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Erzähler ohne Grenzen

Märchen ermutigen, trösten und heilen Wunden.

Das Wunder begann in den Ländern des ehemaligen Jugoslawien und hat sich jetzt bis Palästina ausgebreitet. Erzählerinnen und Erzähler überwinden Grenzen, die Angst, traumatische Erfahrungen und Nicht-verzeihen-dürfen geschaffen haben. Sie helfen Entwurzelten und Fremden in der eigenen Heimat das Wesentliche ihrer und der gemeinsamen Kultur wiederzuentdecken. Ein wichtiges Ziel ist es, vor Ort Erzählerinnen und Erzähler zu ermuntern und auszubilden, Erzählen als Friedensarbeit auszuüben.

Ein Projekt so „logisch“ und so „phantastisch“ wie nur ein Märchen sein kann, das uns eine neue Sicht auf das gibt, was wir als Realität zu sehen meinen.

Mehr Informationen auf der Website http://www.erzaehler-ohne-grenzen.de/index.html.
Dort auch die authentische Information ! 
Und die Möglichkeiten der Unterstützung.
Der obige Text ist bitte nur meine Wahrnehmung des Projekts.Natur in Bosnien-Herzegowina

Ich bin als Teil einer Gruppe im Herbst in Bosnien und will mich vorher noch mehr schlau machen über das Projekt, ob es vielleicht einen Kontakt vor Ort gibt.

 

Friedensfeste

2 Veranstaltungen, auf die ich gerne hinweise, sogar wenn sie zum selben Zeitpunkt wie ein Märchenerzählabend stattfinden, an welchem ich mitwirke.

Freitag, 7. November 2008, 19.30, Zürich, Kirche St. Jakob (beim Stauffacher). (Flyer)
Friedens- und Lichtfest mit Barbara Swetina (Singen und Tanzen) (www.sacredsongs.net), François Monnet (Lichtbaum), sowie Jacek und Alicia Halas
www.celebrationactivists.org

Donnerstag, 18. Dezember 2008, 19.00, Wetzikon, Zentrum „Drei Linden“
Friedensfest mit Singen und Tanzen, mit Manuel Oertli (Musik) und Rahel Bibermann (sacred dances)
www.canario.ch

und zur Erinnerung (sicher auch eine friedliche Veranstaltung):
Freitag, 7. November 2008, Gelterkinden, 19.45, Gemeindebibliothek (Nähe Bahnhof)
Märchen vom Wasser (Flyer)
Erzählabend mit Magdalena Gisin, Regula Itin, Susanne Limacher und Urs Volkart

Was ist Neve Shalom – Wahat al-Salam ?

»» Web-Site von NSWAS.

In erster Linie ein Dorf, in welchem jüdische und arabische Israeli gleichberechtigt miteinander leben. Die Mission von NSWAS ist in diesem Sinne ein Modell für das Leben in Palästina zu zeigen.

Die tragische Geschichte beider Volksgruppen, gekennzeichnet von Verfolgung, Vertreibung und Unterdrückung, lastet als schwere Hypothek, die nur durch gegenseitige Achtung, Vergebung und Liebe abgebaut werden kann. Jeder religiöse oder nationalistische Feiertag birgt Konfliktpotenzial, nicht zu reden von kriegerischen Auseinandersetzungen. Versammlungen der Bewohner/innen, in welchen die Konflikte ausdiskutiert werden, verhindern erfolgreich das Auseinanderbrechen. Eine strikte 50:50-Quotenregelung soll wenigstens äusserlich verhindern, das die einen die anderen dominieren. Von der ursprünglichen Idee, auch Menschen anderer Religionen oder Volkszugehörigkeit mitwirken zu lassen, kamen die Gründer/innen von NSWAS bald ab, um das Vorhaben nicht noch weiter zu komplizieren. 

 

Eine tragende Säule von NSWAS ist das zweisprachige, binationale Schulsystem das mittlerweile von der Kinderkrippe bis in die Sekundastufe 1 reicht. In die Schule von NSWAS kommen auch Kinder aus den umliegenden Dörfern, denen das Apartheitssystem der israelischen Staatsschule zuwider ist. Hebräisch und Arabisch sind gleichberechtigte Unterrichtssprachen, Kultur und Tradition beider Volksgruppen werden gleichrangig gepflegt. Die Schule von NSWAS ist, obwohl vom Staat lange nicht akzeptiert und eher sabotiert, eine Erfolgsgeschichte. Auch wenn die Absolventen der Schule in NSWAS später staatliche Gymnasien usw. besuchen, ihre Erfahrungen bestimmen ihr von Achtung und Toleranz geprägtes Verhalten dann auch in den weitestgehend getrennten Staatsschulen. 

 

Eine weitere erfolgreiche „Schule“ ist die sogenannte Friedensschule, in welcher Jugendliche und Erwachsene in Workshops und Begegnungstrainings lernen sich gegenseitig zu achten und Vertrauen aufzubauen. 45’000 junge Menschen haben in den letzten 25 Jahren an längeren oder kürzeren Veranstaltungen der Friedensschule teilgenommen und nehmen ihre Erfahrungen in ihren Alltag zurück. Siehe zum Beispiel den Beitrag über Naomi Mark !

 

Humanitäre Aktivitäten, Workshops für Frauen, sowie Gäste-und Volontären-Programme usw. gehören ebenfalls zum Leben und Angebot von NSWAS.