Es besteht ein allen Leistungsermöglichern (Kunden) zugänglicher Blog, auf welchem Kunden Ideen äussern können. Andere Kunden können diese Ideen kommentieren, ergänzen. So entsteht eine Verdichtung der Kundenwünsche für das Unternehmen.

An derselben Stelle könnte auch eine Kundenumfrage platziert werden.

Referenz: Stocker, A., Wutte, A. & Tochtermann, K. (2008), Wissensmanagement 2008/06, 10-12, “Die Zukunft des Web 2.0 ?”

Von Nutzer(inn)en generierter Inhalt anstelle der, oder ergänzend zu den Inhalten institutioneller Content-Produzierender.

Fleissige Produzierende sind oft frustriert, weil sie auf den verschiedenen Plattformen dieselben Inhalte, Links usw. separat hochladen müssen („social networking fatigue”). Deshalb wird eine bisher praktisch nicht vorhandene Vernetzung der Plattformen notwendig.

Probleme einer solchen Vernetzung sind

  • Datenschutz („der gläserne User”)
  • Datenzuverlässigkeit (Multiplikation von Fehlern)
  • Datenhoheit (Wem gehören die Daten ursprünglich ? Wer darf sie verändern ?)
  • Synchronisation
  • Schnittstellen

Es gibt einige bottom-up-Bemühungen dazu. Top-down-Ansätze bestehen erst als Theorien: Es soll eine Art Meta-Web (semantic web) geschaffen werden, das alle frei verfügbaren Informationen extrahiert und aufbereitet, so dass die vielen Informationen mit etwas maschinengenerierter Struktur und Bedeutung angereichert werden können.

Referenz: Sessler, H (2008), Wissensmanagement 2008/06, 48-49, “Weiterbildung – mehr als nur ein Kostenfaktor”

Gefühl des Managements (inkl. Personal und Finanzen), dass Weiterbildung ineffektiv ist.

Mögliche Ursache: mangelhafte Analyse des strategischen und des individuellen Qualifizierungsbedarfs (und auch des strategischen Qualifizierungsbedarfs, meine Anmerkung): „Entscheidend ist die Frage, welche Kompetenzen die Mitarbeitenden benötigen, um einen optimalen Beitrag zur Erreichung der Unternehmensziele zu leisten.

Aufgabe der Personalleitung nach Ansicht des Autors: Herleiten der Kompetenzen aus den Unternehmenszielen. Ich sehe das eher als Aufgabe eines Personal-nahen Managements, z.B. der Bereichsleiter/innen in der Geschäftsleitung, unter Einbezug des/der Personalleiter/in.

Beim Ist-Soll-Abgleich der Kompetenzen innerhalb eines Teams können sich für die einzelnen Mitarbeitenden völlig verschiedene Weiterbildungsziele ergeben, obwohl sie alle dieselben Teamziele unterstützen.

Die folgenden Ausführungen des Autors über das weitere Vorgehen scheinen mir trivial zu sein, sind es aber offenbar nach Erfahrungen des Autors in vielen Unternehmungen keineswegs:

  • Festlegen der individuellen Weiterbildungsziele und der Weiterbildungsmassnahmen im Gespräch zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitenden.
  • Gespräch ist Ressourcen- nicht Defizit-orientiert.
  • Selbsteinschätzung der Mitarbeitenden im Bezug auf die eigenen Aufgaben und Teamziele kommt zuerst.

Controlling der Weiterbildung:

  • Überprüfen des Fortschritts,
  • Erreichen der Weiterbildungsziele,
  • Return of Investment (das ist wohl eher Wunschdenken des Autors).
  • beinhalten Intervalltraining, d.h. Kurstage in Abständen mit Verarbeitungsaufträgen.
  • sind Umsetzungs-orientiert, d.h. unterstützen das Lösen einer realen Aufgabe.
  • bieten Nachbetreuung, z.B. in Form von Chaträumen oder betreuten Foren.

Fragestellungen der gleichnamigen Konferenz vom 26./27. 09.2008 in Bad Wörishofen Obergammenried, Referenz: http://www.consulting4quality.de/konferenz.htm

  • Wie kann ein Unternehmen von dem individuellen Wissen seiner Mitarbeiter profitieren ?
  • Was können Sie tun, damit in Projekten entstandenes Knowhow langfristig erhalten bleibt ?
  • Wissen entsteht durch Lernen – Lernen geschieht auch durch Fehler – Können wir uns deshalb über Fehler freuen ?
  • Wie macht man aus frustrierten Projekt-Teams lernende Projekte, die Ihr Wissen und Ihre Erfahrungen teilen ?
  • Wie kann man Mitarbeiter motivieren Ihr individuelles Wissen einzubringen ?
  • Wie weckt man bei Mitarbeitern die Freude am Lernen ?

Referenz: Deckert, C. & Heinrich, K.-H. (2008), Wissensmanagement 2008/06, 44-46: “Vitaler Wissensaustausch”

Wissensaustausch lebt durch die Menschen, nicht durch die IT.

Zentral ist eine wissensbejahende und fehlertolerante Unternehmenskultur.

Nutzbringende Wissensmanagement-Anwendungen:

  • Beschreibung erfolgreicher Lösungsstrategien (Best Practice) → Standards.
  • Expertenwissen wird auf mehr Mitarbeitende verteilt → Wissensverlust bei Austritt verringert.
  • Kombination von Wissen (bzw. Informationen).

Wissensaustausch ist Job Enrichment, d.h. führt zu interessanterer und selbstverantwortlicher Arbeit.

Wissen ist die einzige Ressource, die sich beim Gebrauch vermehrt.

Methodischer Ansatz: Wissensgemeinschaften schaffen.
Das sind über einen längeren Zeitraum bestehende Personengruppen, die Interesse an einem gemeinsamen Thema haben, Wissen aufbauen und teilen wollen. Die Teilnahme an Wissensgemeinschaften ist freiwillig. Wissensgemeinschaften sind bereichsübergreifend und geben sich ihre Struktur selber (z.B. Wahl des/der Moderator/in).
Ressourcen: Zeit (möglichst feste Termine), Räumlichkeiten, IT-Ressourcen, ev. Budget.

Solche Wissensgemeinschaften können auch firmenübergreifend sein, besonders wenn sie sich an einem Standort befinden (Chemie-Pharma-Park, Multi-Firmen-Werke).

Literatur dazu: Probst, G. & al. (2001), io new management 2001/10, 37-43.