Reformieren oder Transformieren ?

Wissensmanagement impliziert, wie bereits mehrfach hergeleitet (z.B. hier und hier), eine bestimmte Kultur in der Institution. Veränderungen im Wissensmanagement erfordern folglich Change-Prozesse, welche die ganze Institution erfassen.

Wissensmanagement-Change-Prozesse sind nicht nur Reformprozesse, welche die Strukturen beibehalten oder optimieren. Das ist die primäre Aufgabe des Qualitätsmanagements. Die Veränderungen müssen tiefer gehen. Der Begriff „Transformation“ passt eher.

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Qualität in der Berufsbildung

Notizen von einem Vortrag von W. Bircher, Rektor der Pädagogischen Hochschule Zürich, anlässlich einer SAETO-Veranstaltung am 16.09.08 ( » SAETO an der PHZH):

Durch ein normales QMS gut entwickelbar sind Organisation, Infrastruktur, Dienstleistungen.

Weniger gut kontrollierbar sind Wissensfaktoren wie Kompetenzen des Lehrpersonals und Lern-Kompetenzen der Lernenden. Auf diese Faktoren bauen aber die Studienprogramme implizit auf.

Vollends einem normalen QMS entzieht sich die Kultur.   Weiterlesen

Erfolg eines Unternehmens

Gedanken nach einem Vortrag von J. Thomann von der consys ag im September 2008

Das klassische Kriterium für den Erfolg eines Unternehmens ist aus der Sicht des Qualitätsmanagements die Kundenzufriedenheit. Deshalb hat z.B. in der Norm ISO 9001 das Erfüllen der Kundenanforderungen und der Umgang mit allfälligen Nonkonformitäten einen zentralen Stellenwert.

Heute und in Zukunft sind nicht nur die Kundenzufriedenheit, sondern der gesamte „Stakeholder Value“ entscheidend. Die Kundenzufriedenheit bezieht sich nicht nur auf die Produktqualität sondern auch auf Faktoren wie „Time to Market“ (Produktentwicklungszeit) oder einen gut kommunizierten KVP (kontinuierlicher Verbesserungs- und Entwicklungsprozess).

Für die beiden letztgenannten Faktoren genügt die klassische Prozessqualität nicht mehr; gefragt ist die Qualität der Wissens, bzw. dessen Nutzung im Unternehmen.