Der Reichtum der mittelalterlichen Theologie kommt aus der Betrachtung des sogenannten vierfachen Schriftsinns:
- der buchstäbliche, wortgetreue Sinn,
- der allegorische, metaphorische Sinn, aus dem sich auch Dogmen ableiten,
- der moralische („tropologische”) Sinn und
- der eschatologische (oder „anagogische”) Sinn, der auf die Vollendung des Einzelnen oder der ganzen Schöpfung hinweist.
Die Parallelität zur Betrachtung von Märchen auf allen Sinn-Ebenen ist unübersehbar und auch nicht zufällig. Beim Betrachten von Märchen bewegen wir uns auf analogen Ebenen. Damit soll in keiner Weise eine Anwendung der alten Bibeltext-Interpretationsmethode “Vierfacher Schriftsinn” auf Märchen angesagt werden. Auf die Märchenbetrachtung “übersetzt” könnte das etwa so heissen: Weiterlesen
