Kategorie-Archiv: Perkussion

Erzengel-Energiebilder und Hang Fee

Vernissage im Tee-Raum Sissach:

Im Tee-Raum Sissach sind zurzeit reliefartige Gemälde der Energien von Erzengeln, Meistern und Naturwesen bzw.  Elementen ausgestellt. Der Heiler und Künstler Erich Bischof aus Gelterkinden erhielt die Inspiration für diese Bilder, die er in farbenfrohe Mandala-artige Reliefe umsetzte. Im Mittelteil der Kunstwerke sind immer, etwas gewöhnungsbedürftig,  Spiegel eingefügt, welche die energetische Strahlkraft der Bilder verstärken sollten.   Weiterlesen

Udu

UduEine Udu ist ein Tongefäss-Perkussionsinstrument, das vor allem in Nigeria beheimatet ist. Es gibt ganz einfache Udus, aber auch sehr kunstvolle (>>> Gallerie). Die Udu soll ursprünglich vor allem von Frauen gespielt worden sein.

Der Ton entsteht durch die Vibration des Luftkörpers im Inneren des Gefässes. Die Udu ermöglicht verschiedene Klangfarben: Mit den Fingern auf dem Tonkörper: typisch „tönerner“ Ton; auf dem Gefässboden erklingt ein hellerer Ton. Mit der flachen Hand auf das seitliche Loch schlagen, deckend oder nur halb deckend, klingt „U“, fast wie eine Tabla; eine dumpfere Klangvariante entsteht durch Ruhenlassen der Hand nach dem Schlag auf die Öffnung.

Ich schätze die Udu als wohlklingendes Perkussionsinstrument sehr. Ausserdem kann ich sie einfach auf den Schoss nehmen und spielen, ohne für das Lagern und Aufstellen grossen Aufwand zu haben.

Diembé

Die Djembé ist eine Handtrommel, die ursprünglich aus Westafrika kommt. In der Sprache des Banama-Volkes (Mali) bedeutet „djembe“ ungefähr „alle kommen zusammen“.

Die Djembé wäre demzufolge ursprünglich eine Trommel, um die Leute zusammenzurufen (zusammenzutrommeln). Dabei bleibt aber eine Djembé wohl selten allein: viele Westafrikanische Rhythmen sind mehrstimmig.

Der Körper der Djembé besteht aus Holz, typischerweise aus einem Stück Hartholz, das den Trommelbauern Westafrikas in ihren Wäldern zur Verfügung steht. Die Membran ist in der Regel ein Ziegenfell, vorzugsweise eines weiblichen Tiers. Metallringe und Schnüre vervollständigen die Konstruktion. Innen bleibt das Holz relativ roh behauen, was die Klangfarbe gewollt beeinflusst. Aussen kann das Holz mit figürlichen und symbolischen Darstellungen verziert sein.

DjembéEine Djembé kann sehr laut gespielt werden. Sie soll offenbar auch als Signaltrommel über weite Strecken Verwendung gefunden haben. Wird ihr nach unten offener Resonanztubus teilweise oder ganz von der Unterlage gehoben, erklingt besonders beim sog. Bass-Schlag in der Fellmitte ein druckvoller Basston. Andere wichtige Schlagarten sind „Slap“ und „Tone“. Die Anschlag-Kunst besteht darin mit wenig physischer Kraft, konzentriert auf den Schlag, einen guten Ton zu erzeugen.

Die Djembé ist über Frankreich, der ehemals dominierenden Kolonialmacht in Westafrika, in Europa zu einer populären Trommel geworden. Es gibt unzählige Lehrer/innen in Europa, von denen viele direkt von westafrikanischen Meistern gelernt haben.

Ich spiele die Djembé gerne. Die Hand-Schlagtechniken erfordern eigentlich Übung, obwohl es einfach aussieht. Die komplexen Rhythmen, oft auch Polyrhythmen der westafrikanischen Musik sind eine faszinierende Herausforderung für Mitteleuropäer.


Schlitztrommeln

Schlitztrommeln sind eine über die ganze Welt verbreitete Form von Holztrommeln ohne Fellmembran oder dergleichen.

Schlitztrommel

Als raffinierte Objekte mit zahlreichen Tonhöhen auf einer Schlitztrommel gibt es auch moderne Varianten.

In einem mehr oder weniger ausgehöhlten Holzstück befindet ein Schlitz. Ein heller glockiger Klang erklingt, wenn man die Schlitztrommel mit einem Holzstöcklein schlägt.

Mit mehreren Schlitzen erzeugt man Zungen und somit verschiedene Klanghöhen, welche die Schlitztrommeln in die Nähe eines Melodieinstrumentes rücken.

Ich habe afrikanische Schlitztrommeln erst kürzlich kennen gelernt. Es macht Spass, darauf zu spielen. Neben dem Halten des Rhythmus-Musters gilt es die Klanghöhen und Klangfarben richtig einzusetzen.

Text von der Website des „modernen“ Schlitztrommelnbauers Ruedi Manser:

Philosophie der Schlitztrommel

Auf Holz schlagen, Botschaften vermittlen waren bei unseren Vorfahren eine wichtige Kommunikationsform. Man kann durchaus sagen, das waren unsere ersten Telephone.

Wenn dann das Holz noch ausgehöhlt wird, kommen die Klänge noch stärker hervor. Die Schlitztrommeln sind geboren. Jedes Holz hat einen anderen Ton. Wenn ich denke wieviel Holz es gibt auf dieser Erde, dann gehts mir gut. Der warme Holzton spricht etwas Tiefes in uns an. Schlitztrommeln aus meiner Werkstatt haben immer die ursprüngliche organische Form des Baumes oder Baumteils. Es gibt dadurch nur Originale.

Die klassische Form einer Schlitztrommel ist ein geschlossener Hohlkörper.  Aus dieser Form bin ich zum Teil ausgebrochen und fing an das Holz auch von der Seite (Stirn) einzuschneiden. Das Holz hinter den Einschnitten ist massiv und zugleich Resonanzverstärker.

Balafon

Balafon-SpielerDas Balafon ist seit dem 12. Jhdt. bezeugt (es existierte sicher schon früher) und gilt als Urahne anderer Stabschlag-Instrumente wie Marimba, Xylofon, Glockenspiel usw.

Das Balafon war/ist ein Instrument des Königshofs.

Die Tradition des Balafon-Spiels ist in Afrika ungebrochen und findet zunehmend Fans in Europa.

Das Balafon besteht aus Klangstäben aus Holz und Kalebassen, die als Resonanzkörper wirken. In die Seiten der Kalebassen sind zwei oder drei fingerdicke Löcher gebohrt, über die z.B. Fledermausflügel geklebt werden (heute auch immer häufiger Zigarettenpapier). Diese Membrane werden durch die Resonanz in Schwingung versetzt, sie beginnen zu surren, was dem Balafon seine typische Klangfarbe gibt. 

Balafon

Ein Balafon kann pentatonisch oder auch mit für europäische Ohren ungewohnten Tonintervallen gestimmt sein.

Ich spiele selber nicht Balafon. Ich höre umso lieber dieser faszinierenden Mischung von Rhythmus, Ostinato und Melodie zu.

Basstrommeln aus Westafrika

Westafrikanische Basstrommeln kommen oft in drei Grössen zum Einsatz:

Kenkeni, Sangba und Dundun (Djun-djun)

Basstromel mit Glocke

Zumeist weisen sie zusätzlich ein Klangholz oder eine Glocke auf.

Basstrommeln werden mit einem Schlagholz / Stöcklein gespielt.

Ihre manchmal einfachen, manchmal komplexen Rhythmus-Muster bilden einen stützenden Klangteppich für Soloinstrumente.

Eine der Basstrommel-Stimmen (z.B. das Kenkeni) übernimmt meistens die Funktion des „Metronoms“.

Basstrommeln sind nicht Solo-Instrumente, verfügen aber über verschiedene Rhythmus-Muster: Grundrhythmus, Echauffement, Frage-Antwort usw.Basstrommeln 

Wenn ich neben dem Djembé auch alle Basstrommel-Stimmen kenne und selber spiele, kann ich mir viel besser die ganze Komposition, die Einsätze der Djembé usw. merken. Im Kopf (oder im Bauch oder wo auch immer spiele ich Basstrommel-Muster mit), auch wenn ich allein im Kämmerlein die Djembé bearbeite.