Alan Kay’s Vision 1972 von PLEs für Lernende

1972 publizierte Alan Kay, damals Mitarbeiter im Xerox Palo Alto Research Center, einen Artikel „A Personal Computer for Children of All Ages“ in den „Proceedings of the ACM National Conference“, August 1972.

Kopie dieses Artikels (in historischer Lese-Qualität) hier »».

Ein aktuelles Interview (2008) mit Alan Kay hier »».

Schon die Einleitung macht klar, mit welcher Haltung Alan Kay an die Probleme herangeht, indem er (sinngemäss) sagt: „Wir hoffen immer, dass Technologie unserer Probleme löst. Aber das funktioniert eigentlich nie, u.a. weil die Menschen nicht einbezogen werden.“

Bezogen auf das Lernen fordert Kay, dass wir primär berücksichtigen müssen, dass Lernen ein aktiver und mit viel Aktivität verbundener Prozess ist. Es braucht deshalb eine Technologie, die dem Bedürfnis nach Aktivität (wir würden im Bezug auf Medien heute „Interaktivität“ sagen) entgegenkommt und diese Art von Lernen unterstützt. Lernmaschinen, die lediglich auf Drill ausgerichtet sind, lehnt Kay ab (und das in einer Zeit der Hochblüte von Skinner & Co.!).

Nett an Alan Kay’s Artikel waren unter anderem ein erdachte Story mit zwei Neunjährigen, welche im Park ausgerüstet mit „Dynabook“s lernen, und eine detaillierte Beschreibung des „Dynabook“s samt Hand-Zeichnungen. Heute würden man beim Dynabook von einem Notebook oder Tablet-PC sprechen.  Weiterlesen

Notebooks als Personal Learning Environments – Ergebnisse eines Modellversuchs

Vortrag von Dr. Heike Schaumburg (Humboldt Universität Berlin) Video

an der Fachtagung „Personal Learning Environments in der Schule“ der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz in Arth-Goldau am 13. März 2009
(Notizen des Teilnehmers Urs zum Vortrag)

Projekt 1000mal1000 Notebooks (heisst heute mobiles lernen-21) in Niedersachsen.
Evaluationsstudie:

Wichtige Bedingungen für den Einsatz von Notebooks als PLE:

  • individuell
  • dezentral nutzbar
  • Zusammenstellung von Web 2.0-Tools
  • stehen auch ausserhalb des Unterrichts zur Verfügung

PLE-Notebooks müssen den Lernenden gehören, zumindest für die gesamte Ausbildungsperiode,
müssen frei konfigurierbar sein und frei für die private Nutzung auch ausserhalb des Schultags.

Projekt 1000mal1000 in Pilotschulen und -klassen der Sekundarstufen I und II:
Eltern müssen Notebooks (damals 2002 für 1000 €) kaufen; Die Schule muss Netz-Infrastruktur und Support z.Vfg. Stellen, auch die Peripheriegeräte.

Formuliert war auch ein pädagogischer Anspruch:

  • neue Lernkultur: problemorientiert, selbstgesteuert, kooperativ
  • Vermittlung von Medienkompetenz
  • Überwindung der „digital divide“

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