Kategorie-Archiv: Märchen erzählen

Jüdische Märchen und Musik

Synagoge Basel

Synagoge Basel

Basel, 8.März 2009

Aus Anlass des Todestages der Märchenerzählerin Ruth Nordmann organisierte die Schweizerische Märchengesellschaft im Saal der Israelitischen Gemeinde Basel einen wahrhaft märchenhaften Anlass.

Gidon Horowitz und Mitglieder des Basler Märchenkreis’ erzählten jüdische Märchen und Legenden, vornehmlich aus der reichen chassidischen Tradition. Die oft wenig komfortable Lebenssituation der Ostjuden war wohl ein guter Nährboden für Geschichten, die Mut und Hoffnung geben, eine wichtige Funktion, die Märchen ja immer noch haben. Weiterlesen →

Märchenzeit 2009

Vollmond

Vollmond

zitiert von der Website der Mutabor Märchenstiftung:

Die Mutabor Märchenstiftung lädt ein zur Märchenzeit. Zwischen Vollmond, Freitag, 4. September 2009 und Vollmond, Sonntag, 4. Oktober 2009 finden in der ganzen Schweiz und im angrenzenden Ausland Veranstaltungen statt zum Thema „Vom Mond und anderen Himmelsgestirnen”. Tauchen Sie ein in die Welt der Märchen und lauschen Sie den Geschichten von Sonne, Mond und Sternen und was sie zu erzählen haben. Das Programm mit den Märchen-Veranstaltungen wird im Frühling 2009 veröffentlicht.

Ein Projekt der Mutabor Märchenstiftung unter dem Patronat der Schweizerischen UNESCO-Kommission.

Unterschiedliche Erzählsituationen

In den letzten Tagen kam ich in den Genuss von zwei sehr unterschiedlichen Erzählsituationen. Zuerst aber die Gemeinsamkeit: Beide Male war es ein Frauen-Publikum. Nicht weil in Märchenkreisen die Frauen stärker vertreten sind, sondern diese Frauen waren durch ihre berufliche Position zusammengekommen.

Die eine Erzählsituation: im Freien, in Regen, Kälte und Wind, die Zuhörenden stehend, notdürftig geschützt durch Sonnenschirm oder Hausvordach, im kleinen Dorf Nuglar (ein solothurnischer Vorposten direkt über der basellandschaftlichen Kantonshauptstadt Liestal).

Die andere Erzählsituation: im gediegenen Merian-Saal des Hotels Merian Basel, in der Wärme, schön gepolsterte Lehnstühle, ein funkelnder Christbaum im Rücken des Märchenerzählers.

Und beide Male: beglückte und fröhliche Gesichter.

Es gibt also nicht grundsätzlich ungeeignete Umstände für’s Märchenerzählen…..

Mir gefällt auf jeden Fall beides!

Kurzberichte zu diesen zwei Veranstaltungen: hier und hier.

Komisches Gefühl – freudiges Gefühl

Heute habe ich mir auf dem Arbeitsweg im Zug überlegt, was dieses Jahr in Sachen Märchen denn so alles gelaufen ist. Dabei hatte ich eine überraschende Erfahrung gemacht: Das Gefühl “keine Termine, was jetzt”.

Und dabei waren 2008 doch:
Viele schöne Erzählveranstaltungen, selber organisierte, mit anderen gemeinsam organisierte und solche, wo ich “nur” engagiert war, also unbelastet von Organisatorischem zum Erzählen hingehen durfte. Besonders gefreut hat mich, dass die zwei Wiederbelebungen alter Traditionen, der Märchen-Abendspaziergang und die Erzählnacht in der Bibliothek auf gute Resonanz gestossen sind. Und immer wieder die Interaktion mit anderen Erzählerinnen bei gemeinsamen Auftritten.

Und jetzt ist das “Auftragsbuch” praktisch leer. Noch zwei Engagements in geschlossenen Gesellschaften im Dezember stehen an. Noch keine konkreten Pläne für Erzählveranstaltungen für nächstes Jahr.

Dafür kommt hoffentlich ein Bereich wieder vermehrt zum Zuge, der dieses Jahr eher brach lag: Das Betrachten von Märchen.

Und sicher wird die neu gegründete Arbeitsgemeinschaft “Märchen und Management” zu spannenden Aktivitäten im 2009 führen.

Ich freue mich auf eine märchenhafte Zukunft.

Die schweizerische Erzählnacht

ist ein tolle Gemeinschaftsinitiative des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien (SIKJM) mit Bibliotheken, der Unicef und anderen Organisationen:
Es sollen immer am zweiten Freitag im November möglichst viele Veranstaltungen um und mit Erzählungen stattfinden: freies Erzählen, Lesungen, dramatische Umsetzungen, Visualisierungen usw. haben alle Platz.

Wasserstrahl eines Springbrunnens (Aufnahme: http://velina.info/gallery/view/water/h2o_08)

Im Jahr 2008 ist es der 14. November mit dem Thema Wasser (“L’aua raquinta” – “Storie d’acqua” – “Au fil de l’eau” – “Geschichten vom Wasser”). Weiterlesen →

Märchenfest Münchenstein

Plakat Märchenfest 2008

Plakat Märchenfest 2008

Jedes Jahr organisieren Märchenfreunde in der Rudolf Steiner-Schule Münchenstein ein Märchenfest (»»Programm). Ursprünglich gedacht als Plattform für Märchen-Künstler (Erzählkunst, Theater, Puppenspiel usw.) hat sich das Märchenfest zu einem grossen Event entwickelt, wo mehr oder weniger alle auftreten, die in der Nordwestschweiz und darüber hinaus bekannt sind. Im Vordergrund stehen natürlich Künstlerinnen und Künstler, die mit Figurentheater, Tisch- und Stabpuppen, Schauspiel und Installationen den Zauber der Märchen visuell erfahrbar machen. Und dies zieht auch das Publikum an. Dazu sind auch Verpflegung, Bücherstände, Wolle und anderes gekommen.

Als Märchenerzähler, der primär über den Hörsinn anspricht und die visuelle Erfahrung den inneren Bildern der Zuhörenden überlässt, ist man da eher eine Ergänzung. Ensprechend hält sich der Zuhörerandrang in Grenzen. Durchaus verständlich in unser durch visuelle Reize dominierten Welt. Ehrlich, wenn ich als Vater mit einem Kind zwischen einem Puppentheater und einer Erzählrunde entscheiden müsste, würde ich vielleicht auch eher das Puppentheater wählen.

So oder so, das Erzählen in der Jurte, mit wenigen und mit vielen Zuhörenden war für mich ein schönes Erlebnis. Und die Zuhörenden hat’s erfreut. Es ist zu hoffen, dass die Veranstaltenden dieses “Nischenangebot” weiter pflegen werden.

Tokkelbühne (Märchentheater)

Tokkelbühne (Märchentheater)

Das Märchenfest läuft Samstag/Sonntag 18./19. Oktober 2008. Noch viel Vergnügen !!

Plakat und Bild Tokkelbühne: von der Website der R. Steiner-Schule Münchenstein.

Siehe meinen Bericht hier>.

Verbindlichkeit von Anmeldungen

Ich schreibe eine Veranstaltung aus, die aus organisatorischen Gründen eine Anmeldung verlangt. Dann bekomme ich zwar viele Echos. Aber die meisten lauten sinngemäss: “Ich habe es mir notiert, wenn dann nichts anderes ist, komme ich vielleicht.”

In der Regel ist diese Antwort durchaus wohlmeindend. Aber es hilft nicht wirklich beim Organisieren eines Anlasses. Und es hat mit Prioritäten setzen und somit mit Wertschätzung zu tun.

Ich weiss, ich weiss, ich darf das nicht persönlich nehmen, weil es nicht persönlich gemeint ist. Und ich sollte nicht die Wertschätzung meiner Arbeit als Märchenerzähler mit meinem Ego verbinden.

Vielleicht ist das wirklich als Lehrstück für mich gedacht. Aber nervig ist es trotzdem…..

Der Lohn des Märchenerzählers

Wovon lebt der Märchenerzähler ?

Die Volks- und Publikumsmeinung ist eindeutig: Von der Freude am Erzählen!

Und die Motivation jedes/r Märchenerzählenden entspringt sicher der Freude am Erzählen.

Aber von der Freude am Erzählen allein kann man nicht leben. Es bräuchte dann schon ein sehr tiefes Vertrauen in den eigenen schicksalshaften Märchen-Lebensweg, dass einem im richtigen Moment Hilfe, auch finanzielle, zukommt. Weiterlesen →