Kurz gezwitschert

Quellen:

Die Internet-Marketing-Firma Nielsen Online, welche den Verkehr im Internet untersuchte, hat festgestellt, dass weniger als 40% der User länger als einen Monat dabei bleiben. Bevor einige Berühmtheiten wie Barack Obama, Oprah Winfrey oder Shaqui O’Neall zu zwitschern begannen, waren es gar weniger als 30%.  Andere Applikationen wie Facebook oder MySpace können 70% der User dauerhaft binden (wenn es denn so etwas wie „dauerhaft“ im Web gibt).

Twitter gehört zu den bekanntesten Applikationen des Social Web und ist führend in der Kategorie der Micro-Blogging-Tools. Aus meiner Optik kombiniert Twitter die Vorteile von SMS (kurz und schnell) mit denen von Blog-Feeds (Information durch Pull-Prinzip) und sozialen Netzwerken (Gruppen-Bildung).

David Martin (Nielsen Online) meint, dass die Zuwachsraten von Twitter bald sinken könnten, weil diese durch die grosse Zahl der Aussteiger gedrückt werden.

Immerhin beweisen mehrere Unternehmen, dass Twitter durchaus im Projektsteuerungs- und Konferenzbereich erfolgreich und produktiv eingesetzt werden kann.

Auch Tweets, die Hinweise und Mikro-Rezensionen von neuen Artikeln, Büchern usw. geben, können in speziellen Fällen eine grosse Hilfe bei der täglichen Arbeit sein.

Jeff Bertolucci gibt einige Hinweise, woher die Twitter-Müdigkeit beim allgemeinen Publikum kommen könnte:

  • Einerseits trägt der Twitter-Ticker zum Informationsüberflutung bei (Wer will schon nur eine Tweetquelle verfolgen), statt sie zu kanalisieren und ordnen.
  • Anderseits wird man der zumeist belanglosen und narzisstischen Tweets rasch überdrüssig (Auch wenn es beim ersten mal noch spannend scheint zu erfahren, dass der Filmregisseur Kevin Smith am letzten Wochenende Sex mit seiner Frau hatte).
  • Wenn es so etwas wie „Zuviel (mit)teilen“ gibt: Twitter ist das Medium dafür.
  • Die Möglichkeiten anderer Social Software werden von den Usern eben auch gerne genutzt.


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