Zum 10-jährigen Jubiläum der “Büechernacht Ammel” wurde ich am 31. Mai ins oberste Oberbaselbiet eingeladen. Die Büechernacht Ammel dient dem regen Austausch von Freund(inn)en gedruckter Medien verbunden mit einer grossen Auswahl an gebrauchten Büchern zu günstigsten Preisen. Und da war Märchen erzählen ein schöner Beitrag.
Ich hatte alle Freiheit der Auswahl und auch das Zeitbudget war nicht so eng.
Für das erste Set waren’s noch viele Familien mit Kindern, Einzelpersonen, Jung und Alt; für das zweite Set ein kleineres Grüppchen von Frauen von Teenager bis Grossmutter.
Praktisch keine bekannten Gesichter im Publikum: Das werte ich als Erfolg. Es ist mir wichtig, die Welt der Märchen und des Geschichtenerzählens neuen Gruppen zu eröffnen.
Erstes Set ca. 19.15 bis 20 Uhr: Märchen aus aller Welt
(eine Märchenreise durch 4 Kontinente)
Die Märchenschatzkiste (ein Anansi-Märchen aus Westafrika)
Wie das Feuer geraubt wurde (Indianer Nordamerikas)
Die Braut von der Vogelinsel (Indonesien)
Rosmarina (Sizilien)
Zweites Set ca. 21.15 bis 21.45 Uhr: Flirten und Zanken (oder von Liebelei und Liebe)
Das Wunder begann in den Ländern des ehemaligen Jugoslawien und hat sich jetzt bis Palästina ausgebreitet. Erzählerinnen und Erzähler überwinden Grenzen, die Angst, traumatische Erfahrungen und Nicht-verzeihen-dürfen geschaffen haben. Sie helfen Entwurzelten und Fremden in der eigenen Heimat das Wesentliche ihrer und der gemeinsamen Kultur wiederzuentdecken. Ein wichtiges Ziel ist es, vor Ort Erzählerinnen und Erzähler zu ermuntern und auszubilden, Erzählen als Friedensarbeit auszuüben.
Ein Projekt so “logisch” und so “phantastisch” wie nur ein Märchen sein kann, das uns eine neue Sicht auf das gibt, was wir als Realität zu sehen meinen.
Mehr Informationen auf der Website http://www.erzaehler-ohne-grenzen.de/index.html. Dort auch die authentische Information ! Und die Möglichkeiten der Unterstützung. Der obige Text ist bitte nur meine Wahrnehmung des Projekts.
Ich bin als Teil einer Gruppe im Herbst in Bosnien und will mich vorher noch mehr schlau machen über das Projekt, ob es vielleicht einen Kontakt vor Ort gibt.
Simone und ich schauen zwar etwas grimmig (sic!) in die Welt, aber das wird wohl an der von der Fotografin getroffenen Märchenabschnitten liegen. Wer uns lächeln sehen will, schaue zurück nach Sissach.
Etwa 30 am gesprochenen und gedichteten Wort interessierte Menschen aus Weil und Umgebung trafen sich am Abend des 18. Februar im Kulturzentrum Kesselhaus zu einer Stunde Märchen, erzählt von Mitgliedern des Basler Märchenkreis’. Dann folgte eine Stunde freien Austauschs mit spontan erzählten Geschichten, dem Grimm-Märchen von den drei Federn und allerlei Gedichten (beliebt: Eugen Roth).
Wir “Basler”, nicht zum ersten Mal zu Gast im Kesselhaus, erzählten unter anderem folgende Märchen und Kurzgeschichten:
Der Fuchs und die Gänse
Es ist wirklich wahr!
Die Märchen der weisen Eule
Die Eule Weemullee
Die Braut von der Vogelinsel
Der einbeinige Truthahn
Das Storchenland
Der kleine Vogel
Der Pfingstspatz
Herzlichen Dank auch an Matthias und sein Team für die Vorbereitung und Moderation.
Es war ein wunderschöner Abend, Erzählende im Fluss der Geschichten, Musizierende in der perlenden Quelle der Klänge.
Liste der erzählten Märchen und Geschichten:
Der Segen von oben (Nasrudin)
König Salomon und der Igel (Legende)
Die zwei Derwische (Sufi-Tradition)
Das besprochene Wasser (unbekannte Herkunft)
Die Nixe im Teich (Brüder Grimm KHM)
Der Brunnen (Nasrudin)
In den Armen des Windes (Sufi-Tradition)
Das Buchantiquariat des Vereins „Loose Rede Läse“ wieder voll bis auf den Flur hinaus. Das Publikum begeistert und voll des Danks und Lobs. Die Mitwirkenden glücklich und zufrieden.
Ausklang, zufriedene Gesichter beim Quartett (Aufnahme: Irene Böhm)