Kategorie-Archiv: Berner Oberland/Zentralschweiz

Neuer Beruf für Töchter und Söhne von Märchenleuten

BERUFE MIT ZUKUNFT

Fachfrau, Fachmann Brauchtum EFZ

Wie heisst eigentlich der rot gewandete Geselle, der uns im Dezember regelmässig über den Weg läuft? Nikolaus, Weihnachtsmann – oder sogar Santa? Und wen hat er da bei sich, mit der Rute? Schmutzli, Knecht Ruprecht – oder sogar den bösen Krampus? Darf man Letzteren im Zeitalter von Alterslimiten für alles Mögliche den Kindern überhaupt noch zumuten? Und was ist mit dem Christkind? Ist der 24. Dezember wirklich noch alleine sein Tag – oder ist dieses Monopol aufgrund der Expansionspolitik des Weihnachtsmanns ho-ho-hochoffiziell Geschichte?

Mit solchen Fragen beschäftigen sich Fachfrauen und Fachmänner Brauchtum  am Ende des Jahres. Doch auch sonst haben sie viel zu tun: Sie beraten Vereine, Unternehmen, Gemeinden und sogar kirchliche Organisationen beim Durchführen von Feiertagen und traditionellen Volksfesten. Ihre fundierten Kenntnisse im Brauchtum ermöglichen es ihnen, solche Anlässe unverfälscht-ursprünglich durchzuführen – aber auch das Gegenteil. Die Berufsleute kennen alle Facetten des Brauchtums, also auch jene Elemente, die aus anderen Kulturkreisen oder aus zeitgenössischen Strömungen stammen. Der Beruf verbindet ethnologisches Basiswissen mit fundierten Kenntnissen im Event-Management. Egal ob russisch-orthodox oder fürs vorstädtische Hip-Hop-Kollektiv – Fachleute Brauchtum lassen für alle Bedürfnisse ein passendes Weihnachtsfest steigen.

Die Berufsleute beschränken sich nicht auf schweizerische oder christliche Bräuche. Die berufliche Grundbildung gibt es in vielen Fachrichtungen, wie indigene Völker, Nahost und Fernost. Wer eine solche Fachrichtung wählt, braucht tiefes Verständnis und enge Verbundenheit zum entsprechenden Kulturkreis.

Unspunnen 1808

Unspunnenfest 1808

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Nicht ganz erst gemeinter Artikel in der Zeitschrift „Panorama“ 12/6

Höhenwanderung Rigi

Wunderbare Höhenwanderung, nicht anstrengend.

Sagenhafte 360°-Aussicht: vom Alpstein über die Zentralschweizer und Berner Alpen bis Jura, Vogesen und Schwarzwald; natürlich auch über das Mittelland, wenn nicht …

Route (Höhenangaben m.ü.M.): Rigi-Scheidegg (1650) — Dosse (1685) — First (1453) — Rotstock (1659) — Staffel (1603) — Rigi-Kulm (1798).Höhenprofil

Karte Rigi 1:25’000  [Landeskarten-Ausschnitt 1:25‘000 (©PDF-Kopie von geo.admin.ch)].

Höhenprofil: Abildung rechts.

Netto-Wanderzeit ca. 2¾ Std.

Wegqualität: teils bequeme Hartbelag-Wege, teils steile, abschüssige Bergwege (Dosse-Nordwesthang), an den Nordhängen der Hügel lag Schnee.

Datum: 16. November 2012.

Wetter: typisch Schweizerisches Herbstwetter: dichter Nebel bis ca. 750m, kühl-feucht, um 5°C und 95% rLf.; oberhalb sonnig, trocken, über 10°C und 5% rLf. auf 1800 m.ü.M.

Blick Richtung Süden, vorne die Mythen, dahinter die Alpenkette
vom Säntis (Alpstein) bis zum Glärnisch.

Aussicht Süden

Aussicht nach Norden über das Mittelland unter der Nebeldecke
zum Jura, dahinter die Vogesen und rechts der Schwarzwald.

Aussicht Norden

Es sind alle drei Belchen zu sehen! (am linken Bildrand der Schweizer-Belchen,
hinter der Gösgen-Kühlturmwolke der Elsässer Belchen in den Vogesen,
und ca. 1/3  Bildbreite von rechts der Schwarzwald-Belchen).

Simmenfälle-Wildhornhütte-Lauenensee


Zweitageswanderung am Fusse des Wildstrubel mit den verschiedensten Formen von Wasser durch relativ intakte Landschaften.

Sibe BrünneDie Wanderung beginnt in Lenk bei der Bus-Endstation „Simmenfälle“ Pt. 1105 und führt zuerst steil bergan entlang ebendieser Simmenfälle, einer langen Kaskade von kleinen Stromschnellen und imposanten Wasserfällen. Natürlich gehört ein Halt auf der „Barbarabrügg“ in der Gischt eines Wasserfalls dazu. Für eine erste Rast würde sich der Berggasthof auf der Rezlibergweid anbieten, bekannt für seinen guten Alpkäse. Uns zieht es weiter zu den „Sibe Brünne“ (siehe Titelbild meiner Homepage), der Felsenschichtquelle (Karstquelle) der Simme, gespiesen aus dem Rezliberggletscher und Glacier de la Plaine Morte, dessen Wasser hier voller Leben aus der Felswand sprudelt.


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Wächter an der Schrattenfluh

Schibegütsch (Schrattenfluh SW)Der Schibegütsch und die Böli bewachen die Südseite der Schrattenfluh im Grenzgebiet zwischen Entlebuch und Emmental.  

Der Schibegütsch (Bild links) schaut mit einem breiten Lächeln und seiner markanten Adlernase ins Tal der jungen Emme, die sich unterhalb Schangnau bald in einer tiefe Schlucht verstecken wird.

Die Böli (Das Bild rechts unten zeigt irrtümlich den Achsgütsch, nicht die Böli) blickt steinern hinüber nach Sörenberg, in den obersten Zipfel des Kantons Luzern, beschützt das Mariental und den Südelgraben,vielleicht auch etwas eifersüchtig, dass ihr die Maria als Landschaftspatronin den Rang abgelaufen hat. Weiterlesen

Augstmatthorn – Du steile Choge

augstmatthornRoute: Habkern – Bolsite – Schwendallmi – Bodmisegg – Augstmatthorn [gut 3 Std.].
Rückweg: – SuggitureHarder Kulm [gut 2½ Std.].

Stündliche Postauto-Verbindungen ab Interlaken-West nach Habkern. Anstieg über schöne Maiensässe und Alpen, teilweise geschützte Hochmoore östlich von Habkern. Wir sparen uns mangels Lust auf Kaffee den Weg über das Teersträsschen auf die Lombachalp. Auf dem Bodmisegg-Grat wird uns die steile Flanke der ganzen Bergkette bewusst, die uns vom Brienzersee trennt. Die letzten 400 Höhenmeter ab Pt. 1771 sind denn auch nicht wirklich als Genusswandern zu bezeichnen. Weiterlesen