Schlagwort-Archiv: Lohn

Leidenschaftslohn statt Leistungslohn

Meike Winnemuth, Kolumnistin und Redaktionsmitglied der Süddeutschen Zeitung stellt anhand ihres eigenen Beispiels die Frage: Warum gehen Sie noch arbeiten ? So gelesen im Magazin 42/2010 der Süddeutschen Zeitung („Sie spinnen, Herr Jauch!“).

Warum ist es ein gesellschaftlicher Konsens, dass man arbeitet, weil man muss, und nicht, weil man will ? Wieso sind sich alle einig, dass es nur ums Geld geht – ein Interesse, dass Meike duchaus teilt. Aber ist Arbeit zwei Jahrhunderte nach der industriellen Revolution immer noch nichts als elende Knechterei ? Unter Stöhnen erlitten, um dann drei, vier Wochen im Jahr faulenzen zu dürfen. Wozu soll man täglich 8 oder eher 10 Stunden für etwas opfern, das man nur widerwillig tut ? Weiterlesen

Der Lohn des Märchenerzählers

Wovon lebt der Märchenerzähler ?

Die Volks- und Publikumsmeinung ist eindeutig: Von der Freude am Erzählen!

Und die Motivation jedes/r Märchenerzählenden entspringt sicher der Freude am Erzählen.

Aber von der Freude am Erzählen allein kann man nicht leben. Es bräuchte dann schon ein sehr tiefes Vertrauen in den eigenen schicksalshaften Märchen-Lebensweg, dass einem im richtigen Moment Hilfe, auch finanzielle, zukommt. Weiterlesen

Hans im Glück 4

Fortsetzung von „Hans im Glück 3“ und Abschluss dieser Artikelserie .

Der Hedomat

Eine interessante, auch klar aus der Optik der Jahrtausendwende formulierte Deutung ist diejenige Rolf Wunderers: Hans im Glück als Prototyp eines Hedomaten. Weiterlesen

Hans im Glück 1

Ein verwirrendes Märchen ?

Verwirrend wohl auch, weil ich selbst da auch gewisse Persönlichkeitsmerkmale von mir wiederfinde, ….. ,  denn Frustabbau finde ich gesund !

Sehr angeregt hat mich vor einiger Zeit ein Weiterbildungskurs mit Rolf Wunderer, dem emeritierten „HR-Guru“ der Hochschule St. Gallen (Schweiz), in dessen Verlauf eine interessante Deutung des Märchens diskutiert wurde.

Begegnet ist mir unter anderem kürzlich ein (älterer) Blog von Christa Schwemlein, der meine Gedanken in Bewegung setzte.

Was gibt es für Interpretationsspuren ?

Schwankmärchen über einen Markttrottel

Möglich, ein Schwankmärchen, das sich über einen „Markttrottel“ lustig macht, also einen Marktteilnehmer, der beliebig übers Ohr gehauen werden kann und nichts als Verlustgeschäfte macht. In Unkenntnis des Marktwertes seines jeweiligen Beseitzes macht sich Hans zur Lachnummer.

Diese Rezeption des Märchens durch die Zuhörenden ist nicht abwegig und war vielleicht als Nebeneffekt beabsichtigt. Aber sie schränkt den Gehalt des Märchens schon auf sehr Oberflächliches ein. Etwa so wie wenn sich z.B. der Gehalt von „Rotkäppchen“ in der Ermahnung und Handlungsanweisung von Primarschülern für ihren Schulweg erschöpfen würde.

Fortsetzung folgt