Schlagwort-Archiv: Adoleszenz

Betrachtung zu Hans mein Igel

IgelHans mein Igel, Brüder Grimm, KHM 108 (ATU 441)

Ausgangslag: Wieder einmal die Thematik „Bekommen kein Kind“:

  • Sie sind nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte.
  • Es ist keine Weiterentwicklung möglich.

Nicht nur Königspaare, auch Bauern sind davon betroffen. Bauern werden Träger von etwas, das sich zum Höchsten entwickelt, auch wenn sie etwas mehr „Bodenhaftung“ haben.

Wenn nicht die Einheit (das Paar) genügend Kraft hat, beginnt das Negative in Form von Polaritäten, Trennungen zu wirken:

  • Mangelsituationen, z.B. kein Kind bekommen.
  • Halb Mensch (unten) – halb Igel (oben).
  • Mangel an Zuwendung.
  • usw.

Hans mein Igel ist (wird)  ver-wünscht im Sinne von „falsch wünschen“ ohne bewusste böse Absicht, also nicht böswillig verzaubert. Weiterlesen

Rapunzel-Botanik

Rapunzel: Märchentyp ATU 310, Grimm KHM 12

Der neue Rapunzel-Film aus den Walt Disney-Studios hat mich motiviert, meine alten Notizen zum Märchen „Rapunzel“ hervorzunehmen. Zum Beispiel die Notizen zur Botanik, die mich persönlich an die Zeit erinnern, da ich als junger Naturwissenschafter noch „eine Ahnung von Botanik“ hatte.

Welche Pflanze(n) stecken hinter der Bezeichung „Rapunzel“?

Meine allgemeine Betrachtung zum Märchen „Rapunzel“ >>

Briefmarkenserie aus der ehemaligen DDR:
Briefmarken Rapunzel

Weiterlesen

Rusalka – Die Meerjungfrau

Film von Anna Melikian (Russland)

Verleih: Trigon-Film

Unbedingt sehenswerter Film.

Die Reklame zielt auf das „Märchenhafte“ und „Magische“ des Films ab. Aber eigentlich ist es ein Film über ein Mädchen auf ihrem schwierigen Weg zur jungen Erwachsenen in einer Erwachsenenwelt, deren knallharte Realität geradezu surrealistische Züge trägt — wenn wir nicht wüssten, dass ja nichts irriger ist als die Realität.

Abgewertet und kaum unterstützt von ihrer Umgebung, reagiert sie zuerst mit konsequentem Mutismus (psychogenem Schweigen) und nimmt dabei die Einschulung in eine Behindertenschule in kauf. Auch ihre aggressiven, zerstörerischen Gedanken gegenüber ihrer trostlosen Umgebung sind für ein Kind in ihrer Situation keineswegs anormal.

Gleichzeitig entdeckt sie aber die Kraft des Wünschens und die Möglichkeit, eine bessere Zukunft im Traum zu visualisieren. Weiterlesen