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Der Kammerchor Voixlà singt Chormusik aus der Schweiz. Flyer
Jürg Siegrist, Leitung
Balthasar Streiff mit 3 Mitbläser(inne)n, Alphorn, Büchel und Tierhörner
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Der Kammerchor Voixlà singt Chormusik aus der Schweiz. Flyer
Jürg Siegrist, Leitung
Balthasar Streiff mit 3 Mitbläser(inne)n, Alphorn, Büchel und Tierhörner
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Erzählabende des Basler Märchenkreis’. Flyer
Basel, Buchhandlung zum Bücherwurm, Gerbergässlein 12. Karte Gerbergässlein 12
Streichertrio: Camille Büsser, Bärbel Joerin, Sabine Joerin
Die Gedichte von Mascha Kaleko und Joachim Ringelnatz las Urs Volkart
Erzählte Geschichten:
4. Dezember 2012, Konzertsaal des Kultur- und Kongresszentrums am See, Luzern.
Das Konzert des Ensembles Hespèrion XXI von Jordi Savall stand unter einem besonderen Stern. Gemäss dem ursprünglichen Konzerttitel „Ninna Nanna“ wären die Wiegenlieder, eine Spezialität der Sopranistin Montserrat Figueras, im Zentrum gestanden. Gerade mal 10 Tage waren vergangen, seit dem Tode der Sängerin vergangen, die mit Jordi Savall über 40 Jahre gemeinsam unterwegs war, als Sängerin, in eigenen Produktionen und als Mitglied der verschiedenen „Bands“ von Savall, als seine Ehepartnerin und musikalisches alter ego. Das Bild von der Website des Musik-Labels Alia vox zeigt ein neueres Foto von Montserrat Figueras (mit Fingerhut-Plektren für die Kanun-Zither an den Händen).
„Musik ist die Möglichkeit mit Montserrat über den Tod hinaus in Verbindung zu bleiben.“ (Sinngemässe Erinnerung der Eingangsworte von Jordi Savall vor dem Konzert.)
Erzählabend im Buchantiquariat „loose rede läse“ im Cheesmeyer-Huus Sissach
Geschichten von Menschen, Feen und Naturwesen,
frei erzählt von Simone Peyer und Urs Volkart.
Im Rahmen der Schweizerischen Erzählnacht 2011 mit dem Motto „Anderswelten“.
Musikalische Zwischenwelten mit Ingrid Gauer und Barbara Geiser.
Im Buchantiquariat „loose rede läse“, Cheesmeyer-Huus,
Hauptstrasse 55, 4450 Sissach.
Kontakte:
Eintritt frei — Kollekte beim Austritt zur Deckung der Kosten Weiterlesen

Die Brüder Grimm haben das Märchen aus einem Text von Th. Pescheck in Büschings Wöchentlichen Nachrichten 2, 17–26 (1816) übernommen. Geografische Herkunft: Oberlausitz. Vergleicht man die KHM-Ausgaben von 1819 und 1857 stellt man fest, dass Wilhelm Grimm an diesem Text praktisch keine weiteren Veränderungen vorgenommen hat. Aufgefallen ist mir nur, dass die Mutter in der Erstausgabe „zornig“ und in der Ausgabe letzter Hand „neidisch“ war, als sie die Ziege schlachtete.
Eine ausführliche Abhandlung über diesen Märchentyp AT 511 findet sich in Derungs‘ Märchenlexikon.
Die folgende Betrachtung entstand in einem Märchenkreis gemeinsam mit acht Erzählkolleginnen. Ich nenne es bewusst „Betrachtung“: Das Märchen wurde zuerst erzählt und darauf entspann sich ein lebhafter Gedankenaustausch über die Assoziationen und Fragen, die dieses zu Unrecht eher verkannte Märchen auslöst. Eine systematische Interpretation strebten wir nicht an. Hinweis: Meine Rezeption der anthroposophischen Sichtweise dieses Märchens ist in einem separaten Artikel veröffentlicht. Weiterlesen
Gemeinsam allen Märchen sind die Überreste eines in die älteste Zeit hinaufreichenden Glaubens, der sich in bildlicher Auffassung übersinnlicher Dinge ausspricht.
Dies Mythische gleicht kleinen Stückchen eines zersprungenen Edelsteins, die auf dem von Gras und Blumen überwachsenen Boden zerstreut liegen und nur von dem schärfer blickenden Auge entdeckt werden.
Wilhelm Grimm 1856, Anmerkungen zu den KHM, S. 409
Die geheiligte Zahl Sieben ist in allen Kulturen weit verbreitet. Es liegt nahe, da Querbezüge zu machen.
(Bemerkung: Es ist hier nicht der Ort, über die Anzahl der Chakras zu streiten. Ich gehe von den sieben im menschlichen Körper einfach zuzuordnen Hauptchakras aus, die in der vedischen Kultur begündet sind.)
Der Brückenschlag von den Chakras zu den Märchen aus der KHM-Sammlung der Brüder Grimm ist vielleicht etwas weit. Ich bin gespannt auf Kommentare und Tipps, die ich gerne in eine erweiterte Fassung dieses Beitrags einarbeiten würde. Vor allem auf Ergänzungen, die andere Märchen jeglicher Herkunft herbeiziehen oder einzelne Chakras (das Herzchakra ist wohl immer dabei) ansprechen, bin ich gespannt.
Märchen beschreiben einen Lebensweg , auf welchem durch Auseinandersetzung mit seinen seelischen Anteilen und Überwindung von Blockaden und Schattenthemen eine Ganzheit angestrebt (und erreicht) wird. Die Chakren könnten die Türen auf diesem Weg sein, die es zu öffnen und passieren gilt.
Schneewittchen und die sieben Zwerge: Die Sieben wirken still und heimlich im Verborgenen. Sie wollen beachtet und wertgeschätzt werden. Werden sie von der jungen Frau auch erkannt? Sie tun alles für Schneewittchen, die „schöne Seele“. Sie können aber nicht verhindern, dass Schneewittchen in eine todesähnliche Bewusstlosigkeit sinkt, bzw. von ihren unreflektierten Schattenseiten getrieben wird. Am glücklichen Ende des Märchens wird sie ihr ureigenstes „Umsetzungsprinzip“ (der Prinz) endgültig ins Leben bringen.
Die sieben Raben: Die Sieben werden verflucht und verzaubert. Die Märchenheldin muss tapfer und beharrlich daran arbeiten, sie wieder zur vollen menschlichen Funktion zu bringen. Diese Realität kennen wohl alle, die sich bewusst mit ihren Chakren beschäftigen.
To be continued …
Quellen:
Die folgenden Überlegungen beziehen sich meiner Ansicht nach sinngemäss immer sowohl auf die Entwicklungsgeschichte der Menschheit wie auch auf die individuelle Entwicklung eines Menschen. Die Formulierungen geben mein Verständnis für die Ausführungen Steiners und Lenz‘ wieder und sind nicht wörtliche Zitate.
Der germanische Mythos berichtet vom Verlust des Einauges: Weiterlesen
Unter diesem Motto feiert die Wasserfallen-Bahn ihr 10-Jahre-Jubiläum (seit der Erneuerung).
Unter den verschiedenen Veranstaltungen (Programm-Link) befindet sich auch eine Märchen-Jurte, in welcher jeweils Dienstags, Mittwochs (je 13.30 und 15.00 Uhr) und Sonntags (11.00, 13.30 und 15.00 Uhr) Märchen erzählt werden. Zielpublikum Familien, Kinder. Die Märchenjurte befindet sich beim Seminarhotel Wasserfallen in der Nähe der Bergstation. Der Eintritt ist frei.
In der ersten Monatshälfte erzählte Magdalena Gisin aus Hölstein, in der zweiten Oktoberhälfte erzählt Alexandra Tschopp aus Reigoldswil. Am Sonntag, 23.10. bin ich am erzählen.
Kurzer Bericht:
Ein schöner Tag, am Morgen kühl. Wir sind dankbar für den kleinen Ofen in der Jurte.
Von mal zu mal mehr Zuhörende. Um 15 Uhr ist die Jurte voll, viele jüngere Kinder, die ganz nah zum Märchenerzähler rücken.
Erzählt habe ich
Illustration 1886 von Walter Crane (1845-1915)
Sobald ich das Bedrohliche benennen kann (seinen Namen weiss), hat es seine Macht verloren und verschwindet sogar von selbst.
Dahinter steckt die Wortmagie, die Überzeugung, dass ich Macht über etwas gewinne, dessen Name ich kenne. Das Sprachtabu soll dagegen gerade verhindern, dass ich einen Namen ausspreche, dessen blosse Nennung mich mit Möglichkeiten konfrontiert (z.B. in der Gestalt eines Gottes oder Dämons), die mir nicht zustehen.
Dieses psychologische Phänomen macht sich die Psychotherapie bewusst zu Nutze, um z.B. aus einer Blockade mit diffusen Ängsten heraus zu kommen. Aber auch in der somatische Medizin ist der Rumpelstilzchen-Effekt vielfach beschrieben als eine Form des Placebo-Effekts. Mich persönlich rettet z.B. die konkrete Auflistung (Benennung) der wichtigen Termine und Aufgaben davor, eine Pendenzen-Panik zu entwickeln.
Illustrationen von Anne Anderson (1874-1930)
Sobald ein Phänomen einen Namen bekommen hat, wird es zum allgemeinen Gesprächsgegenstand.
In der Regel werden auf diese Weise komplexe oder nur diffus wahrnehmbare Phänomene plötzlich zur scheinbar klaren Sache.
Beispiele dafür wären Begriffe wie „ADHS“, „Wissensmanagement“ u.v.a.
Damit soll nicht gesagt werden, dass es die komplexen Phänomene nicht gibt. Ich möchte vielmehr zu bedenken geben, dass die blosse Benennung der Phänomene ein Verständnis oder eine Klarheit suggeriert (Wortmagie), welche so nicht gegeben sind und welche dann durch wissenschaftliche oder mediale Bearbeitung simplifizierend erzeugt werden.
Oswald Neuberger zeigt dies in seinem Buch über Mobbing exemplarisch auf.
Der Begriff des „reverse rumpelstiltskin effect“ findet in einem anderen Sinne in der aktuellen Finanzwirtschaftslage Verwendung, wo Rating-Agenturen und Wertschriftenmakler fleissig Gold zu Stroh spinnen.