlosung des Pferde-Kadavers?”

“Spitze”, erzählt ihm Chuck. “Ich habe über 500 Lose zu je 2 Dollar verkauft und meine ersten 1’000 Dollar Profit gemacht.”

“Ja… gab’s denn keine Reklamationen?”

“Doch – vom Gewinner”, sagt Chuck. “Dem habe ich dann einfach seine 2 Dollar zurückgegeben.”

Nachtrag:

Heute verkauft Chuck strukturierte Finanzprodukte in New York…

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4. November 2008 at 13:05 Comment (1)

Nathan der Weise – ein Märchen ?

Gestern abend haben wir im Goetheanum in Dornach das Schauspiel “Nathan der Weise” genossen. Lessing nannte es ein “dramatisches Gedicht”. In der Tat ist es nicht nur eine Lehrgeschichte, sondern ein spannender Krimi ! (Fotos: Charlotte Fischer www.lottefischer.de)

Nathan der Weise: Recha und Nathan

Nathan der Weise: Recha und Nathan

Der Plot des Stücks ist zumindest im 2.Teil etwas “gesucht”, aber er soll ja auf die wichtige Aussage hinführen, dass alle Menschen Brüder und Schwestern und in erster Linie Menschen, nicht Angehörige eines Volkes, einer Religion, eines Ordens oder sonst einer Ego-Identifikation sind.

Neben dem bekanntesten Teil, der Ringparabel, die Lessing übrigens von Boccaccio übernommen hatte, sind mir eine ganz Reihe noch fast wichtigerer Vers-Passagen aufgefallen. Die vordergründige Ausage des “Geschichtchens”, welches Nathan dem Sultan Saladin erzählt, ist die, dass alle drei abrahamitischen Religionen legitime Nachkommen eines ursprünglichen Gottesverständnisses sind. (weiterlesen …)

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2. November 2008 at 22:26 Comments (0)