Zukunftstrends im Internet

Einige für mich interessanten Ergebnisse einer Expertenbefragung des Pew Internet & American Life Project.
Quelle: Rainie, Lee & Janna Anderson, Janna, 2008: The Future of the Internet 3:

  • Die befragten Experten glauben, dass das Internet und seine Funktionalität laufend verbessert werden. Eine völlige Neukonzeption („from scratch“) wird nicht erwartet.
  • Im Bezug auf die Auswirkungen auf die Gesellschaft sind sie sehr geteilter Meinung, z.B. bezüglich gesellschaftlicher Toleranz, menschlicher Beziehungen oder überhaupt für „ein besseres Leben“.
  • Der Internetzugang wird immer mobiler, das Handy wird zu einem Standard-Internet-Tool.
  • Touch-Screen und Voice-Recognition werden wichtig.
  • Einzelpersonen und Unternehmen werden transparenter („gläserner“), mit den bekannten positiven und negativen Auswirkungen.
  • Die Widersprüche im Bezug auf copyright und freier Zirkulation von content werden nicht gelöst.
  • Freizeit und Arbeitszeit werden durch die Mobilität der Geräte noch weiter vermischt.
  • Physische und virtuelle Realitäten überschneiden sich immer mehr.

Leben und lernen mit den neuen Medien

Leben und lernen mit den neuen Medien

Ito, Mizuko (2008), Zusammenfassung seines Buchs „Living and Learning with new Media“, welches die Ergebnisse einer grösseren Studie (Zusammenarbeit von 28 Wissenschafter/innen) über die „Digitale Jugend“ enthält.

Jugendliche nutzen selbstverständlich die „social network“-Webapplikationen, You Tube und andere „Medien teilen“-Webseiten, Online-Spiele und all die Zusatz-Gadgets von neuen Mobil-Telephonen. Die Generation der besorgten Lehrpersonen und Eltern fragt sich, was das denn anderes sei als Zeitvertreib oder gar Zeitverschwendung.

Jugendliche finden diese Applikationen einfach wichtig. Sie ermöglichen ihnen, sich mit sozialen Normen auseinander zu setzen, Interessen zu finden und zu verfolgen, „technische“ Fertigkeiten zu entwickeln und mit verschiedenen Formen des Sich-ausdrückens zu experimentieren. Partizipation ist das Zauberwort.

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Ärgernis Handy im Unterricht

Referenz: Hundertpfund, A. (2008) „Handy im Unterricht: Nur ein Ärgernis?“
Folio 08/05, S. 28-31

Der Autor plädiert für einen unverkrampften Umgang mit dem, was so allgemein als Handy bezeichnet wird (und in meiner Optik die Grenze zum mobilen Computer-Multi Media-Kommunikationssystem längst überschritten hat).

Ausser Zweifel steht:

  • Handys können den Unterricht stören.
  • mit Handys kann während Prüfungen geschummelt werden.

Damit ist die Schule schon wieder in der Defensive (vgl. Vortrag von Thomas Merz-Abt).

Das Plädoyer für den offensiven Umgang mit dem Handy fokussiert auf die folgenden Einsatzmöglichkeiten:    Weiterlesen