Lernplattformen

Ich habe eine Tabelle mit Lernplattformen eröffnet.

Jederfrau und jedermann sind eingeladen, die Tabelle zu ergänzen und zu korrigieren.

Bedingung: E-Mail-Adresse angeben. Im Zweifelsfall schlägt mein Zensurhammer zu.

Falls beim Anclicken des Links zuerst die Google-Begrüssungsseite mit einer Aufforderung zum Einloggen erscheint, einfach noch einmal den Link anclicken. Für das Lesen und Bearbeiten der Tabelle sind weder ein Einloggen noch ein Google-Konto erforderlich.

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E-Learning Standards für Schulleitungen

ISTEISTE (International Society for Technology in Education) publiziert Standards für die Nutzung von Technologien in Bildungsin-stitutionen, primär für die Verwendung in den USA.

Unter anderem auch für Schulleitungen. Ich fasse diese im Folgenden zusammen. Es handelt sich aber nicht um eine wörtliche Übersetzung. Im Zweifelsfalle ist das englische Original das einzig Gültige!

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Florida Virtual School

Als Scott McLeod, J.D., Ph.D., Professor an der Iowa State University und Koordinator des Educational Administration Program, zu einem Interview mit der Geschäftsführerin Julie Young der Florida Virtual School (FLVS)  ging, wurde er nicht im Direktionsbüro und nicht im Sitzungszimmer, auch nicht im virtuellen Raum erwartet, sondern in einem Hotelzimmer, in welchem ein Kommen und Gehen war (Mitarbeiter von Julie Young ? andere Interviewer ? Lehrpersonen ? Lernende ?).

Florida Virtual School ist seit 1997 eine öffentliche High School (also bis 12. Schuljahr), komplett auf virtueller Basis
(immerhin die Menschen sind echt: Lernende, wie auch die Ersteller/innen von Lernmaterialien und die Leute von der Schulleitung/Administration). Für Bürger/innen des Staates Florida ist die Nutzung des Lernangebots gratis, Auswärtige müssen zahlen. Mittlerweile gibt es auch ein Angebot für die Mittelstufe (bis 8. Schuljahr). Die zertifizierten Abschlüsse sind natürlich anerkannt.

Die meisten Lernenden belegen nur einzelne Fächer, die sie z.B. aus irgendwelchen Gründen „verpasst“ haben und so nachholen können. Andere Lernende sind aus diversen Gründen auf „Zuhause lernen“ angewiesen. Einige (natürlich positive) Schülerkommentare >>hier.

Lerneinheiten werden mit Vorliebe in Multimediapakete verpackt, die wie Videogames funktionieren. Die FLVS nennt z.B. ihren Geschichts-Lehrgang  „Conspiracy Code„. Andere Lernmaterialien gibt es natürlich auch noch. Unterdessen ist die Lizenzierung von Software und Lerneinheiten zu einem Zusatzerwerb der Schule geworden.

Die meisten Schul-Webseiten zeigen irgendwie das Schulgebäude, von Aussen oder von Innen. Das kann die FLVS nicht bieten. Der Einstieg auf der Webseite ist bildmässig eher unattraktiv. Eine (leider beliebte) tödliche Flash-Animation habe ich aber auch nicht vermisst. Immerhin und eigentlich logisch für eine Schule werden einige begeisterte Lernende gezeigt.

IBM-Schulplattform.ch

Ich war heute an einer Veranstaltung, an welcher die schulplattform.ch, „gehostet“ und „promotet“ von IBM, vorgestellt wurde. Vor einger Zeit hatte ich schon im Internet einen Blick darauf geworfen.

Einen Überblick über diese Web-basierte Unterrichtsplattform gibt deren Homepage.

Was kann es für eine Motivation geben, eine neue Unterrichtsplattform aufzubauen? Dahinter steckt ein Bedürfnis von Schulen, deren Ziel nicht das Durchnehmen von Stoff, nicht das Abhaken von Lernzielen und nicht das Abhalten von Lektionen ist, sondern das Erreichen von Kompetenzen durch die Lernenden. Diese Schulplattform geht nicht von Schulstrukturen und nicht von Stundenplänen aus, sondern einzig und allein von Kompetenzrastern. Die Lernenden erhalten für den Erwerb der Kompetenzen die Lernjobs zugewiesen. Lehrende und Lernende wissen zu jedem Zeitpunkt, wie weit der/die Lernende effektiv ist. Diese Unterrichtsplattfrom ist also in erster Linie ein Learning management system (LMS). Speziell ist sicher auch, dass die Plattform ganz auf die Kommunikation zwischen den am Unterricht Beteiligten ausgerichtet ist.

Eine gewisse Hürde stellen aus meiner Sicht die impliziten Anforderungen an die Schulkultur dar:

  • Der Unterricht orientiert sich am erfolgreichen Erwerb von Kompetenzen, nicht am Durchnehmen von Stoff.
  • Die Lernenden übernehmen grosse Verantwortung für ihren Lernfortschritt und sind gegenüber sich und den Lehrenden ehrlich.
  • Die Lehrenden beurteilen die Lernenden transparent gegenüber den Lernenden, den Kolleginnen und Kollegen, Erziehungsberechtigten oder anderen eingebundenen Kreisen. Sie können mit Kritik umgehen.
  • Mit andern Worten: Voraussetzung sind mündige Lernende und Lehrende, sind Schulleitungen, welche den Lernenden und Lehrenden das zutrauen (Empowerment).

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Rollen von Lehrpersonen

Unter dem Gesichtswinkel der Nutzung von social software für den Unterricht diskutieren Siemens & Tittenberger (2009) in ihrem LTC-Handbuch im Kapitel “New Learners? New Educators? New Skills?” auf für mich unkonventionelle Art die von Lehrpersonen gestaltete Lernumgebung und präsentieren dazu die folgenden vier Modelle:

Atelier-Meister
Der „Meister“ überblickt die Aktivitäten der Lernenden und hilft ihnen weiter. Da die Lernenden in einem Raum arbeiten, profitieren sie auch gegenseitig voneinander.
Ich stelle mir hier z.B. ein Wiki vor.

Netzwerk-Administrator
Die Lerhperson lehrt „ihre“ Lernenden ein Netzwerk von Informationsquellen und Experten aufzubauen. Mit Hilfe dieses Netzwerkes bauen die Lernenden ihr Wissen auf.

Concierge
Die Lehrperson leitet die Lernenden zu den relevanten Lernräumen und Informationsquellen. Als guter Concierge weiss die Lehrperson, was ein- und ausgeht und wo im Haus versteckte Schatzkammern liegen.

Kurator
Die Lehrperson organisiert das Lernen so, dass der Frust beim Erkunden unbekannter Territorien ohne Landkarte minimiert wird. Die Lehrperson verhält sich nicht als Lehrende sondern als eine erfahrene Lernende, die hilfreiche Spuren legt, welche die Lernenden nutzen können, aber nur wenn sie wollen.

Kommentar:
In allen Modellen hat die Lehrperson eine sehr aktive Rolle als Führerin und Richtunggeberin und muss natürlich den Lernenden auch die Möglichkeit bieten zu überprüfen, ob sie auf dem richtigen Weg sind. Von passivem Zuschauen kann nicht die Rede sein. Wer mit solchen Unterrichtssettings schon gearbeitet hat, weiss das es sogar ausserordentlich anstrengend werden kann. Und der gute alte Frontalunterricht im Vergleich dazu ein Sonntagsspaziergang ist.

schulplattform.ch

WSP — Unter diesem Namen bietet sich eine Web-basierte, von IBM gesponserte Lernplattform an, die wie der Name sagt, sich nicht nur als Lern- sondern auch als umfassende Schulplattform versteht. Mehr Info >>hier

Auf den ersten Blick positiv aufgefallen:

  • Das Lernmanagementsystem geht von Kompetenzrastern aus. Um diese Kompetenzraster herum wird die ganze Lernumgebung einschliesslich der Leistungsstandkontrolle aufgebaut. Ein interessanter Ansatz, der meiner Auffassung von Bildung und Ausbildung wesentlich näher kommt als der sonst übliche Klassen-orientierte Aufbau.
  • Wichtige administrative Belange wie Absenzenkontrolle und Agenda sind in den Desktop der Lehrpersonen eingebaut.
  • Ein umfassendes Monitoring der Lernforschritte und des Leistungsstandes der Lernenden verbindet alle beteiligten Lehrpersonen.
  • Lern-Module werden mit einem DMS bewirtschaftet, das sogar eine explizite Freigabe verlangt.

Auf den ersten Blick negativ aufgefallen:

  • Schule wird als abgeschottetes, durchorganisiertes System verstanden, das bezüglich Interaktivität sehr konservativ funktioniert.
  • „Social Web“-Module sind nicht erkennbar. Insbesondere haben die Lernenden nur eine passive Rolle. Kommunikation nur über Einweg-Medien.
  • Der Personalisierung der Arbeitsumgebung scheinen enge Grenzen gesetzt.
  • Ein Bekenntnis zur offenen Entwicklung der Plattform ist nicht erkennbar (auch nicht semi-open source).

Informationsvormittag am 18. Juni 2009 im IBM-Zentrum Zürich-Altstetten.

Von dieser Veranstaltung erhoffe ich mir insbesondere mehr Information zu den Möglichkeiten der Einbindung bestehender Applikationen, Freiheit in der Verwendung von Dateiformaten und zeitgemässen Mashup-Möglichkeiten.


Qualitative Veränderungen im Lern-Web

Tabelle entstanden nach einem Vortrag
von M.Höllen, 2007
Projektleiter IT works
Original-Weblink habe ich leider verloren.
Siehe: Schulen ans Netz.
traditionell in Entwicklung
Lern-Plattform im Web. Lern-Portal als Zugang zum Web
(Mash-Ups).
Content-Inseln. Content-Communities.
Lern-Angebote zur Nutzung. Lern-Angebote zur Mitwirkung.
Spezielle Tools mit viel
Schulungsaufwand.
Einbindung gewohnter Tools
in Arbeitsumgebung.
Immer wieder neue Tools. Bestehende Tools werden
aufgewertet (Einbindung).
Feedback als Ausnahme. verschiedene Feedback-Formen
als Regelfall.
Vorgegebene Arbeitsumgebung. Persönlich konfigurierbare
Arbeitsumgebung.
Communities (Klassen,
Kurse) werden gebildet.
Communities bilden sich. 
Zusammenarbeit unter
Usern eingeschränkt.
Verschiedene Tools für
Zusammenarbeit.
Aufbau nach administrativen Organisationseinheiten (Klassen usw.). Aufbau nach Inhalt
und Interessen (Zielen).
Lernstoff-Listen. E-Portfolios (Kompetenzen).
Manuelle Link-Listen. Social Bookmarking.
Websiten (be)suchen,
statisch verlinken.
Feeds (RSS).
Metadaten fehlend oder unflexibel
(Schlagworte).
Metadaten mit eigenen Tags und social tagging erweiterbar.
Medien lokal. Medien teilen (sharing).
Dateiformat-Barrieren. Anwender-Software im Web;
Dateiconverter im Web.
Physische Präsenz. Mobilität.


PLE – Was hat das mit Lernen zu tun ?

Referat von Rolf Schulmeister, Uni Hamburg mit dem Titel „PLE zwischen Alltäglichem und Besonderem: Was konstituiert eigentlich eine LERNumgebung?“, gehalten an der Fachtagung “Personal Learning Environments in der Schule” der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz in Arth-Goldau am 13. März 2009.

Schulmeister hält einleitend fest, dass eine Lernumgebung auch eine Geschichte und eine Umwelt enthält, die gar nicht so einfach abbildbar ist. Wie sinnvoll ist folglich eine Konzentration auf das was wir heute gerade vor der Nase haben? Eine PLE hatten und haben wir (schon) immer, denn Lernen ist immer ein persönlicher Prozess.

Damit Lernen stattfindet müssen ICT-PLE’s (im Sinne der Tagung) auch gewährleisten oder zumindest nicht erschweren, dass

  • der Kontext des Lerngegenstandes und
  • die Werte-Umgebung sichtbar werden;
  • eine Lernabsicht
  • und Reflexion gefordert werden.

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Konsumismus

Was soll dieses Thema auf einem Wissensmanagment-Blog ?

Vorbemerkung: Der folgende Artikel zum Thema Konsumismus ist nicht eine sinngetreue Zusammenfassung des nachstehend referenzierten Artikels, noch nimmt er Bezug auf die entsprechende Primärliteratur, noch entspricht er der Meinung des referenzierten Autors. Vielmehr habe ich meine eigenen Assoziationen zu Aspekten des Wissensmanagements bei der Lektüre des Artikels aufgeführt.

Referenz: Hochstrasser, F. (2009) „Konsumismus in der Schule?“, vpod bildungspolitik Heft 158, S. 34-39.
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Tablet PCs at Zurich International School

Workshop mit 2 Vertretern der Zurich International School:
„Embed, Enhance, Shift. Putting the Pieces Together: 1 to 1, Integration, NETS, UbD, Smart Classrooms, 2.0, eLearning“
an der Fachtagung über „personal learning environments“, PHZ Arth-Goldau, 13. März 2009

Notizen und Eindrücke von der interessanten Präsentation, festgehalten von Urs:

Ab August bekommen alle Lernenden ab der 6.Klasse einen Schulcompi:

  • 6.-8. Klasse: ein Netbook, persönlich, in der Schule verbleibend;
  • ab 9. Klasse ein Tablet-PC von Lenovo (TC), zum Heimnehmen.

Strategie: Lernende und Lehrende produzieren.
Statt Substitution der Mittel (Smartboard statt Proki und TC statt Papier) wird eine Transformation des Unterrichts angestrebt.

Schulausrüstung:
Alle Schulzimmer mit Smartboards,
W-LAN alle sind mit dem Lehrer-TC und so auch mit dem Smartboard verknüpft.

Es gibt keinen Informatik-Unterricht mehr (Allfällige Kenntnisse werden aus Lernprogrammen aus dem Internet erworben).

Es gibt keine Computerräume mehr. Auch die Anzahl der Drucker konnte von 50 auf 8 reduziert werden. Die Lerndokumentation und Aufgabenkontrolle verläuft weitgehend papierlos.

TC: Verantwortung beim Besitzer auf Zeit. Keine Admin-Einshränkung, keine Filter im Internet; Kontrollen (Stichproben) sind möglich, werden aber praktisch nie angewendet. Die Lernenden sehen im unkonventionellen TC ein Lerninstrument. Als Spielmaschine verwenden sie vermutlich lieber die heimische Workstation. Technischer Support und zentrale Reparatur-Vermittlung durch zusätzliche Arbeitspensen an der Schule. Weiterlesen

Notebooks als Personal Learning Environments – Ergebnisse eines Modellversuchs

Vortrag von Dr. Heike Schaumburg (Humboldt Universität Berlin) Video

an der Fachtagung „Personal Learning Environments in der Schule“ der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz in Arth-Goldau am 13. März 2009
(Notizen des Teilnehmers Urs zum Vortrag)

Projekt 1000mal1000 Notebooks (heisst heute mobiles lernen-21) in Niedersachsen.
Evaluationsstudie:

Wichtige Bedingungen für den Einsatz von Notebooks als PLE:

  • individuell
  • dezentral nutzbar
  • Zusammenstellung von Web 2.0-Tools
  • stehen auch ausserhalb des Unterrichts zur Verfügung

PLE-Notebooks müssen den Lernenden gehören, zumindest für die gesamte Ausbildungsperiode,
müssen frei konfigurierbar sein und frei für die private Nutzung auch ausserhalb des Schultags.

Projekt 1000mal1000 in Pilotschulen und -klassen der Sekundarstufen I und II:
Eltern müssen Notebooks (damals 2002 für 1000 €) kaufen; Die Schule muss Netz-Infrastruktur und Support z.Vfg. Stellen, auch die Peripheriegeräte.

Formuliert war auch ein pädagogischer Anspruch:

  • neue Lernkultur: problemorientiert, selbstgesteuert, kooperativ
  • Vermittlung von Medienkompetenz
  • Überwindung der „digital divide“

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PLE: Von der Lehr- zur Lernplattform ?

Vortrag von Prof. Dr. Michael Kerres, Universität Duisburg Essen, Video

an der Fachtagung „Personal Learning Environments in der Schule“ der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz in Arth-Goldau am 13. März 2009.

Stichworte, Notizen des Teilnehmers Urs:

Web 2.0 kurz charakterisiert: User schaffen den Wert einer Website.

Lernplattformen“ sind aktuell als Inseln konzipiert und primär als Lehrplattformen. Lernende holen dort ihre Aufgaben ab usw., aber gelernt und gelebt, auch kommuniziert wird ausserhalb der Lehrplattform in den Web-Räumen der Lernenden.

Lernplattformen müssen offner werden und CMS-artig alles zusammenfassen (mit Feeds usw.), worin sich Lehrende und Lernende bewegen.
Bsp. Lernblog: soll der auf der offiziellen Blogsite stattfinden ? Oder jede/r Lernende darf seinen/ihren eigenen Blog haben und die Lehrperson hat von ihrer Klasse eine Feed-Liste ? („Drupal“ ist ein für Lernen gut gerüstetes CMS)

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Personal Learning Environments in der Schule

Fachtagung der PH Zentralschweiz
am 13. März 2009 in Goldau

Zitat aus der Ankündigung:

Ein Computer für jedes Schulkind? Persönliche Software für selbstgesteuertes Lernen? Was zunächst utopisch klingt, ist zumindest technisch und finanziell bald kein Problem mehr und privat oft schon Realität: Immer mehr Kinder und Jugendliche besitzen eigene Mobiltelefone und Computer und tummeln sich regelmässig auf dem Internet in sozialen Netzwerken. Die private Infrastruktur ist zunehmend mobil und könnte auch in der Schule genutzt werden. Teilweise stellen Schulen Lernenden auch persönliche Geräte und Software zur Verfügung. Wie lassen sich diese Möglichkeiten didaktisch sinnvoll nutzen? Welche neuen Herausforderungen kommen auf die Schule zu?

Weitere Informationen und Anmeldeformular auf der Website der PHZ.

C. U. in Goldau

Abschied vom E-Learning?

Referenz: Fogolin, A., Hahne, K. & Zinke, G. (2005)
Artikel mit obigen Titel auf der Website des Bundesinstituts für Berufsbildung (URN: 0035-0138-0)

Vor 3½ Jahren provozierten Angela Fogolin und ihre Kollegen die deutsche E-Learning-Gemeinde mit einem Artikel, der mit dem Ausdruck „E-Learning-Hysterie“ auf der 1. Zeile begann. Ihr Artikel wollte aber eigentlich das Potenzial von E-Learning in der Berufsbildung herausstreichen. Einige wichtige Gedanken aus diesem Pamphlet:

  • Der Bedarf besteht nach Arbeitsplatz- und Arbeitsprozess-nahen Angeboten, nicht nach neuen Informatikräumen in der Schule.
  • Lern-Infrastrukturen müssen Web-gestützt sein, damit die Vernetzung des formalen Lernens mit dem Angebot im Internet möglich wird.
  • Als Informationsquelle für technische Berufe werden die Tutorials und Anwenderberichte der Hersteller von Geräten und Zwischenprodukten hervorgehoben.
  • Daneben bleiben die strukturierten Lernplattformen für das formale Lernen natürlich wichtig.
  • Als drittes Element werden die Online-Communities erwähnt.
  • Ein Handlungsbedarf besteht insbesondere auf das Lernen (Wissensmanagement) in KMU.

Bemerkung: Heute würden die Autoren vermutlich die Online-Communities als Lernumgebung stärker hervorheben. Insbesondere lebt der Aufbau von Erfahrungswissen in Unternehmen von diesen Communities mehr als von formalem Lernen.

Ist das Moderieren von Online-Communities ein neues Geschäftsfeld für Weiterbildungs-Anbieter?