Die Geschichte habe ich hier >> nacherzählt und mich auch etwas mit der Etymologie >> befasst. Weiterlesen
Kategorie-Archiv: Märchen und mehr …
Berufliches
Da der Mensch ja (inklusive Arbeitsweg) ein gutes Drittel seines Lebens beruflich engagiert ist, könnte ich etwas darüber erzählen ….
Lassen wir mal die Schule bis Ende der Sekundarstufe II, also bis zum Alter von 19 Jahren. Nein ganz lassen will ich diese Zeit nicht, denn ohne Spuren ist das altsprachliche Gymnasium mit Latein und Altgriechisch doch nicht geblieben. Es hat sich da ein Bewusstsein gebildet, dass die Menschheit, ihre Kulturen und Religionen, eine Geschichte haben, deren Erben wir sind (z.B. in den Märchen>). Auch das Bewusstsein, dass unsere physische, sinnlich erfahrbare Welt nur ein kleiner Teil der Wirklichkeit darstellt, ist auf diesem Boden gewachsen.
Bild: Bela Cikoš Sesija : Homer, Dante, Goethe und Shakespeare. Weiterlesen
Das Märchen weist den Weg zum Licht
Das Märchen glaubt daran, dass
es die Bestimmung der Gefahr, des Dunkels, des Übels sei,
den Menschen emporzuführen ins Licht.
Max Lüthi (1909-1991)
Märchenforscher und Professor an der Uni Zürich
Märchen erzählen vom Wünschen
Aus dem Vorwort von Heinrich Dickerhoff (Präsident der Europäischen Märchengesellschaft) im neuen Buch von Rolf Wunderer („Führung in Management und Märchen“, Luchterhand-Verlag 2010).
Märchen erzählen von hilfreichen Wünschen, aber hilfreich sind die Wünsche nur, wenn sie uns in Bewegung setzen, so dass wir uns dem Wunsch-Ziel mit all unseren Möglichkeiten nähern – Utopie oder Vision nennt man solche Wünsche auch.
Märchen warnen vor Verwünschung, und ver-wünschen bedeutet »falsch wünschen«, Es gibt Menschen und vielleicht auch Organisationen, die meinen, sie wären ver-wünscht worden, dabei haben sie sich selbst ver-wünscht.
Klassische Ver-Wünschungen, die mir im Gespräch über individuelle Lebenskrisen begegnen, sind etwa »ich muss perfekt sein«, »ich kann mich nur auf mich selbst verlassen«, aber auch »andere sind dafür verantwortlich, dass ich glücklich werde«.
Simmenfälle-Wildhornhütte-Lauenensee
Zweitageswanderung am Fusse des Wildstrubel mit den verschiedensten Formen von Wasser durch relativ intakte Landschaften.
Die Wanderung beginnt in Lenk bei der Bus-Endstation “Simmenfälle” Pt. 1105 und führt zuerst steil bergan entlang ebendieser Simmenfälle, einer langen Kaskade von kleinen Stromschnellen und imposanten Wasserfällen. Natürlich gehört ein Halt auf der “Barbarabrügg” in der Gischt eines Wasserfalls dazu. Für eine erste Rast würde sich der Berggasthof auf der Rezlibergweid anbieten, bekannt für seinen guten Alpkäse. Uns zieht es weiter zu den “Sibe Brünne” (siehe Titelbild meiner Homepage), der Felsenschichtquelle (Karstquelle) der Simme, gespiesen aus dem Rezliberggletscher und Glacier de la Plaine Morte, dessen Wasser hier voller Leben aus der Felswand sprudelt.
Die Gänsehirtin am Brunnen
Brüder Grimm, Kinder- und Hausmärchen, KHM 179. Text »».
Eine assoziierende, nicht abschliessende Betrachtung der Figuren und ihrer Wege. Das Meiste entstanden im Gespräch mit meiner Ehepartnerin. Gedanken zur Form des Märchens »».
Eigentlich treffen wir zwei Märchen-Helden an, deren Wege sich zuerst nur kreuzen, um sich dann am Ende zu vereinen. Bei beiden Begegnungen vor dem glücklichen Ende spielt das Unerkanntsein eine grosse Rolle: beim ersten Mal darf die Königstochter nicht erkannt werden (sie weise Alte schickt sie ins Haus), beim zweiten Mal befindet sich der Graf im Versteckten.
Detaillierter herausgearbeitet ist der Weg der Königstochter; sie ist wohl die Hauptheldin.
Sechse kommen durch die ganze Welt
Betrachtung zu „Sechse kommen durch die ganze Welt“ KHM 71
Schon im Titel kommt die Bezeichnung Sechs vor, und nicht etwa “Der Soldat und seine 5 Diener” oder so ähnlich. Damit wird gesagt, dass die 6 wirklich ein Team (siehe unten) bilden und nur gemeinsam „durch die ganze Welt kommen“ können.
„Die ganze Welt“ symbolisiert dabei „das ganze Leben“.
Zauber-Computer (N. Wiener)
Die Computer haben etwas von den Zauberern im Märchen.
Sie geben einem wohl, was man sich wünscht,
doch sagen sie einem nicht, was man sich wünschen soll.”
Norbert Wiener (1894-1964)
Der Märchenkreis ohne Namen
Es ist einmal …
Seit vielen Jahren treffen sich Märchenerzählerinnen und Märchenerzähler aus der ganzen Nordwestschweiz 3 bis 4 mal jährlich um auszutauschen.
Sie erzählen sich ihre neusten Entdeckungen im Märchenschatz der Menschheit. Sie erzählen von ihren Erfahrungen an eigenen Veranstaltungen und tauschen Tipps aus. Sie phantasieren oder planen konkret neue Märchenveranstaltungen in der Region. Weiterlesen
Träume in den Märchen
[Beitrag in Entwicklung]
„Den Seinen gibt’s der Herr im Schlaf.“
Träume in den Märchen (und nicht nur in den Märchen) öffnen ein Fenster zum kollektiven Wissen, übermitteln Botschaften aus der geistigen Welt. Sie helfen den Märchenheldinnen und -helden bei Entscheidungen, geben Hinweise auf Problemlösungen, warnen vor Gefahren oder zeichnen den zukünftigen Weg auf.
Die Träume in den Märchen haben also eine ähnliche Bedeutung wie die verschiedenen „Alten“ (alte Männer, alte Mütterchen) oder die Naturwesen, denen die Märchenheldinnen und Märchenhelden begegnen.
Die Träume in den Märchen sind nicht Vergangenheitsbewältigung oder Kompensation von Mangelerfahrungen (entsprechend des Defizit-orientierten Ansatzes von S. Freud) sondern in die Zukunft gerichtet (also eher dem Ansatz C.G. Jungs entsprechend). Dies geht natürlich mit einem allgemeinen Charakteristikum der Märchen einher, nicht mit der Vergangenheit zu hadern, an den Problemen und Defiziten hängen zu bleiben, sondern vertrauensvoll und Ressourcen-orientiert auf dem Lebensweg voran zu gehen. Weiterlesen

