Willkommen bei der Märchenquelle

Märchen und viel mehr … eine Website von Urs Volkart

Drachenkräfte — von den Drachen in uns und um uns herum

Die folgenden Gedanken erheben weder Anspruch auf vollständige Behandlung des Themas noch auf Wissenchaftlichkeit. Als Grundlagen dienten mir verschiedene Artikel in der Zeitschrift Märchenforum 1/09. Ausserdem erhielt ich Impulse bei der Lektüre eines Buches von Fritz Bachmann: „Getragen von Engeln und Elementarwesen“. Eigene Nachforschungen führten mich weniger zu den Brüdern Grimm als in die Bibel. Und die Quellen vieler Assoziationen kann ich nicht mehr rückverfolgen – da sammelt sich eben bei mir allerlei Wissen ohne Quellenerinnerung an.

Urs Volkart, im April 2009 (weiterlesen …)

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24. April 2009 at 08:01 Comments (0)

Herakles und die Hydra

Pollaiuolo: Herkules und HydraEine Nacherzählung der mythischen Sage und ein paar Bemerkungen dazu am Ende.

Gemälde von Antonio Pollaiuolo, Ende 15. Jhdt.

Die Hydra war eine riesenhafte Wasserschlange mit neun Köpfen, die in den Sümpfen von Lerna in der Argolis lebte und den Bauern der umliegenden Dörfer Schaden zufügte. Sie kam nämlich von Zeit zu Zeit an Land, frass das Vieh oder verwüstete die Felder. Acht der neun Köpfe der Hydra waren sterblich, der neunte aber unsterblich.

Herakles erhielt von seinem Dienstherrn Eurystheus die Aufgabe, dem Treiben der Hydra ein Ende zu bereiten.

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21. April 2009 at 22:40 Comments (3)

Zürcher Bach-Chor

Titelblatt Verdi-RequiemViele unvergessliche Konzerte unter der Leitung von Peter Eidenbenz, meist in der Tonhalle Zürich.

Ende der 70er-Jahre trat ich dem Zürcher Bach Chor als Tenor bei, mit Joseph Haydns “Schöpfung” ein fröhlicher Einstieg.

Anton Bruckners “f-moll-Messe” und “Te Deum” waren 1979 eine grosse Herausforderung für mich und liessen mich vorübergehend an meiner Eignung als Sänger in einem auf hohem Niveau singenden Chor zweifeln. Aber ich blieb dabei.

Einen der unvergesslichen Höhepunkte bildeten die Aufführungen von Giuseppe Verdis “Messa da Requiem” unter Leitung des Weltklasse-Dirigenten Gerd Albrecht . Die emotional packende Musik mit den schönen Melodien, das mächtige Tonhalle-Orchester, …
Besonders in Erinnerung blieb mir die temperamentvolle argentinische Altistin Alicia Nafé, welche im “liber scriptus” dem Publikum theatralisch ihren Klavierauszug als Buch vor die Nasen hielt. Zu den kleinen Höhepunkten gehörte auch das offensichtlich verspätete junge Pärchen, das in der kurzen Pause vor dem “dies irae” auf der Seitenempore in die vorderste Reihe schleichen musste und beim bekannten wuchtigen Orchestereinsatz panikartig wieder die Emporentreppe hinaufflüchtete. Der Einsatz gewisser unprofessioneller Chormitglieder (wie mir) beim “dies irae” liess darauf an Konzentration zu wünschen übrig….

Johann Sebatian BachDas Jahr 1979 hatte es in sich: Nach Bruckner und Verdi kam endlich der Namenspatron des Chors, J.S. Bach zu Ehren mit dem strahlenden “Weihnachtsoratorium” (erste 3 Teile).

Der nächste Höhepunkt folgte 1980 mit dem vielleicht grössten Werk der europäischen Chorliteratur: Der “h-moll Messe” von Johann Sebastian Bach. Nach der Aufführung in Zürich, bei welcher die Thalwiler Organistin und Chorleiterin Monika Henking die Orgel spielte, gab es noch eine kleine Tournee in den Bach-hungrigen Süden bis nach Bologna. 

Im Herbst gleichen Jahres ein grosser Gegensatz: Die “Quattro Pezzi Sacri” von Giuseppe Verdi, die für mich auch heute noch zu den kunstvollsten und spannendsten Chorwerken gehören; besonders das erste Stück ”Ave Maria”, wo es galt jeden einzelnen Ton achtsam zu setzen, hatte es mir angetan. Das “Stabat Mater” danach der pure Gegensatz: dramatisch, expressiv. Giacomo Puccinis “Messa da Gloria”war da schon eher die entspannende Zugabe, da der Opernkomponist natürlich mit seinen eingängigen, leichtfüssigen Melodien das Herz erfreute.

1981 endete mit Wolfgang Amadeus Mozarts “Grabmusik” und Johannes Brahms’ “Ein deutsches Requiem” meine zbc-Zeit. Ich war ja unterdessen ins Baselbiet umgezogen und mochte nicht mehr bis nach Zürich in die Chorproben gehen.

Was mich im Rückblick beeindruckt, ist die grosse Dichte an anspruchsvollen abendfüllenden Werken. Der Chor musste oder durfte immer wieder in für einen Amateurchor relativ kurzer Zeit neue Werke einstudieren.

15. April 2009 at 16:14 Comments (0)

Die Madonna und der Drache

Zusammenfassung von Motiven und einige Gedanken zu diesem Märchen, das sich unter anderem in folgendem Büchlein findet:
Studer-Frangi, Silvia (2008), Italienische Märchen, Königsfurt Verlag, ISBN: 3-86826001-3.

Der Handlungsablauf des Märchens geht, ganz unmärchenhaft zusammengefasst, so:

  1. Es gibt einen besonderen Ort, wo man um Mitternacht Glocken läuten hört.
  2. Dort tief unten befinden sich in einer Höhle, zugänglich durch einen Erdspalt, ein Drache und die heilige Madonna.
  3. Die Madonna hütet den Drachen und verhindert durch Läuten der Glocken, dass der Drache um Mitternacht an die Erdoberfläche steigt und Leute verschlingt.
  4. Eine Frau, die alles Vertrauen ins Leben verloren hat und “am Ende” ist, nicht mehr singen kann, nutzt ihre Chance und steigt in die Höhle hinunter.
  5. Sie hilft der erschöpften Maria beim Läuten der Glocken bzw. singt, um den Drachen im Zaum zu halten.
  6. Der Drache verwickelt seinen Schwanz in die Glockenseile und kann sich fortan selber mit Geläut beruhigen.
  7. Die Madonna geht mit der Frau mit und hilft ihr im Leben.
  8. Die Frau mag wieder singen.

Bemerkenswert ist, dass hier nicht der Drache die Jungfrau hütet, sondern die Jungfrau den Drachen (3, 5). Es handelt sich eben nicht um eine gewöhnliche Jungfrau, sondern um die Madonna, die spirituelle Tochter der Gaia. Oder wie ich es kürzlich gehört habe: die durch Christuskraft transformierte Gaia.

Die Frau findet in der Höhle (4) meiner Meinung nach also nicht nur ihre Urkraft, den Drachen, sondern zugleich ihren durch die Madonna symbolisierten göttlichen Kern. Kein Wunder, dass sie nach diesem Abenteuer, welches sie vor dem Selbstmord oder der Depression gerettet hat, wieder singen mag (8). Sie hat den Zugang zu ihrem wahren Selbst und zu ihrer Stärke gefunden, was ihr im Leben hilft (7).

Höhlen sind der Schoss von Mutter Erde. Dorthin ziehen sich Drachen zurück, die an der Erdoberfläche verdrängt werden (2). Wir Menschen oben nehmen sie als Bedrohung war und fühlen uns als Opfer. Sicherheitshalber muss der Drache deshalb in der Höhle bleiben (6).

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13. April 2009 at 07:55 Comments (0)

Die heilige Martha und der Seedrache Tarasque

Jan Vermeer: Jesus bei Martha und Maria von MagdalaMartha war die Schwester von Lazarus und Maria Magdalena, in deren Haus Jesus häufig zu Gast war. Wir kennen aus den Evangelien zwei Szenen:

  • Die eine, als Martha sich daran stiess, dass sie die ganzen Vorbereitungen für das Gastmahl allein machen musste, während ihre Schwester Maria  Jesus zu Füssen sass und ihn (im wahrsten Sinne des Wortes) anhimmelte. (Gemälde von Jan Vermeer)
  • Die zweite Szene ist die Auferweckung des Bruders Lazarus, drei Tage nach dessen Tod, wo Martha Jesus davor warnte, das Grab zu öffnen, weil Lazarus’ Leiche doch schon ziemlich verjäst sei.

In beiden Szenen erfährt Martha, dass sie ihre starke Verankerung im Praktischen und Physischen durch die höher einzuschätzende Spiritualität ergänzen solle.

Von Martha berichten die Evangelien nichts mehr weiter, dafür erzählt man sich eine schöne Legende mit der Bezwingung eines Drachens, in welcher ihr Sinn fürs Anpacken von Arbeit zum Tragen kommt:

(Mehr Drachenmärchen an meinem nächsten Erzählabend)

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12. April 2009 at 20:28 Comment (1)

Die Natur-Menhire auf dem Behlen

Menhire des SteinkreislabyrinthsDie Wanderung zu den natürlichen Menhiren habe ich »hier» kurz beschrieben.

Der Behlen liegt im Süden des mächtigen Blauen (Hochblauen). Vielleicht leitet sich sein Name vom keltischen Licht- und Sonnengott Belenos ab. Weshalb wurden wir gerade am Palmsonntag auf den Behlen geführt?

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6. April 2009 at 23:16 Comments (0)

Konsumismus

Vorbemerkung: Der folgende Artikel zum Thema Konsumismus ist nicht eine sinngetreue Zusammenfassung des nachstehend referenzierten Artikels, noch nimmt er Bezug auf die entsprechende Primärliteratur, noch entspricht er der Meinung des referenzierten Autors. Vielmehr habe ich meine eigenen Assoziationen zu Aspekten des Wissensmanagements bei der Lektüre des Artikels aufgeführt.

Referenz: Hochstrasser, F. (2009) „Konsumismus in der Schule?”, vpod bildungspolitik Heft 158, S. 34-39.
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2. April 2009 at 12:01 Comments (0)