WM – mehr als nur ein Hobby

Gedanken zu einem Artikel Artikel von Sandra Escher Clauss
im „Stellefant“ vom Freitag, 18. Juli 2008, Seite 1

(Der Stellefant ist eine wöchentliche Beilage zu verschiedenen Zeitungen der Nordwestschweiz)

Wie wird man Wissensmanager ?

Zitiert wird Pavel Kraus, Präsident des Swiss Knowledge Management Forums.

„Beim Sammeln der Umfragedaten [aus internationalen Marktbefragungen, Anm. von Urs] merkte ich, dass die Informationen, die wir sammelten, in der Firma viel breiter und besser publik gemacht werden müssten.“ Kraus schlug daher vor, dass die Stelle eines Knowledge Networking Officer geschaffen werden sollte.

Aus diesem Satz geht für mich bereits hervor, dass

  1. WM eigentlich dem Bedürfnis eines Informationen- Managements entspringt. Die Bezeichnung des
  2. Knowledge Networking Officer lässt immerhin erwarten, dass es weniger um Management als um Vernetzung gehen sollte.

Vernetzt werden müssen meines Erachtens weniger das Wissen als vielmehr die Wissensarbeiter, indem

  1. eine entsprechende Kultur des Zusammenarbeit gefördert, und
  2. die dafür notwendige Infrastruktur bereitgestellt werden.

An zwei Beispielen zeigt Escher Clauss auf, dass erst die mehrjährige Erfahrung das notwendige interdiszplinäre Wissen (wohl mit einem hohen Anteil implizitem Wissen) eines Wissensmanagers generiert.

Nach-Bachelor-Studiengänge in diesem Bereich bietet erst das IKF, das Institut für Kommunikationsforschung der Hochschule Luzern an.

Das IKF formuliert in seiner Ausschreibung, die versucht, den wenig sinnvollen Begriff des Wissensmanagements zu vermeiden, und dafür die Verankerung der entsprechenden Tätigkeit im HR- und Unternehmenskultur-Bereich deutlich macht, zusätzlich ausgestattet mit (viel) Medien- und (etwas) IT-Kompetenz:

Strukturwandel zur Wissensgesellschaft. Der gesellschaftliche Strukturwandel von einer industriell geprägten zu einer Informations- und Wissensgesellschaft verändert die Arbeitsbedingungen in fast jedem Beruf. Lebenslanges Lernen, Techniken und Methoden des Informationsmanagements und Medienkompetenz sind ausschlaggebende Erfolgsfaktoren nicht nur in der Wissenschaft und in akademischen Berufen, sondern auch in der Wirtschaft, Verwaltung und anderen Bereichen der Gesellschaft.“

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