Wikis als eierlegende Wollmilchsau für KMU

Am Beispiel einer KMU-grossen Software-Firma plädiert der Autor Peter Rubarth unter dem Titel „Keep It Simple, Stupid (KISS) – Leichtgewichtiges WM mit Wikis“ für die Verwendung von Wikis als universelles WM-Tool.

Begründungen (Stichwort: „Mit Kanonen auf Spatzen schiessen“):

  • Obwohl das Management des KMU Wissensmanagement unterstützt, fehlen dafür die Resourcen, vor allem die personellen. Die resultierenden „Nebenbei“-Lösungen scheitern in der Regel.
  • Der Aufwand (Konzept, Auswahl, Installation, Betreuung) für eine ausgeklügelte WM-Software-Lösung steht tatsächlich in keinem Verhältnis zum Nutzen.
  • Nutzer/innen werden durch den Funktionsumfang der komplexen Software abgeschreckt.

Lösung (Stichwort: „Von der Mondrakete zum Fahrrad“):
Ein Wiki-System (im konkreten Fall: Mediawiki) mit

  • geringem Installationsaufwand
  • niederer Schwelle für Nutzer/innen
  • Weiterentwicklung ohne Stabilitätsprobleme
  • einfache Administration

Kompromisse (aus Erfahrungen):

  • Nutzer wollen eine gewisse hierarchische Strukturierung; „nur“ flache Hypertext-Strukturierung ist zu fremd.
  • Verwendete Stichworte, Strukturierungsbegriffe und Titel müssen sauber und verwechslungsarm definiert und einheitlich eingesetzt werden. Dazu empfiehlt der Autor die ebenfalls KISS-konforme „Card Sorting“-Methode.
  • Weil Mediawiki keine Artikel-bezogene Zugriffsverwaltung besitzt, müssen für Gruppen, die sich nicht in die Karten blicken lassen wollen, separate Wikis eingerichtet werden.
  • Der Zeitaufwand für die Aufrechterhaltung der Aktualität ist da.

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