Kategorie-Archiv: Vorbei

Vom Tod und vom Leben

Wieder einmal ein wunderschöner Abend im Chienbergreben-Raum Gelterkinden.
Ein Publikum, das konzentriert und begeistert dabei war. Märchen und Musik stimmig. Und als Ausklang etwas Tee und Läckerli und vor allem gute Gespräche, Austausch und Plaudereien.

Erzählte Geschichten:

  • Auf der Durchreise
  • Der alte Mann, der mit dem Tod Tee trank
  • Der König, der nicht sterben wollte
  • Das letzte Fest
  • Der Steinhauer
  • Die Birkenfee
  • Ewig leben

 

Märchen-Nachmittag im eira bistro

Wir wollten etwas Neues ausprobieren und neue Märchen-Zuhörer/innen ansprechen. Susanne Schönenberg vom eira bistro Gelterkinden und ich veranstalteten einen Märchen-Nachmittag, der insbesondere ältere Menschen ansprechen sollte. Nicht allen ist es ja möglich oder angenehm, den steilen Hang hinauf zu den Chienbergreben zu kommen, und schon gar nicht wenn es dunkel ist. Und ein feines Stück Kuchen aus der eira-Küche ist natürlich auch dabei, so dass alle noch ein Stündchen Sitzen und Plaudern können.

Der Plan ging auf. Einige uns unbekannte Gesichter. Ein begeistertes Publikum, mit Freude aufgenommene Geschichten, märchenhafte Musikimprovisationen von Ingrid und ein liebevoller Service vom Bistro.

Programm (alle Musik: Ingrid Gauer, alle Geschichten: Urs Volkart):

  • Begrüssung durch Susanne Schönenberg
  • Intro Indianerflöte
  • Die Wahrheit und das Märchen
  • Ein paar Gedanken von Urs zum Thema Märchen
  • Das Eselein
  • Streichpsalter
  • Khan Boulabek
  • Indianerflöte
  • Der kleine Kolibri
  • Erdflöte
  • Die 12 Jäger
  • Outro Streichpsalter
  • Schlusswort, Kollekte, anschliessend Kaffee und Kuchen

Basler Erzählkreis – Samhain, Halloween, Allerheiligen

Am 31. Oktober 2025 fand das Herbst-Treffen des Basler Erzählkreises in der Buchhandlung Ganzoni beim Spalentor Basel statt. Der Termin, der sich mehr zufällig als gewollt ergeben hatte, inspirierte das Leitungsteam zum Thema “Samhain, Halloween, Allerheiligen”.  Der Kreis, wie immer eher ein längliches Oval, füllte sich wieder zu fast 20 Märchenleuten aus der Region (den Kantonen Basel-Landschaft, Basel-Stadt, benachbarten Gebieten von Solothurn, Fricktal und Schwarzwald). Viele hatten sich auch gemeldet, eine Geschichte erzählen zu können. Der Austausch zu den Märchen war persönlich und intensiv, alle waren dankbar für die Pause mit Getränken und Knabbereien, die Raum für bilaterale Gespräche (Networking) bot.

Illustration von John D. Batten für Tamlane in More English Fairy Tales

Ich hatte die Freude, den Abend mit dem schottischen Märchen “Tam Lin” eröffnen zu dürfen. Eine längere Diskussion bot die Gelegenheit das Wesen von Elfenmärchen und den drei mit dieser Nacht verbundenen Festen zu vertiefen.

Es gibt viele Tam Lin-Erzählungen. Meine Variante ist abgeleitet von der
Tam Lin-Ballade aus der Sammlung «The English and Scottish Popular Ballads» (Ende 19. Jhdt. herausgegeben von Francis James Child).
Ich verwende anstelle des englischen Begriffs «elves» den Begriff «Feen», weil wir im deutschen uns unter Elfen meist etwas anderes vorstellen. Das Feenreich meiner Erzählung ist also das Reich der Elfen. Unsere «Feen» hingegen entstammen dagegen oft der europäischen Mythologie der Schicksalsgöttinnen, Devas u.ä.
Anstelle von «Janet» heisst die Heldin bei mir «Margreth», wie sie viel seltener auch in den Tam Lin-Geschichten genannt wird. Mit ihrem grünen Kleid und ihrer Rolle als Erlöserin eines Mannes aus der Feenwelt erinnert sie mich an die “grüne Frau” die dann als christliche Verkörperung der Landschaftsgöttin, welche mit den alten Mächten der Gegend, eben den elves, im Konflikt steht. Wenn Tam Lin im Alpenraum spielen würde, wäre sie die heilige Margareta von Antiochia (aus dem 3. Jhdt.). Diese wird in ländlichen Regionen als Hüterin einer Landschaft und deren Fruchtbarkeit überall verehrt (siehe z.B. Canzun de sontga Margriata aus der Surselva) und oft mit einer gezähmten Schlange (Drachen) dargestellt. Bei uns ist die Margareta die «alte Heilige», welche z.B. in der erwähnten surselvischen Ballade durch einen patriarchalischen Übergriff vertrieben wird.
In der Mythologie (nicht nur der keltischen) war die Vereinigung der Landschaftsgöttin mit einem auserwählten Manne (ursprünglich dem Äquivalent des Gottes Pan) wichtig für die Fruchtbarkeit der Erde. Hier ist es die Vereinigung von Margreth/Janet mit Tam Lin.
Vorsichtshalber sei erwähnt, dass es auch eine in Schottland beheimatete heilige Margareta gibt, die im 11. Jhdt. als Königin von Schottland eine selbstlose Wohltäterin gewesen war und im 12. Jhdt. heilig gesprochen wurde. Diese schottische Heilige war übrigens eine Schwiegertochter des Königs, der von MacBeth ermordet worden war, und soll ihren Mann davon abgebracht haben, ewige blutige Rache an den MacBeth’s zu nehmen.

Wir diskutierten auch über die Besonderheiten keltischer Märchen, den Begriff “Elfen” bzw “Feen” und die keltischen Feste sowie deren Bezug zu Halloween und Allerheiligen.

Rosemarie Flückiger, Erna Dudensing, Eliane Tobler und Amanda Gasser erzählten in der Folge weitere spannende, herzerwärmende, fröhliche und manchmal auch unheimliche Geschichten.

Ein Frühlingstraum von Märchen und Geschichten

Liebe Märchenerzählerinnen und Märchenerzähler, geht es euch manchmal auch so?
Veranstaltungen am selben Ort, zur selben Jahreszeit, mit demselben Adressatenkreis sind gut besucht (ausgebucht) und plötzlich, an einem Datum ist der Raum knapp halb gefüllt.

Aber eigentlich kein Problem. Ich erzähle für ganz wenige Zuhörende genauso gerne wie für ein “volles Haus”. Im Gegenteil, die Stimmung, die Aufmerksamkeit, das (unausgesprochene) Echo sind dann meist umso schöner. So war es auch am 31. März im Gemeinschaftsraum Chienbergreben.

Simone Peyer und ich erzählten Märchen und andere Geschichten unter dem Titel
Ein Traum ….“. Didier Limat begleitete uns musikalisch mit seiner Harfe, einem Nachbau einer Harfe aus romanischer Zeit. Ein Traum am Weg.

Liste der erzählten Märchen und Geschichten:

  • Seppetoni Chueschwanz (Schweiz)
  • Jorinde und Joringel (Jung-Stilling/Brüder Grimm KHM 69)
  • Der Traum des Königs/Die traumdeutende Schlange (verschiedene Quellen)
  • Der verkaufte Traum (Japan)
  • Salomos Traum (Quelle 2.Chr 1, 7-12)
  • Der Traumprinz (Portugal)
  • Das Spätzchen

Ich bin sicher, alle hatten nach diesem Abend wunderschöne Träume.

Freundschaft mit den Naturwesen

 

Unter diesem Titel fand letzten Samstag ein Seminar im White Eagle Stern-Zentrum Lyssach statt.

Ich durfte dort erzählen und habe 3 Sagen und ein Zaubermärchen ausgewählt:

  1. Die Nixe im Teich (Brüder Grimm)
  2. Der Weber Sagaradatta und der Waldgeist (Indien)
  3. Die Schlüsselblumenfee (Alpen)
  4. Der gute Feuergeist von Hinterbirch (Baselbiet)

Wunderschöner Anlass, feiner Teilnehmerinnen-Kreis, gelungene Erzählungen.

Bild: August-Malmström (1829-1901) Dancing_Fairies

Versöhnung

Märchen und andere Geschichten vom Sich Versöhnen.

Rosmarie und ich hatten das Thema letzten Dezember gewählt, um eine Ermutigung zu schaffen für die Überwindung der Zwietracht unter Menschen in der SARS-Covid2-Pandemie. Nun, noch bevor die kleinen und grossen Gräben zwischen den Ego’s geschlossen werden konnten, ist ein brutaler Krieg ausgebrochen. Es ist hier nicht der Ort für politische Analysen und Schuldzuweisungen. doch unser Thema hat eine neue Aktualität gewonnen!

Wir laden Euch herzlich ein zu einem Erzählanlass in Gelterkinden
am Palmsonntag, 10. April, 19 Uhr (Dauer ca. 1 Stunde).

Es erzählen Rosmarie Flückiger und Urs Volkart,
musikalische Intermezzi von Ingrid Gauer.

Möge Frieden in der Ukraine sein.

Die obige Inschrift soll diesen Satz auf Ukrainisch bedeuten. Ich habe den Text von glaubwürdiger Quelle erhalten und jetzt gepostet, ohne ihn, mangels Sprachkenntnissen, überprüfen zu können.

Märchen von Tieren

In Oberwil (Kanton Basel-Landschaft) gibt es zurzeit eine “Märliausstellung” im Kulturzentrum “Sprützehüsli“. Kinder aus vier Schulklassen des Wehrlin-Schulhauses, wo wir vom Basler Märchenkreis kürzlich erzählen durften, und lokale Künstlerinnen und Künstler stellen ihre Werke zu Märchen aus. An einer Matinée am Sonntagmorgen erzählten wir Märchen und andere Geschichten mit Tieren im Mittelpunkt.Flyer Märliausstellung Sprützehüsli

Aus Gesundheitsschutz-Gründen wurde die Erzählveranstaltung auf 2 Stockwerke mit je rund 20 Zuhörenden verteilt. Ich durfte im lichterfüllten 1. Stock vor einem guten Publikum erzählen. Meine beiden Erzählkolleginnen teilten sich ein Programm im Parterre.

Mein Programm, das sowohl Kinder wie Erwachsene ansprechen sollte:

  • Die Märchenschatzkiste (Westafrika)
  • Das Eselein (Brüder Grimm KHM)
  • Bär und Fuchs (kurze Fabel aus Finnland)
  • Die traumdeutende Schlange (Slowenien)
  • Der Baum Ungalli (Afrika)

Es war schön und für Alle eine Freude. Das brauchen wir in dieser Zeit der von Behörden und Medien permanent versprühten negativen Energien!

Hoffen wir, dass Denise Racine in 2 Wochen auch noch auftreten darf: “Sesam öffne dich!”

Endlich wieder

Nachdem ich mich seit März gescheut habe, öffentlich aufzutreten, bzw, Veranstaltungen abgesagt habe, kommen die ersten Mini-Events und damit die Lust und Freude am erzählen wieder. Einige Kolleginnen haben mit Internet-Auftritten und Freiluft-Anlässen ihr erzählen weitergeführt. Meine Hochachtung!

Immerhin die Bremer Stadtmusikanten sind jetzt zu mehreren Primarschulklassen gewandert.

Der Basler Märchenkreis erzählt von Wunsch und Wirklichkeit

Friedensreich Hundertwasser
Insel der verlorenen Wünsche

Liste der am 16./17. November erzählten Geschichten
in der Buchhandlung/Antiquariat “Zum Bücherwurm”:

„Hans Dumm“, Brüder Grimm, KHM 1812

„Der Graf und seine Schwester”, Sizilien

„Väterchen Naum“, Russland

„Der Zaubergarten“, Kasachstan

„Tonino“, Neapel

„Der Steinhauer“, Japan

„Die Grille und der Maulwurf“, Autor: Janosch

 

Erzählende: Madeleine Devrient, Suzanne Stahl, Paul Strahm, Urs Volkart, Yvonne Wegmüller

Musik:
Fabienne Schöpfer und Benoît Kiener
Klassische Gitarren