Risikoverhalten im Märchen

Mir ist ein 3 Jahre alter Artikel unter die Augen gekommen (Vielen Dank, Irene Briner von der SMG), der Risikoverhalten in Märchen vergleicht.

Referenz: Pontzen, H. (2005) „Märchen und Risiko“, auf risknet.de.

Dazu hat es bei mir noch etwas weiter gesponnen:

Das tapfere Schneiderlein und die Riesen

Das tapfere Schneiderlein

Es gibt die Draufgänger, die kein Risiko scheuen, wie die Bremer Stadtmusikanten oder das Tapfere Schneiderlein. Allerdings ist ihre Risikostrategie nicht besonders reflektiert und gleicht eher dem Mut der Verzweiflung (Bremer Stadt- musikanten) oder entspringt schlichter Selbstüberschätzung (Das tapfere Schneiderlein). Was würde passieren, wenn diese Helden es mit, sagen wir ‚mal, intelligenteren Gegnern zu tun bekämen?

Eine typische Märchenkonstellation sind drei Brüder, von denen die beiden älteren klug und selbst- bewusst sind, der jüngste als einfältig angesehen wird. Die Überheblichkleit der Älteren führt zu einer Fehleinschätzung der Lage und dem Übersehen wichtiger Warnsignale oder Hinweise am Wege (die gegenwärtige Finanzkrise lässt grüssen).

Oft ist allerdings der Handlungsspielraum der Märchenheldinnen und -helden so eingeschränkt, dass nur geduldiges Ausharren die Wende zum Guten bringt. Sie bekommen gar nicht die Chance, Risiken einzugehen. Kommt die Chance, muss sie dann auch ergriffen werden. Warten wird belohnt.    Weiterlesen