Verantwortung – grundsätzlich

Dies ist ein Beitrag zur Blog-Parade von Frank Obels zum Thema Verantwortung.

Verantwortung ???

Seit der Aufklärung sind Freiheit und Verantwortung miteinander gekoppelt. Die Philologen sagen übrigens, dass das Wort Verantwortung bis in späte Mittelalter gar nicht existierte.

Freiheit heisst, Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Jeder Entscheid für eine Handlungsmöglichkeit hat mit Verantwortung zu tun. Verantwortung gibt es nur, wenn Ungewissheit vorliegt. Umgekehrt: Ist alles klar, gibt es keine Verantwortung zu tragen.

Wer kann also verantwortlich sein ? Nur ein im geistigen Sinne erwachsener Mensch, der einen freien Willen hat. Weiterlesen

Märchenfest Münchenstein 2008 (18./19.10.08)

Samstag/Sonntag 18./19. Oktober 2008

Märchenfest an der Rudolf Steiner-Schule Münchenstein

Ein Fest vor allem für Freunde visuell gestalteter Märchen (Puppentheater usw.).

Eine schöne Stimmung an diesem sonnigen Herbstwochenende im Areal der Schule Münchenstein. Neben den zahlreichen künstlerischen Darbietungen mit den verschiedenesten Puppen und anderen theatralischen Elementen gab es natürlich auch Stände mit Märchenwolle, Bastelartikeln und alten und neuen Büchern zum Thema. Auch für Hunger und Durst war ausreichend gesorgt. Auf dem Spielplatz des Kindergartens stand das Jurtenzelt, in welchem im Stundentakt Märchen erzählt wurden. Mir oblag der Samstagnachmittag.

Als Märchenerzähler, der primär über den Hörsinn anspricht und die visuelle Erfahrung den inneren Bildern der Zuhörenden überlässt, war ich an diesem Fest eher ein Nischenprodukt als eine Hauptattraktion (was mir auch nicht liegen würde). Ensprechend hielt sich der Zuhörerandrang in Grenzen, durchaus verständlich in unser durch visuelle Reize dominierten Welt. Ehrlich, wenn ich als Vater mit einem Kind zwischen einem Puppentheater und einer Erzählrunde entscheiden müsste, würde ich vielleicht auch eher das Puppentheater wählen.

Aber das Erzählen bringt euch und macht mir immer Freude, egal ob ihr 3 oder 150 Zuhörende seid.

Märchenfest Münchenstein

Plakat Märchenfest 2008

Plakat Märchenfest 2008

Jedes Jahr organisieren Märchenfreunde in der Rudolf Steiner-Schule Münchenstein ein Märchenfest (»»Programm). Ursprünglich gedacht als Plattform für Märchen-Künstler (Erzählkunst, Theater, Puppenspiel usw.) hat sich das Märchenfest zu einem grossen Event entwickelt, wo mehr oder weniger alle auftreten, die in der Nordwestschweiz und darüber hinaus bekannt sind. Im Vordergrund stehen natürlich Künstlerinnen und Künstler, die mit Figurentheater, Tisch- und Stabpuppen, Schauspiel und Installationen den Zauber der Märchen visuell erfahrbar machen. Und dies zieht auch das Publikum an. Dazu sind auch Verpflegung, Bücherstände, Wolle und anderes gekommen.

Als Märchenerzähler, der primär über den Hörsinn anspricht und die visuelle Erfahrung den inneren Bildern der Zuhörenden überlässt, ist man da eher eine Ergänzung. Ensprechend hält sich der Zuhörerandrang in Grenzen. Durchaus verständlich in unser durch visuelle Reize dominierten Welt. Ehrlich, wenn ich als Vater mit einem Kind zwischen einem Puppentheater und einer Erzählrunde entscheiden müsste, würde ich vielleicht auch eher das Puppentheater wählen.

So oder so, das Erzählen in der Jurte, mit wenigen und mit vielen Zuhörenden war für mich ein schönes Erlebnis. Und die Zuhörenden hat’s erfreut. Es ist zu hoffen, dass die Veranstaltenden dieses “Nischenangebot” weiter pflegen werden.

Tokkelbühne (Märchentheater)

Tokkelbühne (Märchentheater)

Das Märchenfest läuft Samstag/Sonntag 18./19. Oktober 2008. Noch viel Vergnügen !!

Plakat und Bild Tokkelbühne: von der Website der R. Steiner-Schule Münchenstein.

Siehe meinen Bericht hier>.

Die Sage von der Blüemlisalp

Blüemlisalp, von Norden gesehen

Blüemlisalp, von Norden gesehen

Die Sage von der Blümlisalp (Blüemlisalp) gibt es in vielen Varianten und dies nicht nur vom bekannten Bergmassiv zuoberst im Kandertal. Im folgenden zitiere ich die Version von der Website “Sagen, Volksglauben und Wetterregeln aus Kiental und Reichenbach“:

In alten Zeiten waren aber nur die obersten Gipfel der Blüemlisalp mit Eis und Schnee bedeckt, der grösste Teil des Berges bestand aus saftigen Alpweiden mit vielen bunten Blumen. Es war die beste und ertragreichste Alp weit und breit. Die Kühe mussten dreimal am Tag gemolken werden und dicke, prächtige Käselaibe füllten die Speicher. Der Senn wurde immer reicher.

Eines Tages holte er sich eine junge, aber hochmütige Magd ins Haus. Um ihr zu gefallen und damit ihre Füsse nicht schmutzig wurden, baute er aus Käselaiben einen Weg ums Haus. Die Fugen füllte er mit süsser Alpbutter, und mit frischer Milch wusch er jeweils den Dreck von den Stufen. Die beiden lebten in Saus und Braus und hielten sich nicht mehr an die Sitten des Landes.

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Welthund als Sagengestalt

Der Welthund ist eine Sagengestalt aus dem deutschen Sprachraum und wird als ein Hund beschrieben, welcher ein Auge “mitten auf dem Kopf” trägt. Geht es den Bewohnern und Bauern der Landschaft gut, ist er dünn und mager. Er ist jedoch gut genährt, wenn Seuchen und Armut das Land plagen.

Je nach Version der Sage ist es ein bösartiger Landsherr, der Bauern peinigt und von ihnen übermässig den Zehnten eintreibt – und dann von Gott dazu verdammt wird, als Welthund das weitere Leben zu fristen. Andere Varianten gehen von einem Welthund aus, der entstand, als ein Oberst oder ein Schiffskapitän seine Seele an den Teufel verkaufte.

Gemeinsam an (fast) allen Schilderungen des Welthunds ist, dass er bei Moorlandschaften, Sümpfen oder Flussläufen auftritt.

Quelle: Wikipedia, 6.10.08

Ein Schweizer Film mit dem Titel “Welthund” ist kürzlich in den Kinos angelaufen.

 

Eine Sage aus Niedersachsen: Weiterlesen

Herbstzauber

Farbenfroher Herbstzauber vor der Haustüre

Farbenfroher Herbstzauber vor der Haustüre

Ein Schritt aus der Haustüre, Blick gegen den Anger: Der Himmel ist blau, das Pfaffenhütchen funkelt mit Blättern und Früchten rot, der Ahorn leuchtet gelb, Haselnuss und Weide sind noch weitgehend grün.

Da zieht es uns hinaus. Unterwegs zum Sonnenhof liegen die ganz jungen Kälber der Mutterkuhherde im Klee und halten Mittagsruhe.

Wir wollen hinauf zur Böckter und Sissacher Fluh. Mehr über diese Wanderung hier ».

Welthund – Bachpfattli

Der Film Welthund wurde im Oberbaselbiet als No-Budget-Produktion realisiert. Dank der Unterstützung von Gemeinden und der Lokalzeitung Volksstimme und dem Einsatz vieler Feiwilliger kam die Filmproduktion zustande.

Plakat zum Film WELTHUND

Plakat zum Film WELTHUND

Der Welthund als Sagengestalt.

Literarische Vorlage:
„Ein etwas anderer Sommer” von Barbara Saladin, die auch das Drehbuch schrieb.

Regie:
Ueli Ackermann.

Themen im Film
Über die Handlung mag ich natürlich nichts verraten. Schau ihn Dir selber an. Ich habe ihn kürzlich gesehen – und kurze Zeit später einen Blogartikel von Christa Schwemlein gelesen, der mich auch bei den folgenden Gedanken begleitete:

Im Film werden einige wichtige Themen unserer Zeit angeschnitten:  Weiterlesen

Wanderung zur versunkenen Stadt auf der Alp Seefeld

Bizarre Felsen über dem Justistal

Bizarre Felsen über dem Justistal

Wunderschöne Höhenwanderung auf dem Grat, der vom Niederhorn (ob Beatenberg) nach Nordosten verläuft.

Dort wo jetzt die Alp Seefeld liegt, stand in alten Zeiten eine grosse Stadt. Ihre Bewohner führten ein sehr unchristliches Leben. Der heilige Justus lebte zu Zeiten in einer Einsiedelei bei einer Quelle unten in einem steilwandigen Tal, das heute nach ihm benannt ist (Justistal). Justus wollte die Stadt besuchen, um die Leute auf den rechten Weg zu weisen. Er wurde aber verjagt und schliesslich verprügelt, als er wieder kam. Da öffnete sich die Erde und verschlang die Stadt mit samt ihren ungerechten Bewohnern.

Die Einheimischen berichten, dass gelegentlich ein unterirdisches Grollen zu vernehmen wäre, das vom Verkehr, von den über die Kopfsteinpflaster rollenden Wagen in der unterirdischen Stadt herrühre. Mir sind auf dem Weg auch die bizarren Felsen aufgefallen, die mich an Ruinen von grossen Gebäuden erinnerten. In dieser Gegend gibt es auch viele als Karrenfelder bezeichneten Karstformationen. Das unterirdische Rumpeln habe ich allerdings nicht gehört.

Alp Seefeld und Sieben Hengste
Alp Seefeld und Sieben Hengste


Beschreibung der Wanderung »hier

Der Heilige Justus

Rubens, Heiliger Justus

Rubens, Heiliger Justus

Es gibt Dutzende von Heiligen mit diesem Namen. Der berühmteste ist ein Märtyrer aus dem nördlichen Teil von Burgund aus dem 3. Jhdt. pCn., der Regierungszeit des römischen Kaisers Diokletian. Dieser Sankt Justus von Beauvais gehört zum Typ der Kephalophoren, also der Märtyrer, die nach ihrer Enthauptung mit dem Kopf unter dem Arm davonspazierten.

Justus von Beauvais oder Auxerre (je nach Überlieferung) war ein Sohn christlicher Eltern und hatte die Gabe der Weissagung. Sein Onkel mit dem Namen Justinian war als Kind verschleppt und als Sklave verkauft worden. Justus hatte die Eingebung, wo sich sein Onkel Justinian befände und führte seinen Vater nach Amiens, wo sie Justinian gegen Lösegeld befreien konnten.

Auf dem Heimweg wurden sie von den Soldaten des römischen Präfekten verfolgt, weil sie bekennende Christen waren. Als Justus „sah”, dass die Verfolger immer näher kamen, hiess er seinen Vater und dessen Bruder sich in einer Höhle verstecken. Der junge Justus wurde selber gefangen genommen. Als er sich weigerte, das Versteck seiner Verwandten zu verraten und dazu sich noch standhft als Christ bekannte, wurde er enthauptet. Seine Henker flüchteten allerdings in Panik, als der Enthauptete seinen Kopf unter den Arm nahm und davonging.

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