Willkommen bei der Märchenquelle

Märchen und viel mehr … eine Website von Urs Volkart

Der Weg ist das Ziel

Ferdinand Hodler: Tessiner Landschaft (1893)— aber nicht im Märchen.

Märchenheldinnen und -helden sind zwar nicht immer zielstrebig unterwegs, aber der Weg ist nicht ihr Ziel. Das Ziel bleibt die Vervollkommnung, zumindest in den Märchen, die auf alte Motive zurückgehen.

Gemälde von Ferdinand Hodler, 1893,
“Tessiner Landschaft”

Der Jüngling in ”Die Kristallkugel” (Brüder Grimm 1857, KHM 197) hat zwar keine Ahnung wo es lang geht. Er will einfach zum Schloss der goldenen Sonne, die verwunschene Königstochter erlösen. Die Riesen am Weg sind unübersehbar, aber die Qualität des Wünschhuts, den er “mitlaufen” lässt, wird ihm sowenig bewusst wie der Weg den er geht.  So “überspringt” er einfach den Weg zum Schloss. Im zweiten Teil muss er allerdings schon mit vollem Bewusstsein das Richtige auf dem Weg tun und alle seine inneren Kräfte mobilisieren, um sein Ziel zu erreichen.   (weiterlesen …)

,
13. February 2011 at 18:38 Comments (0)

Das Märchen weist den Weg zum Licht

Das Märchen glaubt daran, dass
es die Bestimmung der Gefahr, des Dunkels, des Übels sei,
den Menschen emporzuführen ins Licht.

 

Max Lüthi (1909-1991)
Märchenforscher und Professor an der Uni Zürich

, ,
31. October 2010 at 22:39 Comments (0)