Demokratisierung des Wissens

Im Prinzip beinhaltet die „Web 2.0“-Idee die Demokratisierung des Wissens.

  • Es ist nicht nur jedem Menschen mit Internet-Anschluss zugänglich (das ist vorerst noch eine Minderheit der Menschheit aber in unseren Breitengraden wohl bereits eine Mehrheit),
  • sondern jeder Mensch kann auch einen Beitrag zu einer wissensfördernden Informationsplattform liefern.

Wenn dabei die Umwandlung von implizitem Wissen in explizites Wissen, sprich handhabbare Information gelingt, wird Wissen zum Gemeingut.

Geradezu ein philosophisches Schaudern packt mich beim Gedanken, dass die Community gewissermassen auch darüber abstimmt, was wahr ist und was nicht. Die alte Naturwissenschafter-Theorie besagt, dass eine Hypothese oder ein Theoriekonstrukt solange als richtig gilt, bis sie jemand falsifiziert. Im Prinzip läuft das im Web 2.0 genauso.

Wir sind alle Experten.

Die Demokratisierung des Wissens als Allgemeingut scheint eigentlich dem Phänomen der zunehmenden Spezialisierung zu Super-Experten zu wider zu laufen. Im Prinzip wird klar, dass nur das gemeinsame Aufbauen und Teilen von Wissen uns genügend „expert“ macht, um die komplexen realen Probleme anpacken zu können. Die schmählich beiseite geräumte Interdisziplinarität, eine Forderung der 70er-Jahre, kommt unter geänderten Vorzeichen zu einer Renaissence.

Ein Gedanke zu „Demokratisierung des Wissens

  1. Pingback: Schwarmintelligenz 850 (2009) | knowledge management at ap

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