Kategorie-Archiv: Märchen erzählen

Weisses Gold in der Oberen Mühle Oltingen

Nein, in der Oberen Mühle Oltingen wird kein Gold gemahlen, auch kein Salz, das mit dem weissen Gold eigentlich gemeint ist.

Ines Henner und Thekla Michel haben eine neue Veranstaltungsreihe (oder ein neues Format wie man heute sagt) mit dem Namen “Märchenzauber” zur Belebung der Märchen-Lesebibliothek Baselland in Oltingen ersonnen und erstmals durchgeführt. Die Idee ist, zu einem Thema ein oder mehrere Märchen zu erzählen und dann darüber auszutauschen, Persönliches, Alltägliches, Tiefsinniges, Symbolisches, …… Auch eine praktische Betätigung gehört dazu.

Startveranstaltung am 25. Januar 2026. Thema “Salz” oder eben “das weisse Gold”. Wir kennen wohl alle das Märchenmotiv, wo der König seine drei Töchter fragt, wie lieb sie ihn hätten. Während die beiden älteren Töchter ihren Vater lieben wie Schmuck, schöne Kleider und andere materielle Dinge, liebt die jüngste ihren Vater wie Salz. Sie wird verstossen und davongejagt. Und irgendwann kann sie, meist unerkannt, ihrem Vater beweisen, dass Salz wertvoller ist als alles andere Materielle auf der Welt. Damit wird auch klar, dass es natürlich nicht nur ums Würzen geht, sondern Salz für sehr viele andere, immaterielle Dinge steht. So kommt Salz auch in vielen Sprichwörtern oder auch in der Bibel vor. Salz ist immer noch ein besonderer “Stoff”; wenn es auch nicht mehr sehr teuer ist, beweisen doch die immer noch bestehenden Salzmonopole (auch in der Schweiz) seine Bedeutung.

Ines Henner erzählte zu Beginn eine sehr schöne slowakische Variation zum bekannten Märchenthema “lieb wie Salz”: Salz ist wertvoller als Gold. Über eine Stunde angeregter und persönlicher Austausch liess uns fast vergessen, dass auch Kaffee und Kuchen warteten. Zum Abschluss stellten wir als Erinnerung gemeinsam ein Kräutersalz her.

Weitere Märchenzauber-Nachmittage in der Agenda der Oberen Mühle Oltingen.

Vom Tod und vom Leben

Wieder einmal ein wunderschöner Abend im Chienbergreben-Raum Gelterkinden.
Ein Publikum, das konzentriert und begeistert dabei war. Märchen und Musik stimmig. Und als Ausklang etwas Tee und Läckerli und vor allem gute Gespräche, Austausch und Plaudereien.

Erzählte Geschichten:

  • Auf der Durchreise
  • Der alte Mann, der mit dem Tod Tee trank
  • Der König, der nicht sterben wollte
  • Das letzte Fest
  • Der Steinhauer
  • Die Birkenfee
  • Ewig leben

 

Märchen-Nachmittag im eira bistro

Wir wollten etwas Neues ausprobieren und neue Märchen-Zuhörer/innen ansprechen. Susanne Schönenberg vom eira bistro Gelterkinden und ich veranstalteten einen Märchen-Nachmittag, der insbesondere ältere Menschen ansprechen sollte. Nicht allen ist es ja möglich oder angenehm, den steilen Hang hinauf zu den Chienbergreben zu kommen, und schon gar nicht wenn es dunkel ist. Und ein feines Stück Kuchen aus der eira-Küche ist natürlich auch dabei, so dass alle noch ein Stündchen Sitzen und Plaudern können.

Der Plan ging auf. Einige uns unbekannte Gesichter. Ein begeistertes Publikum, mit Freude aufgenommene Geschichten, märchenhafte Musikimprovisationen von Ingrid und ein liebevoller Service vom Bistro.

Programm (alle Musik: Ingrid Gauer, alle Geschichten: Urs Volkart):

  • Begrüssung durch Susanne Schönenberg
  • Intro Indianerflöte
  • Die Wahrheit und das Märchen
  • Ein paar Gedanken von Urs zum Thema Märchen
  • Das Eselein
  • Streichpsalter
  • Khan Boulabek
  • Indianerflöte
  • Der kleine Kolibri
  • Erdflöte
  • Die 12 Jäger
  • Outro Streichpsalter
  • Schlusswort, Kollekte, anschliessend Kaffee und Kuchen

Allerlei im neuen Jahr

Für einen professionellen Märchenerzähler und -forscher ist das wohl nichts.

Aber für mich als “Nebenamtlicher” genug, vor allem weil es nicht um Repertoire-Veranstaltungen geht, sondern immer wieder Neues kommt.

Anlässlich des 2. Seminartags der Seminarreihe “Das klinget so herrlich, das klinget so schön.” der Schweizerischen Märchengesellschaft darf ich zwei Geschichten erzählen (halb Sagen, halb Aitiologien, halb Zaubermärchen; das geht im Märchen: 3 mal halb gibt ein Ganzes 😛 ). Es geht um flötenspielende Männer bei den indigenen Völkern Nord- und Südamerikas.
Auch der Uirapurú darf mitsingen und die Siyotanka will gespielt werden:

 

Vier Wochen später unser Märchenabend im Ortsmuseum Lausen. Wir, das sind Rosmarie Flückiger, Ingrid Gauer und ich.

 

Ein Märchenprogramm in Lausen für Kinder und Familien noch vor Ostern ist in Planung.

Ein traumhafter Abend beim Spalentor Basel

Basler Erzählkreis, Treffen vom 18. Oktober 2024, 19-22 Uhr

16 engagierte Märchenwirkende trafen sich in der gastfreundlichen Buchhandlung „Ganzoni“ beim sagenumwobenen Spalentor zum Austausch über Märchen vom Träumen und der Kunst des freien Erzählens. Dazu durften wir fünf Märchen hören, vorgetragen mit den unterschiedlichen Erzählstilen. Vielen Dank an Denise, Susanne, Patricia, Rita und Michèle. Drei Erzählende wünschten auch Feedback zu ihrem Erzählen, was wir gerne taten: einerseits was uns besonders gefallen hat, und anderseits was die Erzählende mal als Entwicklungsmöglichkeit ausprobieren könnte. Die Zeit verging im Fluge, so dass alle Lust hatten, eine halbe Stunde länger dran zu bleiben. An den Treffen nehmen immer so 16-20 Märchenwirkende (ist der Begriff schon im Duden?) teil, manche regelmässig und immer kommen auch neue. Es ist eine Freude. Und das „Format“ der Treffen scheint zu stimmen. Ich freue mich schon auf das nächste Treffen im Frühling 2025.

Urs Volkart, Regionalvertreter «Basel und Umgebung» der Schweizerischen Märchengesellschaft.

Im Raum für Gestaltung (Atelier Giacomelli)

Tag der offenen Türe im Raum für Gestaltung von Karin Giacomelli

Es gab Vorträge über die Arbeit von Karin und  Musik von Alena und Karin Giacomelli.
Zwischendrin erzählte ich zwei Märchen.
Musikalische Umrahmung und Zwischenspiele von Ingrid mit Stahlzungentrommel, Indianischer Flöte und Streichpsalter.

Das chinesische Märchen vom “Zauberpinsel“, welchen der Waisenbub Ma Liang erhielt. Die Gemälde, welche er mit diesem Zauberpinsel erstellte, wurden nach der Fertigstellung lebendig bzw. materialisierten sich. Es galt also mit Bedacht den Pinsel zu gebrauchen. Wer wünschte sich nicht manchmal so einen Zauberpinsel?

Als zweites Märchen entschied ich mich für den “Vogel in des Königs Brust“. Zwar kein direkter Bezug zur Malerei, aber für mich eines der Lieblingsmärchen wegen seiner spirituellen Tiefe. Und für ein kunstaffines Publikum war es jedenfalls auch passend.

Naürlich war ich eigentlich nur das Beiprogramm. Im Vordergrund standen selbstverständlich die Ausstellung der Kunstwerke aus den verschiedenen Kursgruppen und die Informationen über die Angebote:

Im Vordergrund sieht man einige Wesen und Objekte aus gefilzter Wolle aus der Werkstatt von Leandra Giacomelli, welche Kurse im Gestalten mit Märchenwolle anbietet (https://www.raumfgestaltung.ch/gestaltenmitmaerchenwolle).

Die Angebote der Kunsttherapeutin und Kursleiterin Karin Giacomelli im Überblick (https://www.raumfgestaltung.ch/):

 

Ein Frühlingstraum von Märchen und Geschichten

Liebe Märchenerzählerinnen und Märchenerzähler, geht es euch manchmal auch so?
Veranstaltungen am selben Ort, zur selben Jahreszeit, mit demselben Adressatenkreis sind gut besucht (ausgebucht) und plötzlich, an einem Datum ist der Raum knapp halb gefüllt.

Aber eigentlich kein Problem. Ich erzähle für ganz wenige Zuhörende genauso gerne wie für ein “volles Haus”. Im Gegenteil, die Stimmung, die Aufmerksamkeit, das (unausgesprochene) Echo sind dann meist umso schöner. So war es auch am 31. März im Gemeinschaftsraum Chienbergreben.

Simone Peyer und ich erzählten Märchen und andere Geschichten unter dem Titel
Ein Traum ….“. Didier Limat begleitete uns musikalisch mit seiner Harfe, einem Nachbau einer Harfe aus romanischer Zeit. Ein Traum am Weg.

Liste der erzählten Märchen und Geschichten:

  • Seppetoni Chueschwanz (Schweiz)
  • Jorinde und Joringel (Jung-Stilling/Brüder Grimm KHM 69)
  • Der Traum des Königs/Die traumdeutende Schlange (verschiedene Quellen)
  • Der verkaufte Traum (Japan)
  • Salomos Traum (Quelle 2.Chr 1, 7-12)
  • Der Traumprinz (Portugal)
  • Das Spätzchen

Ich bin sicher, alle hatten nach diesem Abend wunderschöne Träume.

Ein Traum am Weg

Manchmal liegen Träume einfach am Weg der Märchenheldin, des Märchenhelden. Meist aber bringen die Träume die notwendige, die ersehnte Botschaft, damit es auf dem Weg überhaupt weiter geht.

Davon wollen Simone Peyer und Urs Volkart erzählen,
musikalisch begleitet von Didier Limat mit der Harfe.

Märchenabend am Freitag 31. März 2023 um 19 Uhr.

Ort: Gemeinschaftsraum Chienbergreben, Ebnetweg 34, 4460 Gelterkinden.

(Das Platzangebot ist beschränkt, Anmeldung erwünscht: urs.volkart@maerchenquelle.ch)

Nur so als Bemerkung: Märchen und Träume sprechen dieselbe Symbolsprache. Aber darum geht es an diesem Erzählabend vordergründig nicht. (Post)

Flyer: A5-Version_Flyer_23-03-31