Umsetzungskompetenz mit Beispielen aus Märchen

Zusammenfassung aus dem Kapitel 2 aus
Wunderer, R. (2008), „Der gestiefelte Kater als Unternehmer“, Verlag Gabler

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Umsetzungskompetenz ist eine mitunternehmerische Schlüsselkompetenz auf der Ebene der menschlichen Potenziale, erschliessbar durch eine Reihe motivatorischer Ressourcen und Verhaltensweisen.
(Weitere mitunternehmerische Schlüsselkompetenzen auf der Ebene der menschlichen Potenziale sind Gestaltungs- und Sozialkompetenz)
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Portfolio-Ansatz für die Kombination von Qualifikation und Motivation für das mitunternehmerische Handeln:

  1. Mitunternehmer mit grosser mitunternehmerischer Qualifikation und Motivation.
    Märchenbeispiel: Aschenputtel.
  2. Unternehmerisch qualifizierte, aber begrenzt motivierte.
    Märchenbeispiel: Das tapfere Schneiderlein.
  3. Unternehmerisch motivierte, aber begrenzt qualifizierte.
    Märchenbeispiel: Hänsel und Gretel.
  4. Begrenzt qualifizierte und motivierte Routinemitarbeiter/innen.
    Märchenbeispiel: Das Rotkäppchen.
  5. Unqualifizierte, überforderte.
    Märchenbeispiel: Die sieben Schwaben.
  6. Demotivierte.
    Märchenbeispiel: Die Pechmarie bei Frau Holle.

Sie Diagramm im Buch.

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Das Modell der (Fremd-)Förderung der Motivation mitunternehmerisch zu handeln weist fünf Faktoren auf:

  1. Eigenmotivation erkennen und nutzen.
  2. Commitment (Selbstverpflichtung) fordern.
  3. Situationsmotivation steigern.
  4. Demotivation verringern.
  5. Umsetzung fördern.
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Bezüglich der Umsetzungskompetenz und -motivation zeigen empirische Forschungsresultate folgende Problembereiche auf:

  1. Hartnäckigkeit.
  2. Risikoverhalten.
  3. Vernetzungsfähigkeit.
  4. Planung der Umsetzung.
  5. Organisation der Umsetzung.
  6. Kontrolle der Umsetzung.
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Märchenheldinnen und -helden zeigen oft risikofreudiges Verhalten und meist auch Hartnäckigkeit. In der Regel treten sie als erfolgreiche Einzelkämpfer/innen ohne Vernetzung (höchstens mit nichtmenschlichen Helferwesen) auf und lassen Management-Geschick (Planung, Oerganisation, Kontrolle) vermissen.

Die typische Märchenerzählung stellt die dazugehörigen mentalen Prozesse selten bis nie dar: Die Märchenheldinnen und -helden handeln einfach, oft ohne formulierten Vorsatz und praktisch nie mit Reflexion danach. Deshalb sind auch nur selten Lernprozesse dargestellt.

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und
Bemerk.
von Urs

Die Förderung der Umsetzungskompetenz wird in den Märchen eher selten dargestellt, indem

  1. Lernprozesse selten explizit dargestellt werden.
  2. Unreflektiertes Handeln aufgrund von direktiven Ratschlägen vorherrscht.
  3. Coachingmethoden sich weder an heutigen verhaltenstherapeutischen noch humanistischen Ansätzen orientieren.

Die nötigen Entwicklungsprozesse, oft das Ziel des Wegs der Märchenheldinnen und -helden, „geschehen einfach„.
Zur Illustration von Lerntheorien sind Märchen in der Regel nicht geeignet.
Differenziertere Darstellung der „Personalförderungsaspekte“ in den Märchen: siehe Buch, S. 48-56.

48 ff

und
Bemerk.
von Urs

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