Die zwölf Jäger – eine kleine Betrachtung

 

Die zwölf Jäger

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Brüder Grimm KHM 76 (ursprünglicher Titel: Der König mit dem Löwen)

Märchentyp: ATU 884 (Frau in Männerkleidern) und ATU 313 (Magische, aber nicht unbedingt zaubernde/hexende Flucht/Suche/Verführung – Das Mädchen als Helferin)


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Einige Gedanken zum Märchen
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Auf der äusseren Ebene haben wir hier ein Genderthema, männliches-weibliches äusserliches Verhalten (inkl. Kleidung als „Persona“-Symbol), in einer Biedermeier-Typisierung der Frauen- und Männerrollen. Heute empfinden wir das fast als Karikatur. Aber ein kleiner Ausflug in die Stadt, besonders am Abend in ein von Jungen frequentiertes Quartier (in Basel die Achse Steinen-Barfi-Gerbergasse), zeigt uns rasch die Aktualität der im Märchen geschilderten Geschlechter-Stereotypen.

Eine Ebene tiefer betrachtet: der Mann gehorcht seinem Vater (Chef, Über-Ich), die Frau gehorcht ihrem Herzen (und zieht daraus grosse Kräfte). Weiterlesen

Bericht vom Märchenabend in der „Fabrik“ Rothenfluh

http://maerchenquelle.ch/3404/veranst/demnaechst/2015/maerchen-anlaesse-im-april-2015-in-rothenfluh-und-basel/

Die Künstlerin Sigrid Erni (http://www.sigrid-art.ch/) hat aus der ehemalige „Fruttasan“-Fabrik in Rothenfluh eine Kunstgallerie und einen kulturellen Treffpunkt gemacht. Am Samstagabend 18. April war dort der Gelterkinder Märchenerzähler Urs Volkart zu Gast. Mit märchenhaften Klängen liess Ingrid Gauer den Zuhörenden Zeit, die erzählten Märchen und Legenden etwas wirken zu lassen. Der Raum war praktisch voll besetzt und man aus den Gesichtern der Zuhörenden die Begeisterung lesen.

Urs Volkart erzähltSchluss-Applaus für Ingrid, Urs und Sigrid


Schon in der einleitenden Geschichte „Die Wahrheit und das Märchen“ machte der Erzähler klar, dass die Märchen tiefe Wahrheit vermitteln. Weiterlesen

Wassilissa und das Feuer der Baba Jaga

Liebe Freundinnen und Freunde von Märchen und märchenhaften Theater-Aufführungen

Wir möchten Euch das Solotheater von Denise Racine
mit der Musik von Klemens Dossinger wärmstens empfehlen.

Wassilissa mit dem Püppchen

im Unternehmen Mitte, Safe, Gerbergasse 30, Basel

Sa., 7. Feb. 2015, 19.00 Uhr

So., 8. Feb. 2015, 16.00 Uhr

Eintritt: Fr. 25.- Erw./ Fr. 10.- Ki. (ab 7 J.)

Reservation notwendig, da beschränkte Platzzahl: denise.racine@bluewin.ch

Musikmärchen im Kesselhaus Weil am Rhein

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Der Basler Märchenkreis gastiert wieder einmal in Weil am Rhein im Kulturzentrum Kesselhaus.

Dienstag, 17. März 2015, 20 Uhr

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Die Veranstaltung am umfasst voraussichtlich zwei Teile:

  1. Musikmärchen, erzählt vom Basler Märchenkreis
  2. Thema Winter und nordische Geschichten, gestaltet vom Kesselhaus-Team.

>>>Link zum Veranstaltungskalender.

Seit die BVB-Tramlinie 8 direkt nach Weil vors Kesselhaus fährt, ist Weil-Friedlingen noch mehr ein Teil des Basler Kulturlebens geworden, oder umgekehrt.

Mögen Euch Rosen geschenkt werden

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Alles Gute zum neuen Jahr 2015 mit dieser kleinen Geschichte
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Die Bettlerin und die Rose

Von Rainer Maria Rilke gibt es eine Geschichte aus der Zeit seines ersten Pariser Aufenthaltes.

Gemeinsam mit einer jungen Französin kam er um die Mittagszeit an einem Platz vorbei, an dem eine Bettlerin sass, die um Geld anhielt. Ohne zu irgendeinem Geber je aufzusehen, ohne ein anderes Zeichen des Bittens oder Dankens zu äussern als nur immer die Hand auszustrecken, sass die Frau stets am gleichen Ort. Rilke gab nie etwas, seine Begleiterin gab häufig ein Geldstück.

Eines Tages fragte die Französin verwundert nach dem Grund, warum er nichts gebe, und Rilke gab ihr zur Antwort: “Wir müssen ihrem Herzen schenken, nicht ihrer Hand.” Wenige Tage später brachte Rilke eine eben aufgeblühte weisse Rose mit, legte sie in die offene, abgezehrte Hand der Bettlerin und wollte weitergehen. Da geschah das Unerwartete: Die Bettlerin blickte auf, sah den Geber, erhob sich mühsam von der Erde, tastete nach der Hand des fremden Mannes, küsste sie und ging mit der Rose davon.

Eine Woche lang war die Alte verschwunden, der Platz, an dem sie vorher gebettelt hatte, blieb leer. Vergeblich suchte die Begleiterin Rilkes eine Antwort darauf, wer wohl jetzt der Alten ein Almosen gebe.

Nach acht Tagen sass plötzlich die Bettlerin wieder wie früher am gewohnten Platz. Sie war stumm wie damals, wiederum nur ihre Bedürftigkeit zeigend durch die ausgestreckte Hand. “Aber wovon hat sie denn all die Tage, da sie nichts erhielt, nur gelebt?”, frage die Französin. Rilke antwortete: “Von der Rose . . .”

Märchen von Sterben und Tod

Claude Monet: Tauwetter an der Seine bei Vetheuil

Claude Monet: Tauwetter an der Seine bei Vetheuil

Es war ein wundervoller Abend. http://maerchenquelle.ch/3333/veranst/demnaechst/2014/vom-koenig-der-nicht-sterben-wollte/

Der Titel des Märchenerzählabends vom 7. November 2014 wirkte nicht abschreckend, im Gegenteil, so viele Leute waren es noch nie, seit die Tradition des November-Erzählabends im Cheesmeyer Sissach besteht. Glück im Unglück war auch dabei. Die Ankündigung einer Tanzparty mit Live-Musik im Geschoss unter dem Erzählraum des Buchantiquariats war zuerst ein Schock und vertrieb uns in den Dachraum. Aber der Platz hätte unten auch nie für über 40 Personen gereicht, schon die letzten beiden Jahre mussten einige Märchenfreunde mit Stehplätzen vorlieb nehmen.

Es war vielleicht etwas kühl. Die Stimmung aber absolut super. Die Märchen flossen von uns Erzählenden (Simone Peyer und Urs Volkart) zu den Zuhörenden. Die märchenhaften Musik-Klänge von Ingrid Gauer und Barbara Geiser trugen das ihrige bei, um die Zuhörenden mitzunehmen. Applaus und Komplimente stimmten auch.

Zur Information die Märchenliste:

  1. Izanami und Izanagi (aus dem japanischen Schöpfungsmythos)
  2. Atar (aus Persien)
  3. Vom König, der nicht sterben wollte (G. Bomans)
  4. Der Trunkenbold (Russland)
  5. Gevatter Tod (Brüder Grimm KHM 1812)
  6. Der Schafhirt (aus dem Norden)
  7. Der Tod von Isfahan (Orient)
  8. Auf der Durchreise (Nasruddin, Orient)

Musik mit verschiedenen Flöten, Kotamo, Shruti-Box, Trommel. Gong und Klangschalen.

 

Vom König, der nicht sterben wollte

Herzliche Einladung zu unserem traditionellen Märchenabend

Flyer-Erzaehlabend-Sissach_2014-11-07

im Buchantiquariat des Vereins “loose, rede, läse”,
1. Stock Cheesmeyerhuus, Hauptstrasse. 55, Sissach

Freitag, 7. November 2014, 20 Uhr

Märchen von Leben und Tod
frei erzählt von Simone Peyer und Urs Volkart

Musik Ingrid Gauer und Barbara Geiser

Eintritt frei, Kollekte

Flyer Erzählabend 2014-11-07

 

Erzählanlässe im November 2014

Vorankündigung: Bitte im Terminkalender festhalten. Weitere Informationen folgen!


Freitag, 7. November 2014, 19.30 Uhr

Buchantiquariat im “Cheesmeyerhuus”, Hauptstrasse 55, 4450 Sissach BL

Vom König, der nicht sterben wollte

Märchen von Leben und Tod

frei erzählt von Simone Peyer und Urs Volkart

Musik: Ingrid Gauer und Barbara Geiser

Eintritt frei, Kollekte


Freitag, 21. November 2014, 19.30 Uhr
Samstag, 22. November 2014, 18.30 Uhr

Buchhandlung und -antiquariat “Zem Büecherwurm”, Gerbergässlein 12, 4051 Basel

Viva, viva la Musica

Der Basler Märchenkreis erzählt

Musik: Joachim Pfeffinger, Querflöte

Eintritt frei, Kollekte