Archiv für den Monat: Januar 2010

Der Märchenkreis ohne Namen

Es ist einmal …

Seit vielen Jahren treffen sich Märchenerzählerinnen und Märchenerzähler aus der ganzen Nordwestschweiz 3 bis 4 mal jährlich um auszutauschen.

Sie erzählen sich ihre neusten Entdeckungen im Märchenschatz der Menschheit. Sie erzählen von ihren Erfahrungen an eigenen Veranstaltungen und tauschen Tipps aus. Sie phantasieren oder planen konkret neue Märchenveranstaltungen in der Region. Weiterlesen

Chanukka

Reproduktion der Menora des 2. TempelsDas Chanukka-Fest ist ein Fest des Lichts und wurde erstmals am 25. Dezember 164 aCn gefeiert.

Antiochus Epiphanes, der damalige Herrscher im Seleukidenreich, einem der Nachfolgestaaten des Alexanderreichs, hatte im 2. Jhdt aCn mit seinen Truppen den jüdischen Staat besetzt und den zweiten Tempel in Jerusalem zerstört. Dieser historische Kontext erklärt, weshalb die Besetzer in den jüdischen Geschichts-und Legendentradition oft als “die Griechen” bezeichnet werden, obwohl der Begriff “Syrer”oder allenfalls “hellenisierte Syrer” zutreffender wäre. Allerdings dürfte der freigeistige Hellenismus von religiösen Juden wirklich auch spirituell als Bedrohung empfunden worden sein, nicht zuletzt weil auch viele Juden sich gut im Hellenismus assimilierten.

Judas der MakkabäerDie Aufständischen unter der Führung von Judas Makkabäus besiegten das zahlenmässig weit überlegende Heer der Seleukiden und eroberten den Tempelberg zurück. Eine Darstellung der Ereignisse findet sich im 1. Buch der Makkabäer im 4. Kapitel, Vers 36ff.. Allerdings weist der biblischen Text die folgende Legende noch nicht auf:



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Der Traum des Prinzen

Illustration zu DER PRINZ UND DER BETTELKNABE von Mark Twain (1835-1910)


Ein Märchen aus Griechenland.



Märchentyp ATU 725.
Beitrag zum Thema Träume in Märchen >>.
Märchen gefunden in: von Hahn, J.G., 1918, “Griechische und Albanesische Märchen”, Verlag Georg Müller


Es war einmal ein König, der hatte drei Kinder, und eines Abends sprach er zu ihnen: „Hört, heute nacht wollen wir aufmerken auf das, was wir im Traume sehen.“

Am anderen Morgen fragte er zuerst den Ältesten: „Was hast du geträumt?“ und dieser erwiderte: „Mir träumte, dass ich die Tochter des und des Königs zur Frau nehmen würde.“ Und der zweite Sohn gab dieselbe Antwort. Darauf fragte der König den Jüngsten, was denn er geträumt habe. Der aber antwortete: „Ich sage es nicht, denn ich fürchte, dass du mich hinrichten lässt, wenn du es erfährst.

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