Kategorie-Archiv: Frieden

Der Musikverein von Claro

Der Musikverein von Claro (Meinrad Lienert)

Eine berührende Kurzgeschichte des Schweizer Dichters Meinrad Lienert (1865-1933). Sie spielt wohl in der Tessiner Region „Riviera“ (zwischen Biasca und Bellinzona), wobei nur das Dorf Claro wirklich genannt wird, und die Nachbardörfer aus unbekannen Gründen mit Pseudonymen bezeichnet werden. >>Text>> Weiterlesen

Namaste

Diese indische Grussformel stammt aus dem Sanskrit und bedeutet wörtlich übersetzt „Verehrung Dir“. Dieser Gruss hat sich im Hinduismus und im Buddhismus erhalten und wird gerne auch in der westlichen Welt dargeboten.

NamasteDer Gruss wird begleitet vom entsprechenden Namaste-Mudra mit den aneinandergelegten Handflächen auf Brusthöhe, wobei die Fingerspitzen nach oben oder auch nach vorne gerichtet sein können (gibt es da eine unterschiedliche Bedeutung ?). Eine besondere Verehrung wird ausgedrückt, wenn anschliessend die aneinandergelegten Hände auf Gesichtshöhe gehen (mit den Fingerspitzen auf der Höhe des Stirnchakras).

Sehr häufig ersetzt das Namaste-Mudra den gesprochenen Gruss vollständig.

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Music for Peace

Voices for Peace (Konzert): Timna Brauer und Elias Meiri mit 2 Perkussionisten und 2 kleinen Begleitchören füllten fast anderthalb Stunden die Bruder Klaus-Kirche in Liestal mit intensiven Klängen. Religiöse Lieder aus dem nahen Osten, aus den vielfältigen jüdischen, muslimischen und christlich-arabischen Traditionen waren die Grundlage für mächtige Arrangements.

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Eid ul-Fitr und Rosch Haschanah 2010

Aus einem Brief aus Neve Shalom / Wahat al Salam:

Liebe Freunde und Freundinnen,

Am Donnerstag feiern wir hier zusammen Rosh Hashana, das jüdische Neujahrsfest und Id el Fit’r, den moslemischen Feiertag für das Ende des Fastenmonats Ramadan. 

Ich möchte diese Gelegenheit benützen Euch alle an den guten Wünschen für ein gutes friedliches Neues Jahr und ein gesegnetes Id el Fit’r Fest teilhaben zu lassen.

Mögen all die Gebete, die an diesen Feiertagen gesagt werden für ein Gelingen der neuen Friedensgespräche beitragen!

Möge der Nahe Osten endlich ein grosses Friedensdorf wie unser Neve Shalom/Wahat al Salam werden!

Shana Tova und Kul Am u Intu B’cher

Shalom, Salam

E.G.S.

Merkabah – Die Vision des Hesekiel (Ezechiel)

Matthäus Merian, 17.Jhdt.Im ersten Kapitel des Buchs „Hesekiel“ (>>Text) beschreibt der Prophet Hesekiel (oder Ezechiel) eine überwältigende Vision, die in der jüdischen Mystik grosse Resonanz fand und findet. Die jüdische Sekundärliteratur entwickelte das zum Teil etwas schwer verständliche Bild Hesekiels weiter und führte insbesondere das Wort „Merkabah ein“, was „Wagen“ bedeutet, obwohl der Prophet selber diesen Begriff nie verwendet hat.

(Bild rechts: Bibel-Illustration nach Matthäus Merian, 17. Jhdt.)

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Die Butter in der Milch

Wo wohnt Gott ?
Diese Frage stellt Christa Schwemlein auf ihrem Blog >>Beitrag auf  ver-rueckt.net

Eine kleine Geschichte dazu:

Eines Tages kam ein junger Mann zu einem alten Heiligen, der in einer kleinen Bambushütte am Fluss wohnte. Die schlichte Atmosphäre dieser Behausung wirkte beruhigend auf das Gemüt des Besuchers, und er genoss die Gesellschaft des heiligen Mannes ausserordentlich. Als es dann für ihn Zeit war zu gehen, bat er seinen Gastgeber, eine für ihn sehr wichtige Frage stellen zu dürfen. Weiterlesen

Chanukka

Reproduktion der Menora des 2. TempelsDas Chanukka-Fest ist ein Fest des Lichts und wurde erstmals am 25. Dezember 164 aCn gefeiert.

Antiochus Epiphanes, der damalige Herrscher im Seleukidenreich, einem der Nachfolgestaaten des Alexanderreichs, hatte im 2. Jhdt aCn mit seinen Truppen den jüdischen Staat besetzt und den zweiten Tempel in Jerusalem zerstört. Dieser historische Kontext erklärt, weshalb die Besetzer in den jüdischen Geschichts-und Legendentradition oft als “die Griechen” bezeichnet werden, obwohl der Begriff “Syrer”oder allenfalls “hellenisierte Syrer” zutreffender wäre. Allerdings dürfte der freigeistige Hellenismus von religiösen Juden wirklich auch spirituell als Bedrohung empfunden worden sein, nicht zuletzt weil auch viele Juden sich gut im Hellenismus assimilierten.

Judas der MakkabäerDie Aufständischen unter der Führung von Judas Makkabäus besiegten das zahlenmässig weit überlegende Heer der Seleukiden und eroberten den Tempelberg zurück. Eine Darstellung der Ereignisse findet sich im 1. Buch der Makkabäer im 4. Kapitel, Vers 36ff.. Allerdings weist der biblischen Text die folgende Legende noch nicht auf:



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Internationaler Kurs für Friedensanimatoren in Israel

Auch in Israel gibt es eine Minderheit von Menschen, die die Hoffung auf ein friedliches Zusammenleben nicht aufgegeben haben. Auf die Dorfgemeinschaft „Neve Shalom – Wahat al-Salam“ im Grenzgebiet zwischen Israel und dem besetzten palästinensischen Westjordanland habe ich schon hingewiesen >>.

Die Einwohnerinnen und Einwohner des Dorfes üben nicht nur das Zusammenleben von jüdischen und arabischen Menschen, sondern unterhalten auch eine Friedensschule, welche Kurse und Camps anbietet (und erfolgreich duchführt). In der Regel sind die Angebote für Menschen aus Israel / Palästina gedacht. Die Friedenschule kann auf über 30 Jahre professionelle Arbeit zurückblicken.

Auf grossen Wunsch ihrer Freunde im Ausland bietet sie 2010 zum ersten Mal ein internationalen Kurs für Friedensanimatoren an: 6.-18. Juli 2010, natürlich in Neve Shalom – Wahat al-Salam. Anmeldefrist noch bis Ende Januar 2010.