Ärgernis Handy im Unterricht

Referenz: Hundertpfund, A. (2008) „Handy im Unterricht: Nur ein Ärgernis?“
Folio 08/05, S. 28-31

Der Autor plädiert für einen unverkrampften Umgang mit dem, was so allgemein als Handy bezeichnet wird (und in meiner Optik die Grenze zum mobilen Computer-Multi Media-Kommunikationssystem längst überschritten hat).

Ausser Zweifel steht:

  • Handys können den Unterricht stören.
  • mit Handys kann während Prüfungen geschummelt werden.

Damit ist die Schule schon wieder in der Defensive (vgl. Vortrag von Thomas Merz-Abt).

Das Plädoyer für den offensiven Umgang mit dem Handy fokussiert auf die folgenden Einsatzmöglichkeiten:   

  1. Sozialkompetenz: Austauschregeln und Kommunikationsformen.
  2. Lern- und Zeitmanagement: Handy als Agenda und Aufgabenheft.
  3. Dokumentation von Wandtafelbildern, Flip Charts usw. im kollaborativen Unterricht.
  4. Immerwiederkehrendes auf dem Handy speichern.
  5. Kommunikation mit Gruppen im Unterricht ausser Haus.
  6. Fragen an die Lehrpersonen stellen, die man in der Öffentlichkeit nicht stellen mag.
  7. Multi Media-Inhalte wie Podcasts u. vgl. nutzen.

Meine These: Eher früher als später wird das Handy den Computerraum ersetzen. Den Klassensatz „Lap tops“ können wir vielleicht gleich überspringen.

Offen lässt der Autor die Frage nach der Push- oder Pull-Kultur mit Informationen. Der Einbezug der Handys soll aber primär einen Mehrwert für die Lernenden bringen, nicht die Überlegenheit der Lehrenden stützen.

Der Artikel endet mit dem Schlagwort „Enteignet den Firewall“. Gemeint ist damit, dass es Aufgabe der Lehrenden ist zu bestimmen, was die Firewall einer Schule passieren darf und welche Funktionen der Schulcomputer zu deaktivieren sind – nicht die Aufgabe der Informatiker.

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