Hans im Glück 1

Ein verwirrendes Märchen ?

Verwirrend wohl auch, weil ich selbst da auch gewisse Persönlichkeitsmerkmale von mir wiederfinde, ….. ,  denn Frustabbau finde ich gesund !

Sehr angeregt hat mich vor einiger Zeit ein Weiterbildungskurs mit Rolf Wunderer, dem emeritierten „HR-Guru“ der Hochschule St. Gallen (Schweiz), in dessen Verlauf eine interessante Deutung des Märchens diskutiert wurde.

Begegnet ist mir unter anderem kürzlich ein (älterer) Blog von Christa Schwemlein, der meine Gedanken in Bewegung setzte.

Was gibt es für Interpretationsspuren ?

Schwankmärchen über einen Markttrottel

Möglich, ein Schwankmärchen, das sich über einen „Markttrottel“ lustig macht, also einen Marktteilnehmer, der beliebig übers Ohr gehauen werden kann und nichts als Verlustgeschäfte macht. In Unkenntnis des Marktwertes seines jeweiligen Beseitzes macht sich Hans zur Lachnummer.

Diese Rezeption des Märchens durch die Zuhörenden ist nicht abwegig und war vielleicht als Nebeneffekt beabsichtigt. Aber sie schränkt den Gehalt des Märchens schon auf sehr Oberflächliches ein. Etwa so wie wenn sich z.B. der Gehalt von „Rotkäppchen“ in der Ermahnung und Handlungsanweisung von Primarschülern für ihren Schulweg erschöpfen würde.

Fortsetzung folgt

Ein Gedanke zu „Hans im Glück 1

  1. Christa

    Hallo,
    erst mal vielen Dank für die Verlinkung. Du bist übrigens einer der wenigen, die auf Anhieb meinen Namen richtig geschrieben haben und das freut mich viel mehr als die „Webwährung“ 🙂

    Es erscheint schon paradox, dass Hans gerade dann am glücklichsten war,als er alles verloren hatte. Worin ist dieses Glück begründet?
    Er sei völlig frei, nichts belaste ihn mehr, bekam ich auf einem Seminar, wo dieses Märchen zum Thema „loslassen“ herangezogen wurde, zur Antwort.
    Mein Einwand, wie man sich denn frei fühlen kann, wenn man mittellos in die Arme der Mutter springt sorgte damals für schalledes Gelächter. Ich hatte das ernst gemeint und fand das eigentlich nicht zum lachen.
    Die Seminarleiterin ging darauf gar nicht ein, sie fuhr ihre Schiene weiter. Hans lebe ganz im Augenblick. Hinter dem trotteligen Verhalten stehe ein Lernprozess, der dem Leser des Märchens vermitteln will, dass das wahre Glück nicht in materiellen Dingen zu finden sei.
    Naja, mich würde es sehr belasten, wenn ich als erwachsene Frau wieder von meinen Eltern abhängig wäre.

    Daher bin ich auf deine Fortsetzungen sehr gespannt.
    Gruß Christa

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