Scitable by Nature

Nature Education, eine Abteilung des Verlags der führenden wissenschaftlichen Zeitschrift NATURE, ist daran ein E-Learning-Portal aufzubauen, das auch Elemente von Social Software enthält: SCITABLE.

Das Portal richtet sich an Studienanfänger, ist aber meines Erachtens auch für Gymnasiasten oder Berufslernende in naturwissenschaftlich orientierten Berufen geeignet.

Im Moment gibt es, inhaltlich gesehen, erst eine „Genetik“-Abteilung.

Das Portal umfasst die folgenden drei Hauptelemente:

  • Lesen: Niveaugerechte Zusammenfassungen des aktuellen Wissensstands, z.T. mit Verweisen auf die Originalliteratur.
  • Vernetzen: Ein Gruppenbildungs-Werkzeug mit Chat und Forum, mit welchem Schulklassen, Projektgruppen usw. abgebildet werden können. Facebook-artige Funktionalitäten kommen der Lebenswelt der Lernenden näher.
  • Beitragen: User können eigene Beiträge (Medien aller Art) hochladen und zur Verfügung stellen.   Auch hierzu gehören Gruppengründung usw. User können sich auch als „Experten“ (Mentoren) für Fragen anderer User zur Vefügung stellen.

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Wissenssuche

Bei der Suche nach wissensaufbauender Information im Internet kommt man nicht an den sogenannten Suchmaschinen vorbei, mit „Google“ als Leader und „bing“ als Newcomer..

Die bisherigen Suchmaschinen (einschliesslich Google) haben den Nachteil, dass sie die Suchwörter als reine Zeichenkombinationen betrachten, ohne deren Bedeutung zu berücksichtigen. Logischerweise liefern sie also auch keine Antworten auf die Fragen der Suchenden, sondern nur eine Auswahl von Webseiten, auf denen die Zeichenkombination des Suchwortes irgendwie vorkommt.

burro“ liefert mir also beispielsweise alle spanischen und lateinamerikanischen Seiten zum Thema „Esel“ (und ausserdem zu den Themen mit der übertragenen Bedeutung wie „Sägebock“ oder „Bettwärmergestell“). Dann liefert mir „burro“ alle italienischen Seiten zum Thema „Butter“. Ausserdem gibt es zahlreiche Personen mit dem Vor- oder Nachnamen „Burro“ sowie Gasthäuser, andere Institutionen usw.

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Wissenstransfer in der Berufsbildung

Die Berufsbildung (berufliche Grundausbildung) in der Schweiz beruht auf dem Prinzip der 3 Lernorte:

  • Der Lehrbetrieb, mit welchem die Berufslernenden auch ein Vertragsverhältnis eingehen (Lehrvertrag).
  • Die Ausbildungszentren für überbetriebliche Kurse (üK-Zentren).
  • Die Berufsfachschule.

Obwohl der Gesetzgeber vorschreibt, dass die 3 Lernorte eng zusammenarbeiten müssen, wird der Wissenstransfer zwischen den Lernorten weitgehend den Berufslernenden überlassen.

Untersuchungen (z.B. von der Arbeitsgruppe um Prof. Margrit Stamm, Uni Fribourg) belegen, dass besonders erfolgreiche Berufslernende gerade diesen Wissenstransfer effektiv leisten können. Umgekehrt sind schwache Lernende auch in dieser Hinsicht im Nachteil, weil sie diesen Wissenstransfer nicht schaffen. Und der Wissenstransfer von der praktischen Arbeit in die Theorie könnte schwache Lernende, die sich oft mit der Theorie schwer tun, sehr unterstützen.

Der Wissenstransfer ist also eine ganz zentrale Möglichkeit, die Ressourcen von Berufslernenden auszuschöpfen und sie zu Erfolgen in ihrer Ausbildung zu begleiten.

Eine Lernplattform wählen

Annabell Lorenz beschreibt in einem beinahe romanhaft spannenden Artikel (Lorenz, A. (2009),Call me tender“; in: Dittler & al. 2009, S.291-307) die Umstellung der zentralen E-Learning-Systems an der Universität Wien.

Die Uni Wien (rund 72’000 Studierende und 6’200 Lehrende) wählte 2004 bei der Umsetzung des betreffenden Strategieprojekts das LMS WebCT. Eine ganze Reihe von Gründen, vor allem die fehlende Transparenz des Systems verbunden mit dem mangelhaften Support durch die Hersteller nach der Fusion mit Blackboard, dem Marktführer in den englischsprachigen Ländern, bewogen die Universitätsleitung zum keineswegs risikoarmen Schritt des Wechsels der zentralen Lernplattform.

Bereits 2007 hatte sich Moodle als Parallelsystem einzunisten begonnen – nicht zuletzt, weil man Blackboard nicht mehr traute. Durch die mehrjährige Erfahrung wussten nun die LMS-Projektverantwortlichen, was sie wollten – und was sie nicht wollten.   Weiterlesen

Medienkompetenzen

Im Wissenskreislauf, insbesondere aber für die Beschaffung, Bewertung und Weitergasbe von Wissen sind Medienkompetenzen unabdingbar.

Aktuell ist das Medienkompetenzmodell von Schorb
(Schorb, Bernd (2005), „Medienkompetenz“; in: Hüther, J. & Schorb, B. (Hrsg.), Grundbegriffe Medienpädagogik, Verlag kopaed, S. 257-262).

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C3B4ME

???

Formel für den Umgang mit Lernenden, die Hilfe fordern.
Anwendbar vor allem in (grossen) Schulklassen.
Aber grundsätzlich ein Tipp für alle überlasteten Supporter.

C3B4ME = See three before me

(If you got a problem and have a question: See and ask three classmates/colleagues before you call me).

Fundstelle: In einer hübschen Präsentation von Rachel Boyd (Neuseeland) zum Thema „ICT und Social Software“, wo sie praktische Tipps aus ihrem beruflichen Alltag mit den „neuen Medien“ gibt. Seht selbst:

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LMS – LEHRplattform oder LERNplattform ?

Ein LMS ist vom Wort eindeutig her eine Lernplattform. Aber eigentlich handelt es sich meistens um eine Zurverfügungstellung von Materialien für die Lernenden, bestenfalls  didaktisch sorgsam arrangiert. Wir haben also eine Plattform der Lehrenden, nicht der Lernenden. Dieser Mangel ist zwar bekannt, aber wiederspiegelt wohl auch die vorherrschende Form des Unterrichts.

Der Web 2.0-Hype mit dem Produser als Akteur hat nun die Hoffnung geschürt, dass Lehrplattformen sich wirklich in Richtung Lernplattformen bewegen könnten.

Gedankenanstoss: Kerres, M., Ojstersek, N., Preussler, A. und Stratmann, J. (2009), „E-Larning-Umgebung in der Hochschule: Lehrplattformen und persönliche Lernumgebungen“; in: Dittler & al. 2009, S. 101-115.

Ähnlich wie Michael Feldstein fordern die Autoren, dass die Lernenden ein Lernportal antreffen sollten, das ihnen

  • im Sinne des traditionellen LMS Materialien zur Verfügung stellt, seien das proprietäre, extern gehostete oder irgendwo im Internet befindliche.
  • Anleitung zur Strukturierung der Lernprozesse gibt und passende Methoden anbietet.
  • Lernmaterialien aus dem Web dynamisch anbietet (Feeds, XML-Content).
  • auf demselben Weg Lernmaterialien dynamisch ins PLE exportiert (z.B. auf’s Handy u. dgl.).
  • soziale Prozesse und Kommunikationsmittel unterstützt.
  • Überprüfungsmethoden des Lernfortschritts bietet.
  • Lernprozesse nachvollziehbar und transparent dokumentiert (E-Portfolio).

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Das Paradoxon der Didaktik und Pädagogik

Eigentlich ist es das Paradoxon der Entwicklung des Menschen an sich, wie es sich in der Erziehung und im „Lernmanagement“ ständig zeigt.

Gedankenstütze: Kleimann, Bernd (2009), „Technologiedefizite technologiebasierter Lehre ?„, in: Dittler & al. 2009, S.71-89.

Worin besteht das Paradoxon ?     Weiterlesen

Reformieren oder Transformieren ?

Wissensmanagement impliziert, wie bereits mehrfach hergeleitet (z.B. hier und hier), eine bestimmte Kultur in der Institution. Veränderungen im Wissensmanagement erfordern folglich Change-Prozesse, welche die ganze Institution erfassen.

Wissensmanagement-Change-Prozesse sind nicht nur Reformprozesse, welche die Strukturen beibehalten oder optimieren. Das ist die primäre Aufgabe des Qualitätsmanagements. Die Veränderungen müssen tiefer gehen. Der Begriff „Transformation“ passt eher.

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