Geduld beim Zuhören

Beim Wissensaufbau durch Wissenaustausch ist meiner Meinung nach das Gespräch zwischen Menschen die effektivste Form, weil so viel weniger auf die Informationsebene abstrahiert und dann wieder interpretiert werden muss. Auch das, was bei einer Text-Information zwischen den Zeilen steht, kann so explizit ‚rübergebracht werden.

Wissensarbeiter/innen müssen gute Zuhörer/innen sein. Setzen wir die genial-banale 3-Sekunden-Regel ein, die ich von einem Blog-Artikel von Sigrid Hauer wiedergebe (Zitat, leicht gekürzt):

  • Stell eine Frage und lass dann Deinem/Deiner Gesprächspartner/in mindestens 3 Sekunden Zeit zu antworten.
  • Höre Dir die Antwort komplett an. Wenn Dein/e Gesprächspartner/in mit dem Sprechen aufhört, gib ihm/ihr und Dir 3 Sekunden Nach-Denk-Zeit.
    Meist ist Dein/e Gesprächspartner/in noch nicht fertig und sagt erst jetzt das Relevante. Gib immer wieder Nach-Denk-Zeit, bis Dein/e Gesprächspartner/in auch nach 3 Sekunden nichts mehr sagt.
  • Dann sprich weiter oder stell Deine nächste Frage.

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Das Gespräch als Methode des Wissensmanagements

Referenz: Eppler, M.J. & Mengis, J.. (2007), „Wissensdialoge“, p. 53-67.
in: Belliger, A. & Krieger, D. (2007) „Wissensmanagement für KMU“, vdf Zürich.

Die Autoren plädieren für das Gespräch als zentrale Methode des Wissensmanagements.

Aufgrund einer Literaturananlyse heben sie die Bedeutung von Gesprächen in den folgenden 4 Management-Aufgabenbereichen hervor:

  • Wissensmanagement:
    Explizieren von Wissen interaktiv; gemeinschaftlicher Aufbau von Wissen.
  • Lernen in der Organisation:
    Gemeinsames Nachdenken und kooperatives Entdecken.
    Beziehungsaspekte und implizite Denkstrukturen oder Glaubenssätze werden transparent.
  • Change:
    Kreative Konstruktion der neuen Realität statt blosser Information.
  • Strategie:
    Qualität der Entscheidungsvorbereitung.

Typische Schwierigkeiten
bei Gesprächen als Methode des WM
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