Kategorie-Archiv: Märchen und mehr …

Märchen von Vögeln in Weil (Kulturzentrum Kesselhaus) am 18. Februar

Nachlese zum gelungenen Abend im Kulturzentrum im Kesselhaus in Weil am Rhein:
http://maerchenquelle.ch/3198/veranst/demnaechst/2014/federleicht-und-folgenschwer/

Etwa 30 am gesprochenen und gedichteten Wort interessierte Menschen aus Weil und Umgebung trafen sich am Abend des 18. Februar im Kulturzentrum Kesselhaus zu einer Stunde Märchen, erzählt von Mitgliedern des Basler Märchenkreis’. Dann folgte eine Stunde freien Austauschs mit spontan erzählten Geschichten, dem Grimm-Märchen von den drei Federn und allerlei Gedichten (beliebt: Eugen Roth).

Wir “Basler”, nicht zum ersten Mal zu Gast im Kesselhaus, erzählten unter anderem folgende Märchen und Kurzgeschichten:

  • Der Fuchs und die Gänse
  • Es ist wirklich wahr!
  • Die Märchen der weisen Eule
  • Die Eule Weemullee
  • Die Braut von der Vogelinsel
  • Der einbeinige Truthahn
  • Das Storchenland
  • Der kleine Vogel
  • Der Pfingstspatz 

Herzlichen Dank auch an Matthias und sein Team für die Vorbereitung und Moderation.

 

Erzählabend im Buchantiquariat im Cheesmeyerhuus Sissach

Simone Peyer und Urs Volkart laden ein zum

Erzählabend mit Märchen und Geschichten

vom Regentropfen bis zum Meer

.

Freitag, 8. November 2013, 20 Uhr

im Buchantiquariat “Loose Rede Läse” im “Cheesmeyerhuus” 1. Stock, Hauptstrasse 55, 4450 Sissach

Märchenhafte Klänge von Ingrid Gauer und Barbara Geiser

Eintritt frei – Kollekte am Ausgang

Kontakte: urs.volkart@maerchenquelle.ch oder www.loose-rede-laese.ch

>>> Flyer-Erzaehlnacht_2013


 

Nachlese:

Es war ein wunderschöner Abend, Erzählende im Fluss der Geschichten, Musizierende in der perlenden Quelle der Klänge.

Liste der erzählten Märchen und Geschichten:

  • Der Segen von oben (Nasrudin)
  • König Salomon und der Igel (Legende)
  • Die zwei Derwische (Sufi-Tradition)
  • Das besprochene Wasser (unbekannte Herkunft)
  • Die Nixe im Teich (Brüder Grimm KHM)
  • Der Brunnen (Nasrudin)
  • In den Armen des Windes (Sufi-Tradition)

Das Buchantiquariat des Vereins „Loose Rede Läse“ wieder voll bis auf den Flur hinaus. Das Publikum begeistert und voll des Danks und Lobs. Die Mitwirkenden glücklich und zufrieden.

Ausklang

Ausklang, zufriedene Gesichter beim Quartett
(Aufnahme: Irene Böhm)

 

Rückblick auf die Erzählnacht 2013 des Basler Märchenkreis’

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans noch lange!

Zwei schöne Märchenabende im “Bücherwurm”. Gut besucht, besonders jeweils die ersten beiden Sets.

Claude Bitterli, Gitarre und Gesang wurde zur selbstverständlichen Ergänzung und nicht etwa nur Garnitur der Erzählungen.

Hier noch die Liste der erzählten Märchen und anderen Geschichten:

Im 1. Set:

  • Der himmlische Schmied und der Sänger (aus Finnland, erzählt von Pascale Hoffmann)
  • Die Omeletten des Sultans (aus Arabien, erz. von Denise Racine)
  • Die Abenteuer des Rosshändlers Cannobie Dick (von den Britischen Inseln, erz. von Urs Joerin)
  • L’Enfant (aus Frankreich, raconté en français par Danielle Dubied)
  • Die Schnapshändler (aus Venezuela, erz. von Paul Strahm)

Im 2. Set:

  • Der Sandalenmacher (orientalische Geschichte, erz. von Denise Racine)
  • Anait (aus Armenien, erz. von Madeleine Devrient)
  • Die zwei Derwische (aus der Türkei, erz. von Urs Volkart)
  • Le pinceau magique (aus China, erz. von Danielle Dubied)

Im 3. Set

  • Von der Maus, die heiraten wollte (Bosnische Version, erz. von Pascale Hoffmann)
  • Mit freien Händen (aus Turkestan, erz. von Madeleine Devrient)
  • Kannitverstan (Kalendergeschichte von Johann Peter Hebel , erz. von Pascale Hoffmann)
  • Die drei Sprachen (Brüder Grimm KHM. erz. von Urs Volkart)
  • Tuo Lan Ka (aus China, erz. von Paul Strahm)

 

Paul Strahm erhält Gertrud-Hempel-Volkserzähler-Preis 2012

Anlässlich des internationalen Märchenkongresses “Bergwelt” der EMG und der SMG erhielt der Nordwestschweizer Märchenerzähler Paul Strahm den Gertrud-Hempel-Volkserzähler-Preis 2012.

Berichterstattung in der Basler Zeitung vom 27.09.2012 und in zahlreichen anderen Zeitungen.

Herzliche Gratulation!

Prinz Schwan

2012 jährt sich die Erstausgabe der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm zum zweihundertsten Male. Ein Grund mehr, um sich die Märchen der Erstausgabe genauer anzusehen.

Ein Märchen, das ich in den folgenden Ausgaben echt vermisse, ist „Die weisse Taube“.

Zum Glück stehen uns heute als Quellen alle Ausgaben der KHM zur Verfügung, z.B. bei ZENO. Auch die vorangegangenen handschriftlichen Aufzeichnungen liegen gedruckt vor, z.B. bei Derungs (2010) 1).

SchwanIch habe mich seit einiger Zeit mit der erzählreifen Erarbeitung des „Prinz Schwan“ befasst, bis ich zum Schluss kam, dass ich den Prinzen halt Schwan sein lasse. Ich verstehe jetzt auch etwas, weshalb die Brüder Grimm das Märchen aus der Sammlung gekippt haben. Zum Märchentyp ATU 425 („Die Schöne und das Tier“) gibt es ja genügend andere, mehr begeisternde Märchen.

Das Märchen scheint eine krude Mischung zahlreicher Motive aus anderen Märchen zu sein, ohne dass diese zu einer geschlossenen Geschichte zusammengewachsen wären. Schon der Beginn ist etwas unvermittelt:

Es war ein Mädchen mitten in einem großen Wald, da kam ein Schwan auf es zugegangen, der hatte einen Knauel Garn, und sprach zu ihm: „ich bin kein Schwan, sondern ein verzauberter Prinz, …..“

Offensichtlich hatten die Brüder Grimm wenig Lust, das Märchen derart tiefgehend zu überarbeiten. Auch sprachlich entspricht es noch nicht dem KHM-Niveau.

Es gibt natürlich noch andere Patchwork-Märchen in den KHM. Aber dort haben die Brüder Grimm jeweils ein geschlossenes Ganzes geschaffen (Bsp. Einäuglein, Zweiäuglein und Dreiäuglein).

1) Derungs, Kurt (Hrsg.), Die ursprünglichen Märchen der Brüder Grimm,
    Verlag edition amalia, 2., erweiterte Auflage 2010