Referenz: Klumpp, B. (2008), Wissensmanagement 2008/05, 40-41, “Individuelles Know-how global nutzen”

Wenn ein/e MA ausfällt, geht Wissen auf verschiedenen Ebenen verloren:

  • Sachwissen
  • Erfahrungen
  • Beziehungen
  • Arbeitsprozesswissen (vom Autor als Multiprojektwissen bezeichnet)
  • Streuwissen

Arbeitsprozesswissen: Wissen um die unzähligen kleinen und mittelgrossen Aufgaben und Arbeitsabläufe, die um die Kapazität der/des MA konkurrieren. Wissen wie man das alles nebeneinander hinbekommt.

Dabei stehen nicht einmal die äusserlichen Wissens-Haltepunkte wie Dokumente, Dateien, Notizen im Vordergrund, sondern das Wissen um

  • Welche Projekte laufen gerade ?
  • Welche Teilschritte sind bei welchem Projekt gerade
    • vorgesehen
    • abgemacht
    • schon fertig
    • eben erst begonnen ?
  • Was muss jetzt als nächstes getan werden ?

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Das Eichhörnchen sammelt, vergräbt und vergisst ....

Das Eichhörnchen sammelt, vergräbt und vergisst ....

  • beinhalten Intervalltraining, d.h. Kurstage in Abständen mit Verarbeitungsaufträgen.
  • sind Umsetzungs-orientiert, d.h. unterstützen das Lösen einer realen Aufgabe.
  • bieten Nachbetreuung, z.B. in Form von Chaträumen oder betreuten Foren.

Die linke Hälfte des Modells von Probst & al. 1999 kann tel quel übernommen werden als Modell einer strategiebasierten Weiterbidung von Mitarbeitenden (einschliesslich der Entscheidung, Wissen extern einzukaufen durch Rekrutierung von Experten oder Bertung durch Experten).

Im folgenden eine Zwischenbilanz meiner Gedankengänge nach diverser Lektüre und Gesprächen ohne weitere Quellenangaben:

Wissen

Wissenstreppe nach North (2002)

Wissenstreppe nach North (2002, Wissensorientierte Unternehmensführung)

  • Aus der Sicht des einfachen Wissensmanagements sind vor allem die beiden Begriffe Information und Wissen im Zentrum, d.h. wie kann die Entstehung von Wissen aus Informationen unterstützt und wie kann Wissen ausgetauscht, und effektiv als Information gespeichert werden.
  • Die HR-Sicht zielt auf die Kompetenz der einzelnen Mitarbeitenden.
  • Die Strategie-Sicht ist die Blickrichtung des oberen Pfeils, d.h. was brauchen wir, um wettbewerbsfähig zu werden oder bleiben.

Wissensmanagement auf Ebene Organisation

Es wird nicht einfacher …., auch wenn “Einfacher werden” ein wichtiges Management-Prinzip ist.

Deshalb wird die Kommunikation und Koordination in einem dezentral organisierten und auf Selbstverantwortung aufgebauten Unternehmen immer wichtiger. Wir könnten “Kommunikation und Koordination” in “Wissen aufbauen und im Unternehmen teilen” übersetzen.

Für die Geschäftsleitung ergeben sich daraus u.a. die folgenden Aufgaben (strategisch, operativ):

  • Definieren der wichtigen Kompetenzen für das Erreichen der Unternehmensziele im Rahmen der Vision.
  • Schaffen einer Kultur, in welcher alle Mitarbeitenden das Aufbauen und Teilen von Wissen (Best Practices, kollegiale Beratung usw.) als ihren persönlichen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens sehen.
  • Schaffen einer Kultur, in welcher flache Hierarchien, organisierte Projektteams, aber auch aus Interesse sich bildende Arbeitsgemeinschaften (wie z.B. Lehrpersonen in einer Fachgruppe oder Lehrpersonen mit Interesse am Thema “Heterogenität”) in einem Klima des Vertrauens arbeiten können.
  • Zur Verfügung stellen von intuitiv und jederzeit nutzbaren Werkzeugen für den Informationsaustausch, um den Aufbau und das Teilen von Wissen zu unterstützen. Dazu gehören neben den ICT (Social Software; Motto: jederzeit und dezentral) auch “physische Begegnungsgefässe” (zur gegenseitigen Motivation und Senkung der “Missverständnisquote”).
  • Verknüpfen der Wissensmanagement-Aktivitäten mit der Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden.
  • Fördern des Lernens aus Nonkonformitäten (Fehlern, Kundenreklamationen usw.) durch Aufbau von entsprechenden Wissensbasen (“Nicht immer dieselben Fehler machen”).
  • Förderen des persönlichen Wissensmanagements aller Mitarbeitenden, insbesondere der “Wissensarbeiter”, die in einer Bildungsinstitution die Mehrheit und Träger der Kernprozesse bilden.
  • Definieren des Überwachungsprozesses für die Aktualität der Einträge in den “Wissensdatenbanken” (z.B. in Wikis und Blogs). 
  • Definieren des Datenschutzes und des “Wissensrisiken-Managements”.
  • Falls nicht bereits durch andere Leitbilder abgedeckt: Wissensleitbild formulieren und operativ umsetzen.
  • Sichern, Weiterentwickeln und Teilen des Wissens über zentrale Geschäftsprozesse wie Strategieentwicklung, Marketing und Kundenbeziehungen, die häufig in der Geschäftsleitung konzentriert sind.

Persönliches Wissensmanagement

Im Prinzip geht es darum, wie die Wissensarbeitende ihren Wissensaufbau und das Teilen ihres Wissens organisieren. Die entsprechende Fachliteratur läuft in der Regel in den Kategorien über bessere Organisation der eigenen Arbeit, Lernen u.ä.

Referenz: Schütt, O. (2008), Wissensmanagement 2008/04, 10-12, “Die Vor- und Nachteile von Wikis in Unternehmen”

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Nach Ansicht des WM-Spezialisten Martin Roell (Blog June 25, 2004) gibt es auf der Ebene einer Organisation gar kein “Wissensmanagement” sondern höchstens ein “Informationsmanagement”. Read the rest of this entry »