Kommunikation im Unternehmen

Referenz: Ballod, M. (2008), Wissensmanagement 2008/06, 32-34, “Wie viel Kommunikation braucht ein Unternehmen ?”

In Unternehmensleitbildern fehlt oft die Beschreibung der internen Sprachkultur, obwohl Kommunikation integraler Bestandteil aller Geschäftsprozesse ist.

Wissensmanagement-Aufgaben der Geschäftsleitung:

  1. Unternehmensziele definieren und operationalisieren (Vision/Leitbild à Konzepte à Prozesse/Umsetzung).
  2. Alle Prozesse abbilden (Workflow, Geschäftsprozesse ausserhalb der Produktion, Projekte, Strukturen).
  3. Kompetenzen der beteiligten Personen analysieren und weiter entwickeln.
  4. Aufträge geben für Anpassung der Technik (spezifische Anforderungen, Standards, Schnittstellen).

Diese 4 Handlungsfelder können auch auf die Entwicklung der internen Kommunikation übersetzt werden.

An Kommunikation mangelt es in der Regel nicht, eher an der Nutzung der vorhandenen Information.

Die Kommunikationsmittel machen viel Informationen öffentlich, die Web 2.0-Mittel dazu noch viel Nutzer-generierte Information. Nicht ersichtlich ist in der Regel der Bezugsrahmen der Information (Personen, Orte, Zeit). Beim Wissensaufbau (Aufbau und Vermittlung von Zusammenhängen und Bedeutung von Informationen) sind genau diese Bezüge wichtig.

Zu den Kommunikations-Leitlinien gehören:

  • Umgang mit Mitarbeitenden.
  • Umgang mit Kunden.
  • Datenschutz.
  • Geheimhaltung.
  • Mediengebrauch (z.B. Regeln für die Internetnutzung).
  • Verhalten am Arbeitsplatz
    (z.B. E-Mail-Verkehr, Besprechungsmanagement).

Vorausgesetzt wird dabei immer ein professioneller Umgang mit Sprache. In der Wirtschaft herrscht das pure Gegenteil vor. Nützlich z.B. das „Hamburger Verständlichkeitskonzept“ von Langer, I., Schulz von Thun, F. & Tausch, R. (2006), Verlag Reinhardt, München, 8.Aufl.: „Sich verständlich ausdrücken“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.