Rollen von Lehrpersonen

Unter dem Gesichtswinkel der Nutzung von social software für den Unterricht diskutieren Siemens & Tittenberger (2009) in ihrem LTC-Handbuch im Kapitel “New Learners? New Educators? New Skills?” auf für mich unkonventionelle Art die von Lehrpersonen gestaltete Lernumgebung und präsentieren dazu die folgenden vier Modelle:

Atelier-Meister
Der „Meister“ überblickt die Aktivitäten der Lernenden und hilft ihnen weiter. Da die Lernenden in einem Raum arbeiten, profitieren sie auch gegenseitig voneinander.
Ich stelle mir hier z.B. ein Wiki vor.

Netzwerk-Administrator
Die Lerhperson lehrt „ihre“ Lernenden ein Netzwerk von Informationsquellen und Experten aufzubauen. Mit Hilfe dieses Netzwerkes bauen die Lernenden ihr Wissen auf.

Concierge
Die Lehrperson leitet die Lernenden zu den relevanten Lernräumen und Informationsquellen. Als guter Concierge weiss die Lehrperson, was ein- und ausgeht und wo im Haus versteckte Schatzkammern liegen.

Kurator
Die Lehrperson organisiert das Lernen so, dass der Frust beim Erkunden unbekannter Territorien ohne Landkarte minimiert wird. Die Lehrperson verhält sich nicht als Lehrende sondern als eine erfahrene Lernende, die hilfreiche Spuren legt, welche die Lernenden nutzen können, aber nur wenn sie wollen.

Kommentar:
In allen Modellen hat die Lehrperson eine sehr aktive Rolle als Führerin und Richtunggeberin und muss natürlich den Lernenden auch die Möglichkeit bieten zu überprüfen, ob sie auf dem richtigen Weg sind. Von passivem Zuschauen kann nicht die Rede sein. Wer mit solchen Unterrichtssettings schon gearbeitet hat, weiss das es sogar ausserordentlich anstrengend werden kann. Und der gute alte Frontalunterricht im Vergleich dazu ein Sonntagsspaziergang ist.

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