Tod des Geheimtipps

In Neon 2009/07 beklagt die Redaktion in einem Nachruf den Tod des Geheimtipps.

Wir alle kennen auf unseren Reisedestinationen irgendwo einen Geheimtipp, ein unscheinbare Beiz, ein Goldgruben-Shop, ein garantiert leerer Strand usw. Wir verrieten diese Geheimtipps allenfalls mündlich unseren besten Freunden.

Seit Anbruch der Handy-Zeit waren die Geheimtipps gefährdet, weil man im nu alle seine Freunde dort zusammenrufen konnte.

Jetzt aber, wo Blogs und Twitter aus allen Ecken der Welt über Mobile Internet überall abgerufen werden, gibt es keine Geheimnisse mehr.

Traurig legen wir uns an den Strand, den wir ohne Handy nie gefunden hätten.

Leben und lernen mit den neuen Medien

Leben und lernen mit den neuen Medien

Ito, Mizuko (2008), Zusammenfassung seines Buchs „Living and Learning with new Media“, welches die Ergebnisse einer grösseren Studie (Zusammenarbeit von 28 Wissenschafter/innen) über die „Digitale Jugend“ enthält.

Jugendliche nutzen selbstverständlich die „social network“-Webapplikationen, You Tube und andere „Medien teilen“-Webseiten, Online-Spiele und all die Zusatz-Gadgets von neuen Mobil-Telephonen. Die Generation der besorgten Lehrpersonen und Eltern fragt sich, was das denn anderes sei als Zeitvertreib oder gar Zeitverschwendung.

Jugendliche finden diese Applikationen einfach wichtig. Sie ermöglichen ihnen, sich mit sozialen Normen auseinander zu setzen, Interessen zu finden und zu verfolgen, „technische“ Fertigkeiten zu entwickeln und mit verschiedenen Formen des Sich-ausdrückens zu experimentieren. Partizipation ist das Zauberwort.

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Personal Learning Environments in der Schule

Fachtagung der PH Zentralschweiz
am 13. März 2009 in Goldau

Zitat aus der Ankündigung:

Ein Computer für jedes Schulkind? Persönliche Software für selbstgesteuertes Lernen? Was zunächst utopisch klingt, ist zumindest technisch und finanziell bald kein Problem mehr und privat oft schon Realität: Immer mehr Kinder und Jugendliche besitzen eigene Mobiltelefone und Computer und tummeln sich regelmässig auf dem Internet in sozialen Netzwerken. Die private Infrastruktur ist zunehmend mobil und könnte auch in der Schule genutzt werden. Teilweise stellen Schulen Lernenden auch persönliche Geräte und Software zur Verfügung. Wie lassen sich diese Möglichkeiten didaktisch sinnvoll nutzen? Welche neuen Herausforderungen kommen auf die Schule zu?

Weitere Informationen und Anmeldeformular auf der Website der PHZ.

C. U. in Goldau

Ärgernis Handy im Unterricht

Referenz: Hundertpfund, A. (2008) „Handy im Unterricht: Nur ein Ärgernis?“
Folio 08/05, S. 28-31

Der Autor plädiert für einen unverkrampften Umgang mit dem, was so allgemein als Handy bezeichnet wird (und in meiner Optik die Grenze zum mobilen Computer-Multi Media-Kommunikationssystem längst überschritten hat).

Ausser Zweifel steht:

  • Handys können den Unterricht stören.
  • mit Handys kann während Prüfungen geschummelt werden.

Damit ist die Schule schon wieder in der Defensive (vgl. Vortrag von Thomas Merz-Abt).

Das Plädoyer für den offensiven Umgang mit dem Handy fokussiert auf die folgenden Einsatzmöglichkeiten:    Weiterlesen